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Bewegungsförderung als Public-Health-Strategie

In allen Lebensphasen hat regelmäßige körperliche Aktivität eine herausragende Bedeutung für die Gesundheit und die Lebensqualität. Die Bedeutung von Bewegung und Sport im Erwachsenenalter und die damit zu erzielenden gesundheitlichen Effekte sind heute unstrittig und vielfältig belegt.

Gesundheitscoach

Kinder und Jugendliche gelten zwar insgesamt als gesündeste Bevölkerungsgruppe, dennoch geht man davon aus, dass gerade die bedeutsamen zivilisationsbedingten Erkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, aber auch die Erkrankungen des Bewegungssystems) häufig ihren Ursprung im Kindes- und Jugendalter nehmen. Der zunehmende Bewegungsmangel ist diesbezüglich als zentraler Risikofaktor anzusehen.

Der Mangel an ausreichender gesundheitswirksamer körperlicher Aktivität zieht sich quer durch alle Bevölkerungsgruppen. Bereits im Kindes- und Jugendalter erfüllt insgesamt nicht einmal ein Drittel aller unter 18-Jährigen die Mindestempfehlungen der WHO von täglich 60 Minuten körperlicher Aktivität bei moderater bis mittlerer Intensität. Fatal dabei ist, je älter die Kinder werden, umso weniger bewegen sie sich. Auch etwa 80 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland erfüllt die aktuellen Bewegungsempfehlungen zur Gesundheitsförderung von mindestens 150 Minuten pro Woche moderat-intensive körperliche Aktivität nicht. Es bleibt festzustellen, dass das Wissen um den hohen gesundheitlichen Nutzen körperlicher Aktivität in einem krassen Gegensatz zum tatsächlichen Bewegungsverhalten aller Bevölkerungsgruppen steht.

Es stellt sich daher die Frage, wie in den verschiedenen Lebensabschnitten eine Verbesserung des Bewegungsverhaltens erzielt werden kann. Was fehlt sind geeignete Konzepte und Strategien, wie eine konsequente Bewegungsförderung über die gesamte Lebensspanne hinweg in den Lebensalltag integriert werden kann. Eine gute Zugangsmöglichkeit, um Kinder und Jugendliche zu erreichen, bieten die Kindertageseinrichtungen und Schulen. Hier sind weitere Bemühungen für eine konsequente Bewegungsförderung zwingend notwendig. Erwachsene benötigen gezielte Beratung und Unterstützung für den Aufbau und bei der Beibehaltung eines aktiven Lebensstils. Hierzu liefern die Fitness- und Gesundheitseinrichtungen mit ihren Angeboten eine qualitativ hochwertige Infrastruktur wie auch das entsprechende Fachpersonal. Darüber hinaus sind für berufstätige Erwachsene Maßnahmen zur Verbesserung des Bewegungsverhaltens und der Bewegungsverhältnisse im Kontext Arbeitsplatz erforderlich. Bei alten und älteren Menschen liefern Maßnahmen zur Förderung körperlicher Aktivität im direkten Lebensumfeld auf der Ebene von Städten, Gemeinden und Wohnvierteln einen erfolgversprechenden Ansatz. Würde es gelingen, Bewegungsaktivitäten stärker im Alltag der deutschen Bevölkerung zu verstetigen, dürfte auch mit weitreichenden Konsequenzen im Sinne einer Public Health, also einer Verbesserung der „Volksgesundheit“, gerechnet werden.

Mit der BSA-Akademie zum Gesundheitscoach
Für diese verantwortungsvolle Aufgabe qualifiziert der Lehrgang zum Gesundheitscoach der BSA-Akademie. Er vermittelt den Teilnehmern die Techniken für ein erfolgreiches Individualcoaching und zeigt, wie Maßnahmen der Bewegungsförderung zielgerichtet geplant und in den Lebensalltag der Bevölkerung integriert werden können.

Mit der Deutschen Hochschule zum Präventionsspezialisten
Der duale Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement der Deutschen Hochschule qualifiziert zum Präventionsspezialisten, der Konzepte für gesundheitsfördernde Verhaltensweisen aus den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Entspannung/Stressmanagement plant, koordiniert und umsetzt.