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Bachelor-Absolvent Alexander Nouri spricht über sein Studium an der DHfPG

"Als Zweit- und Drittligaspieler musst du dir auch irgendwann um die Zukunft Gedanken machen“, äußerte sich Alexander Nouri, der Cheftrainer des SV Werder Bremen kürzlich im Interview mit dem Deutschlandfunk. Der Absolvent des „Bachelor of Arts“ Gesundheitsmanagement an der DHfPG kann dabei aus eigener Erfahrung sprechen.

Alexander Nouri - Absolvent DHfPG

Absolvent des "Bachelor of Arts" Gesundheitsmanagement: SVW-Cheftrainer Alexander Nouri (Foto: Werder Bremen)

Nach Stationen beim KFC Uerdingen, dem VfL Osnabrück, Holstein Kiel und dem VfB Oldenburg beendete er 2012 seine Spielerkarriere. Im gleichen Jahr schloss er bereits sein duales Bachelor-Studium erfolgreich ab. Im Interview mit dem Deutschlandfunk erklärte er, dass er sich schon früh vorstellen konnte als Trainer zu arbeiten, sich dabei aber nicht nur auf seine aktive Laufbahn berufen wollte. Das Studium sah er als nützliche Weiterbildung, aber auch als Absicherung für die Zeit nach der sportlichen Karriere. Denn als Zweit- und Drittligaspieler hat man meistens nicht finanziell ausgesorgt.

Dass sich Fußballer zu wenig mit der Karriere nach der Sportkarriere beschäftigen, berichtete jüngst auch der SPIEGEL und berief sich auf eine Studie, an der die Spielergewerkschaft VdV, der Kooperationspartner der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie, maßgeblich beteiligt war. Im gleichen Artikel forderte die Spielergewerkschaft auch von den Vereinen mehr Aufklärung und dass sie ihrer Fürsorgepflicht stärker nachkommen. Der Untersuchung zufolge bereiten sich zwei Drittel der Spieler nicht zielgerichtet auf einen Job nach der Karriere vor. Dabei können nur die wenigsten von dem Geld leben, was sie im Laufe ihrer Karriere verdient haben.

Doch das Karriereende ist auch für Menschen, die ausgesorgt haben, nicht immer leicht zu verkraften. Es bedeutet einen Bruch in der Biografie, wie andere ihn kennen nach einer Krankheit, einem Unfall oder bei plötzlicher Arbeitslosigkeit. Dann brauchen die ehemaligen Spieler neue Herausforderungen und Aufgaben, damit dieser Statusverlust ausgeglichen werden kann. Nicht jeder kann eine Karriere wie Alexander Nouri starten, der im September 2016 überraschend die einmalige Gelegenheit bekam den Bundesligisten zu trainieren und diese Chance entsprechend nutzte.

Weitere Infos zu beruflichen Qualifikationen neben der Fußballerkarriere (www.dhfpg.de/fussball)

Zum ganzen Interview von Alexander Nouri im Deutschlandfunk http://www.deutschlandfunk.de/dlf-sportgespraech-du-bist-kein-team-nur-weil-du-dich-in.892.de.html?dram:article_id=394287

Zum ganzen SPIEGEL-Artikel http://www.spiegel.de/karriere/bundesliga-spieler-das-leben-nach-dem-profi-fussball-a-1161210.html

Zur ganzen Erfolgsgeschichte von Alexander Nouri (www.dhfpg.de/anouri)