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Dorothée Marietta Dreßler: Prüfen - Testen - Entscheiden - Qualifizieren
Beim Kinderturnen entdeckte Dorothée Marietta Dreßler ihre Liebe zur Bewegung. Bereits damals legte sie den Grundstein für die spätere berufliche Tätigkeit im Sport. „Als Kunstturnerin bin ich, seit ich denken kann, im Verein aktiv. Ein Leben ohne Sport wäre für mich undenkbar.“ Deshalb war es für sie logisch, dass es dann auch beruflich in diesen Bereich gehen soll. Doch bereits während der Schulzeit war ihr klar, dass sie nicht direkt nach dem Abitur studieren möchte. Deshalb nutzte sie die Chance, im Anschluss an das Abitur für drei Monate als Au-pair ins kanadische Montreal zu gehen. „Ich wollte erst einmal ferne Länder, andere Menschen und ihre Kultur kennenlernen. Ein interessantes Angebot aus Südfrankreich ließ mich dann zurückkehren.“ Für zweieinhalb Monate startete sie ihre Arbeit in einem Surf Camp. „Wo hätte ich bessere Chancen gehabt, neue sportliche Fähigkeiten zu erwerben und diese mit meinem beruflichen Weg zu verknüpfen, wenn nicht dort? Ich habe unter anderem beim Camp Aufbau geholfen, Trainingsstunden begleitet und durchgeführt“, erklärt sie.
Sonne, Meer und sportverrückte junge Menschen wollen nicht nur surfen, sondern auch trendy gekleidet sein. „Das erinnerte mich an mein Praktikum bei der Moderedaktion der Zeitschrift "Brigitte" in Hamburg und ich entschloss mich eine Ausbildung zur Bekleidungstechnikerin an einer Modeschule zu absolvieren. Mit dem Ziel, Sportmode zu entwerfen“, beschreibt sie die weiteren Schritte. Während dieser Zeit jobbte sie unter anderem auch beim Fernsehen. „Ich war an unterschiedlich bekannten Fernsehfilmen beteiligt wie z.B. „Tatort Frankfurt“ und „Polizeiruf 110“. Ausgerechnet eine Alltagssituation war dann wegweisend für ihr heutiges Studium: Beim Dreh zerrte sich eine Schauspielerin die Schulter. Dorothée Dreßler bot ihre Hilfe an. Sie hatte im Surf Camp Grifftechniken bei Zerrungen/Verspannungen etc. erlernt, mit denen sie die Schmerzen der Schauspielerin lindern konnte. „Dabei kamen wir ins Gespräch. Die lobenden Worte für die tolle einfühlsame Behandlung sowie meine persönlich empfundene Freude, mit der durchgeführten Massage helfen zu können, machten mir klar, dass ich meine sportlich berufliche Laufbahn nicht ohne den direkten Kontakt zum Menschen umsetzen will.“
Welcher Weg führt zum Ziel? Ein Studium? Eine Ausbildung?
Eine Ausbildung zur Sport- und Physiotherapeutin an einer Privatschule schien ihr der erste Schritt in die richtige Richtung. 2007 legte sie erfolgreich ihr Examen ab. In der Eifelhöhenklinik in Nettersheim/ Marmagen konnte sie im Anschluss ihr erworbenes Wissen als Sporttherapeutin praktisch anwenden. „Den Bereich Sporttherapie habe ich mir gezielt ausgewählt. Im Besonderen interessieren mich dabei die Prävention und die Rehabilitation im Sportbereich. Den Genesungserfolg eines Patienten direkt mit zu erleben macht mir sehr viel Spaß und ist immer wieder eine neue Herausforderung. Sie sind der Motivationsmotor meiner täglichen Arbeit.“
Wie zum Beispiel bei einem Patienten nach seinem Motorradunfall (Verlust des rechten Fußes). Ihre Arbeit in der Therapie hat dann zum Ziel, diesen Patienten unter fachlicher Anweisung dazu zu motivieren wieder gehen zu lernen und ihm Mut zu machen, trotz aller Rückfälle nicht aufzugeben. Ein anderes Beispiel sind Herzinfarkt-Patienten. In meiner Therapiearbeit sensibilisiert sie diese Zielgruppen für angstfreie sportliche Bewegungseinheiten mit eigens dafür erstellten individuellen Trainingsplänen, damit sie auch im Alltag wieder „normal“ Sport treiben können. Da ihr Arbeitsvertrag in der Klinik von Beginn an auf ein Jahr befristet war, wechselte sie für zwei Jahre als Bewegungsfachkraft zur AOK Baden-Württemberg in den Bereich gerätegestütztes Rückentraining. Als Vertretung der Leitung lernte sie das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) kennen, was ihr bis dato in der Praxis nur oberflächlich bekannt war. Dieser Bereich faszinierte sie sehr und ihr Blickwinkel fokussierte sich auf eine Spezialisierung im Sportbereich in Kombination mit BGM.
Der Zeitpunkt für einen Studienbeginn war gekommen!
Durch einen Freund wurde sie auf das Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement zum „Bachelor in Gesundheitsmanagement“ aufmerksam. Die Inhalte des Bachelor-Studiums zeigten ihr auf, dass sie genau das studieren will. Die Studienform aus Fernstudium und kompakten Präsenzphasen bot ihr mehrere Möglichkeiten, die Theorie, das praktische Arbeiten mit den Menschen zu verbinden und eine hohe Flexibilität gegenüber einem reinen Vollzeitstudium. Nach ihrer Studienentscheidung stand die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb an.
Welcher Betrieb ist der Richtige für mich?
