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Als operativer Projektleiter den Basketball-Nachwuchs fördern

Um die Spieler- und Talentbasis im Bereich des Schul- und Minibasketballs zu verbreitern, haben sich verschiedene Vereine aus dem Bereich Mittelfranken zusammengeschlossen und den Projektverein Tornados Franken e. V. gegründet. Damit sollen Kinder bereits im Grundschulalter für Basketball begeistert werden, um so die Talentsicherung voranzutreiben. Innerhalb der Tornados Franken wurde zudem das Projekt „Stark mit Minis“ entwickelt. Der operative Projektleiter, Maximilian Oppel, ist gleichzeitig dual Studierender der Sportökonomie.

Schon als dual Studierender operativer Projektleiter: Maximilian Oppel

Martin Will ist Vorsitzender des Projektvereins Tornados Franken

Auch die Arbeit mit den jungen Talenten macht ihm Spaß

Nachwuchsarbeit als Fundament jeden Vereins
Tornados Franken ist ein Zusammenschluss verschiedener Vereine aus dem Bereich Nürnberg-Fürth-Erlangen. Zu den Partnervereinen gehören die SpVgg Roth, der TV Altdorf, die Fibalon Baskets Neumarkt, der TV 1860 Fürth, der TSV 1860 Ansbach sowie der Post-Sportverein Nürnberg. Ziele der Tornados sind die maximale Verbreiterung der Spieler- und Talentbasis im Bereich des Schul- und Minibasketballs und das Abhalten von qualitativ hochwertigem Basketballtraining für die Basketballtalente aus Mittelfranken. Martin Will ist Vorsitzender des Projektvereins Tornados Franken und auch der Basketball-Abteilung des Post-Sportvereins Nürnberg, der mit knapp 1.000 Mitgliedern die größte Basketball-Abteilung in Bayern stellt. „Bei der Finanzierung von Tornados Franken werden wir außerdem sehr stark von den Brose Baskets Bamberg unterstützt. Dadurch sind wir in der Lage, die Förderung des Minibasketballs mit kontinuierlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern zu sichern“, führt er an. Alle Partnervereine stehen hinter dem Projekt aus der Großregion Nürnberg und profitieren davon nicht nur im Jugendbereich, durch die Bündelung der Talente für den gemeinsamen Spielbetrieb. So wird auch der Austausch der verschiedenen Vereine gefördert. Innerhalb der Tornados Franken wurde zur Saison 2016/2017 außerdem das BBL-Pilotprojekt „Stark mit Minis“ eingeführt. „Auch hier wird engagierte und kontinuierliche Arbeit im Minibereich angestrebt, da sie das Fundament jedes Basketballvereins ist“, erläutert Martin Will. Als operativen Projektleiter der Tornados Franken und auch als Ansprechpartner  für „Stark mit Minis“ setzt der Post-Sportverein Nürnberg Maximilian Oppel ein. Er studiert den dualen „Bachelor of Arts“ Sportökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG und darf gleichzeitig bereits eine Leitungsfunktion im Verein einnehmen. Denn als Nebeneffekt wollen die Projektverantwortlichen den Sportvereinen aufzeigen, dass sich die Investition in bezahlte Arbeitskraft für organisatorische und koordinierende Aufgaben, über die Gewinnung zusätzlicher Mitglieder und Übungsleiter, kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit sowie die steigende Qualität und Professionalität im Verein bezahlt macht. Man setzt also bewusst auf bezahlte Mitarbeiter, auch um deren Motivation und die Kontinuität in der Arbeit für das Projekt zu gewährleisten.

