Einen anerkannten Studienabschluss erlangen und gleichzeitig sportliche Erfolge in einem hartumkämpften Sport erzielen – das geht nicht? Daniela Schreiber hat die für sie perfekte Kombination dafür gefunden. In ihrer noch jungen Schwimmkarriere hat sie schon fast alles erreicht, was sich ein Sportler erträumt: zahlreiche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften. Erst im August konnte sie bei den Europameisterschaften in Budapest in der 4x100-Meterstaffel die Goldmedaille gewinnen. Dabei ist Daniela Schreiber fast schon ein „alter Hase“, denn den Schwimmhallen dieser Welt ist sie schon lange treu. Nachdem sie mit fünf Jahren ihr „Seepferdchen“ absolvierte, machte sie den Schwimmsport zu ihrem neuen Hobby. Doch trotz ihrer Erfolge denkt sie schon heute an die Zeit nach dem Leistungssport. Um auf diese vorbereitet zu sein absolviert sie seit dem Wintersemester 2009 ein Studium zum „Bachelor in Fitnessökonomie“ an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Besonders gereizt an dem dualen Studium hat sie die Möglichkeit, ihr Studium flexibel an ihr Training und ihre Wettkämpfe anzupassen und sich gleichzeitig Know-how im trainingswissenschaftlichen Bereich anzueignen. Denn ohne Sport und Fitness kann sich Daniela Schreiber ein Leben nicht mehr vorstellen. „Sport war schon immer Hauptbestandteil meines Lebens. Das soll auch in Zukunft so bleiben.“
Daniela Schreiber kam schon in frühen Jahren in Kontakt mit dem Schwimmbecken. Mit fünf Jahren absolvierte sie ihr Seepferdchen. Ab diesem Zeitpunkt war für sie klar, dass sie „Wasser nicht nur zum trinken braucht“. Bereits während der Grundschulzeit absolvierte die begeistere Schwimmerin zahlreiche Wettkämpfe und sammelte ihre ersten Erfolge. Dies machte Lust auf mehr. Als dann der Wechsel auf das Gymnasium anstand, fasste Daniela Schreiber einen Entschluss. „Mit bot sich die Möglichkeit, an eine Sportschule zu wechseln, um noch mehr und besser trainieren zu können. Ich entschied mich für die Sportschule Halle und damit zwangsläufig auch für einen neuen Verein, den SV Halle, weil dort Internat, Schule und Schwimmhalle nur einen Katzensprung voneinander entfernt waren. Also optimale Möglichkeiten, neben der Schule weiter Leistungssport zu betreiben.“ Und dieser Wechsel machte sich bezahlt. Unter anderem gewann Daniela Schreiber bei den Kurzbahn-Europameisterschaften 2009 Bronze in der Staffel, bei den Weltmeisterschaften im gleichen Jahr sogar Silber und Bronze. Im August 2010 konnte sie dann noch eins draufsetzen: Bei den Europameisterschaften in Budapest gewann sie in der 4x100-Meterstaffel die Goldmedaille.
„Ich will auf jeden Fall einen Studienabschluss in der Tasche haben“ Trotz ihrer Erfolge war für Daniela Schreiber nach dem Abitur klar, dass sie nicht nur ihre sportliche Karriere, sondern auch ihre berufliche Zukunft vorantreiben wollte. Und diese sollte auf jeden Fall etwas mit Sport zu tun haben: „Nach dem Abitur wollte ich studieren, aber was genau war bis zuletzt nicht so richtig klar. Es sollte etwas mit Sport zu tun haben, denn Sport ist schon immer ein Hauptbestandteil meines Lebens. Und ich wollte mit Menschen zusammenarbeiten, die Sport genauso lieben wie ich. Sportwissenschaft oder Lehramt kamen für mich nicht in Frage, das war mir einfach zu theoretisch. Außerdem bin ich aufgrund der vielen Trainingslager und Wettkämpfe oft wochenlang unterwegs, dass macht es schwierig, ein Präsenzstudium zu absolvieren. Mein Sport nimmt bis zu 5h täglich in Anspruch, da muss mein Studium sich anpassen können und flexibel sein. Deshalb habe ich mich umgeschaut, was es für Möglichkeiten in diesem Bereich gibt.“
„Die perfekte Kombination von Leistungssport und Studium“ Auf einer Bildungsmesse in Halle wurde Daniela Schreiber dann auf das duale Studium an der Deutschen Hochschule aufmerksam: „Das Studienangebot hat mir auf Anhieb gut gefallen. Einerseits, weil man sich für die Bereiche Fitness und Gesundheit qualifizieren kann, was ich ja unbedingt wollte. Und es wird auch betriebswirtschaftliches Know-how vermittelt, was mich sehr interessiert und in Kombination mit dem trainingswissenschaftlichen Wissen vielfältige Einstiegsmöglichkeiten bietet. Und andererseits, weil das Studium dual angelegt ist, d.h. es ist kein Präsenzstudium, sondern es kombiniert eine betriebliche Ausbildung, ein Fernstudium und in gewissen Zeitabständen Präsenzphasen. Dank der gut aufbereiteten Studienbriefe kann ich eigenständig zu Hause lernen und mir die Zeit so einteilen, wie es für mich am besten passt. Die Präsenzphasen kann ich an bundesweiten Studienzentren absolvieren. So bin ich viel flexibler und kann mein Studium viel leichter mit dem Training und Wettkämpfen verbinden. Genau das, was ich gesucht habe!“
„Mein Ausbildungsbetrieb unterstützt meine sportliche Karriere“ „Mein Ausbildungsbetrieb ist die die Hallesche Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS), dessen Tochterunternehmen das „Maya mare“ mit dem integrierten Fitnessclub „viva mare“ ist. Dort arbeite ich. Es ist nicht einfach, einen Arbeitgeber zu finden, der Dienstausfälle aufgrund des Sports akzeptiert. Deshalb freut es mich umso mehr, dass die HWS mich in meiner sportlichen und nun auch bildungstechnischen Entwicklung unterstützt. Mein Wissen aus dem Studium kann ich hier gleich in der Praxis umsetzen.“
„Das Studium bringt mich auch sportlich voran“ „Im Schwimmen entscheiden nur Hundertstelsekunden über Sieg oder Niederlage. Es gibt so viele Einflussfaktoren auf die Leistung, da kann Fachwissen über Trainingsmethoden oder Ernährung sehr nützlich sein. Man lernt dadurch seinen Körper besser kennen und achtet bewusster auf dessen Signale. In den zwei Semestern, die ich jetzt an der Hochschule studiere, konnte ich bereits vieles lernen, was mich sportlich noch weiter voranbringen kann. Jetzt muss ich dieses Wissen „nur“ noch umsetzten.“
„Für meine Zukunft habe ich noch viel vor!“ Daniela Schreiber weiß schon heute genau, wie sie sich ihre Zukunft vorstellt, sowohl in beruflicher als auch in sportlicher Hinsicht: „Wenn alles nach Plan verläuft, möchte ich im Anschluss an mein Bachelor-Studium noch meinen Master-Abschluss in Prävention und Gesundheitsmanagement in Angriff nehmen. Danach möchte ich auf jeden Fall weiter im Bereich Sport tätig sein und könnte mir vorstellen, bei einer Herstellerfirma für Schwimmartikel anzufangen. Mein großes sportliches Ziel ist definitiv die Teilnahme an den olympischen Spielen 2012 in London. Und wenn ich schon mal dabei bin, kann ich ja auch eine Medaille mitbringen. Bis dahin werde ich weiter trainieren, immer mit dem großen Ziel vor Augen!“
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