„Der ausgewählte Betrieb ist auch für mich ein wichtiger Bestandteil im dualen Bachelor-Studiensystem, das eine betriebliche Ausbildung und einen Hochschulstudienabschluss verbindet. Er soll mir ermöglichen, die Tätigkeitsbereiche Prävention/Therapie noch intensiver kennen zu lernen um meine Fähigkeiten optimieren zu können“, erklärt sie ihre Beweggründe. Da sie nicht in den klassischen Fitnessbereich wollte, sondern in das betriebliche Gesundheitsmanagement, hat sie sich verschiedene Sportvereine sowie größere Unternehmen in der Umgebung angesehen und sich beworben.
Vor drei Jahren entdeckte sie in der kostenlosen Jobbörse auf der Homepage der Deutschen Hochschule das Stellenangebot des TSV Schott Mainz und war sofort begeistert. Nach intensivem Gesprächsaustausch und Besichtigung der Betriebsstätte wurde ihr sehr zu ihrem Bedauern mitgeteilt, dass die ausgewiesene Stelle bereits vergeben ist. Zu diesem Zeitpunkt war ihr klar, dass der TSV Schott ihr Ausbildungsbetrieb werden muss! Sie legte einen beruflichen Zwischenstopp ein und arbeitete für acht Monate in einer Klinik für Rehabilitation. Im Februar 2011 meldete sie sich erneut beim Vereinsmanager des TSV Schott Mainz, Till Pleuger, und bekam die Zusage. Im Oktober 2011 begann sie mit großer Freude ihr Studium und ihre Arbeit beim TSV Schott Mainz und der Schott AG.
Abwechslungsreiche Aufgabengebiete
Die Aufgabengebiete, in denen Dorothée Marietta Dreßler eingesetzt wird, sind vielfältig und abwechslungsreich. Unter anderem ist sie als sportliche Leiterin für das Fitness- und Gesundheitstrainingszentrum des TSV Schott verantwortlich, wirkt bei der Umsetzung von Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung der SCHOTT AG mit, organisiert und führt Veranstaltungen im Bewegungsbereich durch, gestaltet Gesundheitsseminare für Führungskräfte mit und führt Präventionsmaßnahmen (Rücken-Fitness, Cardio-Fit, Entspannungstechniken) im Unternehmen durch. „Der Gesundheitssport wird mit speziellen Angeboten weiter ausgebaut, durch die Zusammenarbeit mit der medizinischen Abteilung der Schott AG und dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Mainz erreichen wir ein sehr hohes Niveau an Angeboten für unsere Mitglieder des TSV Schott und die Mitarbeiter der Schott AG“, erklärt sie.
Inhalte aus Präsenzphasen direkt in die Praxis übertragbar
Die Präsenzphasen, die sich an die jeweiligen Fernstudienphasen anschließen, sind für sie eine Art Inspirationsquelle. Nach den Präsenzphasen versucht sie sich immer wieder an neuen Konzepten und Ideen. „Das, was wir in der Theorie lernen, versuche ich direkt anzuwenden. Die Dozenten sind genial, weil sie praxisnah arbeiten und Erfahrungen aus ihrem Arbeitsleben erläutern. Besonders schätze ich, dass das Gelernte direkt angewendet werden kann. Und dass das Lernen Spaß macht und Energie freisetzt, weil es genau das ist, was ich machen will.“ Der Zukunft sieht die 31-jährige Sporttherapeutin und angehende Gesundheitsmanagerin freudestrahlend entgegen. Sie lebt das Zitat von Mark Twain: „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“. „Im Moment genieße ich jeden Augenblick“, schließt sie das Gespräch.
Ausbildungsbetrieb TSV Schott Mainz
Der TSV Schott ist der größte Breitensportverein in Mainz und gehört zu den mitgliederstärksten unter den mehr als 6.000 Sportvereinen in Rheinland-Pfalz. Der Verein steht allen Bürgern offen. Er bietet seinen rund 4.000 Mitgliedern 25 verschiedene Sportarten in 16 Abteilungen. Das besondere Augenmerk gilt der sportlichen Ausbildung und Entwicklung von fast 2.000 Kindern und Jugendlichen sowie der gezielten Förderung besonders talentierter Nachwuchssportler. In den nächsten Jahren will der TSV Schott verstärkt die Sportarten Fußball und Hockey fördern. Der TSV Schott versteht sich primär als Breitensportverein, der in einigen Sportarten auch Leistungssport anbietet bzw. Richtung Leistungssport strebt. Er wird konzeptionell, organisatorisch, personell und finanziell unterstützt von der Schott AG. Die Sportanlage des Vereins besteht aus: 2 Sporthallen, Rasenplatz, 2 Kunstrasenplätze (1 Großspielfeld, 1 Kleinspielfeld), Hockeyspielfeld, 6 Tennisplätze, Leichtathletikanlage, Beachvolleyballfeld, Fitness- und Gesundheitstrainingszentrum, Kegelbahnen, Vereinsgaststätte, Mitbenutzung Bezirkssportanlage Mombach. Der TSV Schott ist mehr als Sport im Verein. Er ist Landesleistungszentrum für Frauen-Hockey, Mitveranstalter des Benefizlaufs „Run for children“ (seit 2006), Trainingslager U21 Herren-Fußball-Nationalmannschaft (September 2009), Trainingslager Damen-Hockey-Nationalmannschaft (Olympia 2004 und 2008, EM 2011), organisiert Schulsport/Bundesjugendspiele diverser Mainzer Schulen sowie Mitarbeiterveranstaltungen der Schott AG.
Mehr Infos zum TSV Schott unter www.tsvschott.de.




