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32. Deutscher Krebskongress in Berlin: Patientenorientierung stärken

Auf dem 32. Deutschen Krebskongress, dem größten onkologischen Fachkongress im deutschsprachigen Raum, wurden Ende Februar in Berlin die neuesten wissenschaftlichen und gesundheitspolitischen Entwicklungen in der Krebsmedizin diskutiert.

32. Deutscher Krebskongress 2016

Der Kongress stand unter dem Motto der sogenannten P4-Medizin – präventiv, personalisiert, präzise und partizipativ. In diesem Sinne gilt es Krebserkrankungen vorzubeugen, sie präzise zu diagnostizieren, individuell zu behandeln und bei der Behandlung den Betroffenen einzubeziehen.

Auch das Bundesministerium für Gesundheit fordert im Nationalen Krebsplan, die Patientenorientierung in der Onkologie zu stärken. Der Patient selbst soll an seiner Genesung aktiv mitwirken. Ein Bereich, in dem Betroffenen seit jeher eine aktive statt einer passiven Rolle zukommt, ist die supportive Sport- und Bewegungstherapie. Auf dem 32. Deutschen Krebskongress wurde unter anderem besprochen, was Trainingsinterventionen in dem engen Zeitfenster zwischen Krebsdiagnose und Therapiebeginn bewirken können. Die unter dem Namen Prehabilitation bekannt gewordenen Programme haben zum Ziel, die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen kurzfristig zu steigern, denn je höher die Leistungsfähigkeit zu Beginn der Krebstherapie ist, desto besser wird diese in der Regel überstanden.

Um Menschen nach Abschluss der Krebstherapie gesundheitsorientiertes körperliches Training nahezubringen, hat die Deutsche Hochschule bzw. BSA-Akademie verschiedene Angebote entwickelt: Der Kurs „Aktiv leben nach Krebs“, der wohnortnah von Trainingszentren angeboten wird, ermöglicht ehemaligen Krebsbetroffenen den Einstieg in selbständiges Fitnesstraining und einen gesundheitsförderlichen Lebensstil. Für Trainer wird darüber hinaus die Aufbauqualifikation „Trainer/in für Fitnesstraining in der Krebsnachsorge“ angeboten. Der Fernlehrgang bereitet auf Besonderheiten bei der Betreuung ehemaliger Krebsbetroffener vor. Damit trägt auch die Deutsche Hochschule bzw. BSA-Akademie ganz im Sinne des Nationalen Krebsplans zu einer aktiven Rolle der Betroffenen teil.