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Bildung und Sport gegen Demenz

Etwa 44 Millionen Menschen weltweit leiden unter Demenz. In Deutschland, so die bisherige Annahme, wird die Zahl von derzeit 1,5 Millionen auf rund drei Millionen steigen.

Sport soll Demenz-Risiko senken

Doch Studien wollen nun herausgefunden haben, was das Risiko zu erkranken senken kann, heißt es in einem Artikel des Spiegel-Online.

Im Jahr 2050 werden laut bisherigen Prognosen global etwa 135 Millionen von Alzheimer und anderen Formen des Vergessens betroffen sein. Doch es ist anscheinend auch denkbar, dass die Zahlen doch nicht so stark steigen werden, wie befürchtet, weil das Demenzrisiko des Einzelnen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten gesunken ist, wie Forscher auf der Jahreskonferenz der American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Washington berichten. Sie stützen sich dabei auf Studiendaten aus Europa und den USA.

Eine dieser Untersuchungen ist die Framingham Heart Study, in der sich zeigte: In der Zeit von 1977 bis 1983 hatten die über 60-Jährigen Teilnehmer ein Risiko von 3,6 Prozent, binnen fünf Jahren an Demenz zu erkranken. Dieses Risiko sank in den folgenden Jahren kontinuierlich und lag in der jüngsten Studienphase (2004 bis 2008) nur noch bei zwei Prozent für die folgenden fünf Jahre. Gleichzeitig stieg auch das durchschnittliche Alter, in dem die Demenz diagnostiziert wurde, von 80 auf 85 Jahre. Allerdings sank das Risiko nur für jene Teilnehmer, die einen Schulabschluss oder einen höheren Bildungsgrad hatten.

Kenneth Langa von der University of Michigan bezeichnet Bildung als einen wichtigen Schutzfaktor vor Demenz. Sie scheine dem Gehirn zu helfen, die durch die Krankheit aufkommenden Probleme zu kompensieren. Anders formuliert: Vor den Veränderungen im Gehirn, die zur Demenz führen, schützt Bildung nicht. Aber sie puffert anscheinend die negativen Auswirkungen zu einem gewissen Grad ab.
Langa berichtet von der US-amerikanischen Health and Retirement Study (HRS), die 20.000 Amerikaner ab 50 Jahren begleitet und seit 1992 Daten sammelt. Im Jahr 2000 hatten demnach 11,7 Prozent der Teilnehmer Demenz, 2010 waren es 9,2 Prozent. Bei den über 85-Jährigen sank der Anteil der Erkrankten im selben Zeitraum von 34,3 auf 27,7 Prozent. Tatsächlich hatten die Teilnehmer im Jahr 2010 im Schnitt auch ein höheres Bildungsniveau als jene zehn Jahre zuvor. Dennoch nahm auch der Anteil von Diabetikern, Übergewichtigen und Bluthochdruck-Patienten zu - alles Risikofaktoren für Demenz.

Sieben große Risikofaktoren für Demenz
Carol Brayne von der University of Cambridge erinnert daran, dass bekannt ist, welche Faktoren - neben dem Alter - das Demenzrisiko entscheidend beeinflussen. Zusammen sollen sie laut einer in "Lancet Neurology" veröffentlichten Arbeit für jeden dritten Fall von Alzheimer-Demenz verantwortlich sein. Es sind:

•    Diabetes
•    Bluthochdruck im mittleren Alter
•    Übergewicht im mittleren Alter
•    Bewegungsmangel
•    Depression
•    Rauchen
•    fehlende Bildung

Bleibt festzustellen, dass regelmäßige Bewegung, ein gesunder Lebensstil und eine gute Bildung dafür sorgen können, nicht von der Krankheit betroffen zu werden. Auch einer Diabetes kann mit einer gesunden Ernährung vorgebeugt werden und dass regelmäßiges Sport treiben gesünder ist als zu rauchen, wissen nicht nur Forscher.

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Hier geht es zum kompletten Spiegel-Online-Artikel.