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Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland veröffentlicht

Am 29. November hat das Robert Koch-Institut in Berlin den ersten „Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland 2016“ vorgelegt. Dieser gibt einen Überblick über die Verbreitung und die Ursachen von Krebserkrankungen in Deutschland sowie über die Möglichkeiten der Prävention und Früherkennung (Robert Koch-Institut [RKI], 2016).

Die Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen hat sich nahezu verdoppelt.

Seit 1970 hat sich die Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen in Deutschland nahezu verdoppelt. Wesentliche Ursache dafür ist die gestiegene Lebenserwartung in unserer Gesellschaft. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, eine Krebserkrankung zu erleiden deutlich an. Auch in den kommenden Jahren ist aufgrund der weiteren Zunahme älterer Menschen von einem Anstieg der absoluten Erkrankungszahlen auszugehen.

Die gestiegenen Häufigkeiten lassen sich jedoch nicht vollständig mit der Alterung der Gesellschaft begründen. So wird der Anstieg der Neuerkrankungen auch mit einer höheren Entdeckungsrate für bestimmte Krebserkrankungen erklärt. Darüber hinaus sind die Behandlungs- und Heilungschancen in den letzten Jahrzehnten gestiegen, was zu einem Rückgang der Krebssterblichkeit geführt hat. Beide Faktoren haben dazu beigetragen, dass die absolute Zahl der mit einer Krebserkrankung lebenden Menschen in Deutschland einen deutlichen Anstieg erfahren hat.

Gerade in den wirtschaftlich weiter entwickelten Regionen wie Deutschland wird das Auftreten von Krebserkrankungen mit dem modernen Lebensstil und den damit assoziierten gesundheitlichen Risikofaktoren, wie Rauchen, körperlicher Inaktivität, ungesunder Ernährung oder auch übermäßigem Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Schätzungen zufolge könnten etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen durch eine Modifikation des Lebensstils vermieden werden. Auch bei Personen, die eine Krebserkrankung überstanden haben, tragen die Förderung körperlicher Aktivität, eine gesundheitsbewusste Ernährung oder auch Maßnahmen zur Entspannungsförderung zur Krankheitsbewältigung und zu einer gesteigerten Lebensqualität bei.

Hier setzen die Bildungsangebote der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der BSA-Akademie an, die gemeinsam mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg entwickelt wurden. Der Studienschwerpunkt „Lebensstilintervention und Krebs“ im Rahmen des Master-Studiengangs „Prävention und Gesundheitsmanagement“ qualifiziert die Studierenden zur Planung, Durchführung und Evaluation von Lebensstilinterventionen sowohl zur Vermeidung von Krebserkrankungen wie auch nach abgeschlossener Krebstherapie. Nähere Informationen zu diesem bundesweit einzigartigen Studienangebot finden Sie in der Studiengangsbeschreibung des "Master of Arts" Prävention und Gesundheitsmanagement.

Weitere Informationen:
Bericht des RKI
"Aktiv leben nach Krebs"