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Bedarf an Ernährungsexperten für Kinder und Jugendliche hoch

Nach einer Untersuchung des Robert-Koch-Instituts ist fast jedes sechste Kind in Deutschland übergewichtig. Unter Adipositas, also einem krankhaften Übergewicht, leiden 5,5 Prozent der Mädchen und 6,3 Prozent der Jungen. Dies kann für die Kinder dramatische Folgen haben und dauerhaft zu einer verringerten Lebenserwartung führen.

Kursleiter/in-Fit-Kids

Bewegung spielt schon im Kindesalter eine wichtige Rolle

Die Fettleibigkeit ist mit einer deutlich verkürzten Lebenserwartung verbunden. Der Verlust von gesunden Lebensjahren durch Übergewicht bei jungen Erwachsenen liegt je nach Ausprägung zwischen sechs und 19 Jahren. Das Sterberisiko bei adipösen Jugendlichen ist in den nachfolgenden vier Jahrzehnten fast fünfmal höher als bei ihren normalgewichtigen Altersgenossen. Besonders anfällig sind die Betroffenen für Zuckerkrankheiten, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Die Entwicklung: Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) ist die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas bei der jungen Generation in den letzten zehn Jahren zwar weitgehend unverändert geblieben. Doch kam es zu deutlichen Verschiebungen in den sozialen Milieus. Bei Kindern, deren Eltern wenig Geld verdienen und niedrige oder gar keine Bildungsabschlüsse haben, liegt die Adipositas-Häufigkeit aktuell gut viermal höher als bei Kindern in gut situierten Familien. Noch zu Beginn der 2000er Jahre gab er hier „nur“ einen dreifachen Unterschied.
Da der größte Risikofaktor für kindliches Übergewicht eine ungesunde Ernährung sei, müsse hier zuerst angesetzt werden, fordert die DGKJ. Die Verbände der Kinder- und Jugendärzte sowie die Deutsche Adipositas-Gesellschaft machen sich darum unter anderem für ein Verbot von zuckerhaltigen Getränken an Kitas und Schulen stark. Darüber hinaus setzen sich die Fachleute für eine Zuckersteuer sowie eine Beschränkung von der an Kinder gerichteten Lebensmittelwerbung ein.

Mit der Deutschen Hochschule dual Ernährungsberatung studieren
Präventive Ansätze zu gesundheitsförderndem Verhalten von Kindern und Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Es besteht hohes Potenzial in den Bereichen Ernährungsaufklärung, Ernährungsbildung und Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen. Hierzu qualifiziert der interdisziplinäre Studiengang „Bachelor of Arts“ Ernährungsberatung der DHfPG.