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Arbeitnehmer fallen länger aus

Der langjährige Trend zu steigenden Fehlzeiten in Deutschland geht weiter: Pflichtversicherte Arbeitnehmer wurden 2016 für durchschnittlich zweieinhalb Wochen krankgeschrieben. Ein Grund dafür ist die alternde Gesellschaft, denn mit dem Alter steigt auch die Zahl der Krankheitstage. Muskel- und Skeletterkrankungen bilden nach wie vor die häufigste Ursache. Das belegen die Zahlen des Dachverbandes für Betriebskrankenkassen.

Gesundheit im Betrieb

Gesundheit rückt immer mehr in den Fokus der Personalarbeit

Die Leiden
Die Zahl der Muskel- und Skeletterkrankungen ist hoch. Hier steigen die Ausfälle mit dem Alter durch Verschleiß stark an. Seelische Leiden liegen auf Rang zwei der Krankheitsursachen. Der einfache Rückschluss, Arbeitsverdichtung und zunehmender Wettbewerbsdruck machten krank, greift jedoch zu kurz. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass sich Arbeit auch positiv auf das seelische Befinden auswirken kann – etwa durch Anerkennung im Job und ein verbessertes Sozialleben.

Die Dauer
Zwei Drittel der Krankmeldungen sind nach spätestens einer Woche erledigt – nicht eingerechnet Kurzzeiterkrankungen, für die Mitarbeiter kein ärztliches Attest nachweisen müssen. Mehr als die Hälfte aller Ausfallzeiten geht aber auf das Konto von schwerwiegenderen Krankheitsfällen, die mindestens vier Wochen dauern.

Die Kosten
Die Unternehmen mussten im Jahr 2017 schätzungsweise 53 Milliarden Euro an Gehältern für kranke Mitarbeiter zahlen, im Jahr 2006 waren es nur gut 25 Milliarden Euro. Die höheren Entgeltfortzahlungen haben mehrere Gründe: In Deutschland arbeiten heute mehr Menschen als je zuvor, also erhöht sich natürlich auch die Zahl der Krankheitstage. Gehaltssteigerungen spielen ebenfalls eine Rolle. Außerdem steigt der Krankenstand seit einigen Jahren an.

Mit der Deutschen Hochschule zum Experten für Betriebliches Gesundheitsmanagement
Gesundheit rückt immer mehr in den Fokus der Personalarbeit. Wer sich am Arbeitsplatz wohlfühlt, ist leistungsbereiter und leistungsfähiger. Wer sich dem Thema „Gesundheit im Betrieb“ widmet, fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit und die Zufriedenheit, sondern auch die Zukunftsfähigkeit seiner Firma oder Institution. Für den langfristigen Erfolg von BGM sind umfassende Konzepte notwendig, die optimal auf die konkreten Bedingungen im Unternehmen zugeschnitten sind. Beim Master-Studiengang Prävention und Gesundheitsmanagement können Studierende zwei aus insgesamt 14 zur Verfügung stehenden Studienschwerpunkten wählen. Ein Studienschwerpunkt ist Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM). Absolventen des Master-Studiengangs mit Studienschwerpunkt BGM können sich für die Prüfung durch den Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM) anmelden. Die erworbene Qualifikation entspricht einem gesicherten Qualitätsstandard, der mit den Aus- und Fortbildungsinstitutionen im BGM-Bereich in Deutschland abgestimmt ist und von einer neutralen Prüfinstanz, dem Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement (BBGM), vergeben wird.

Weitere Infos:
Prävention und Gesundheitsmanagement - Master of Arts