Vom Studienbeginn an eine Leitungsfunktion erhalten
Wie auch schon andere Partnervereine der Tornados Franken, wie beispielsweise die SpVgg Roth, so setzt auch der Post-Sportverein Nürnberg bereits seit 2008 auf dual Studierende der DHfPG. Alleine in der Basketballabteilung sind aktuell drei dual Studierende hauptamtlich eingesetzt, geplant ist sogar noch eine vierte Nachwuchskraft, die unter Ausbildungs- und Abteilungsleiter Martin Will tätig werden soll. Einer von ihnen, Sportökonomie-Studierender Maximilian Oppel, leitet operativ die Nachwuchsprojekte, für die sich der Post SV einsetzt. „Meine Aufgaben liegen zu einem großen Teil im Marketing und im Sponsoring. Ich bin Ansprechpartner für Unternehmen, die Partner der Tornados Franken werden möchten“, fasst der 26-Jährige zusammen. „Ich habe bereits die Webseite des Projekts gestaltet und Flyer entworfen“, führt er fort. 35 Stunden in der Woche ist er im Rahmen seines Ausbildungsvertrags aktiv. Alle 4 bis 6 Wochen besucht er zudem die Präsenzphasen am Studienzentrum in Stuttgart, eines der zehn bundesweiten Studienzentren der DHfPG. Mit fortlaufender Studienzeit profitiert er dabei immer mehr von den Inhalten aus Modulen wie Sportmarketing, Betriebswirtschaftslehre oder Sportmanagement, die er in seiner täglichen Projektarbeit umsetzen kann. Dazu gehört auch seine Arbeit in der Trainingshalle. „Die Trainingseinheiten mit den Kindern und Jugendlichen machen mir großen Spaß. Die Arbeit als Trainer ergänzt mein Tätigkeitsfeld mit meinen koordinativ organisatorischen Aufgaben ideal“, führt der operative Projektleiter aus. Der Inhaber des Basis-Trainerscheins absolviert im Rahmen seines Studiums auch Module der Trainingslehre und kann das erlangte Fachwissen aus Theorie und Praxis im Training mit seiner U12-Schulmannschaft sowie der U16 des Post SV ideal umsetzen.

Branchenwechsel aus Leidenschaft zum Sport
Die Arbeit für die Tornados Franken und das Projekt „Stark mit Minis“ macht ihm großen Spaß. Innerhalb seiner 3 ½-jährigen Studienzeit wird er, zusammen mit Ausbildungsleiter Martin Will, an weiteren Aufgaben mitarbeiten, wie dem Aufsetzen eines konzeptionellen Grundschulprogramms, um noch mehr Kinder für Basketball zu begeistern. Dabei war es für den 26-Jährigen ein mutiger Schritt, den Weg eines dualen Studiums zu gehen. Nach seiner Schulzeit absolvierte er bereits eine Ausbildung zum Industriekaufmann. „Nach meiner Ausbildung war ich fünf Jahre lang bei einem Lebensmittelhersteller in der Marketingabteilung tätig. Dabei hatte ich schon immer den Wunsch in der Sportbranche zu arbeiten“, denkt er zurück. „Dieser Wunsch, meine Leidenschaft zum Sport zum Beruf zu machen und dabei auch meine Vorqualifikation im wirtschaftlichen Bereich zu nutzen waren am Ende der Grund dafür, dass ich den alten Beruf aufgegeben habe, um das duale Studium der Sportökonomie zu beginnen“, fasst er zusammen. Mit dem Studiensystem, das aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen und eben der betrieblichen Ausbildung besteht, kommt er gut zurecht. „Wenn eine Klausur oder Hausarbeit ansteht, zeigt sich der Verein auch sehr flexibel und gibt mir die nötige Zeit zum Lernen. Da hat mein Ausbildungsleiter Verständnis für. Das kommt mir natürlich sehr entgegen. Ansonsten kann ich das Studienmaterial auch am Wochenende von Zuhause durcharbeiten und mich so auf die Präsenzphasen vorbereiten.“ Mit dem Studium der Sportökonomie in Verbindung mit der Arbeit bei einem Basketball-Verein hat sich Maximilian Oppel einen Wunschtraum erfüllt. Der Basketballer war mutig genug, den Weg aus einer festen Anstellung hin zu einem dualen Studium zu gehen. „Zunächst will ich mein Bachelor-Studium erfolgreich absolvieren. Aber auch im Anschluss möchte ich am liebsten im Marketing oder im Management bei einem Verein, Verband oder Sportartikelsteller tätig sein.“