DHfPG News

Duales Studium bei einem Fahrradhersteller

Julian Biefang (25) ist seit seiner Jugend passionierter Radfahrer und absolvierte bereits seine Berufsausbildung bei einem Fahrradhersteller.

Das Fahrrad immer in der Nähe

Die Leidenschaft zum Beruf gemacht

Vollgas durch Studium und Beruf

Für sein duales Bachelor-Studium der Sportökonomie hat er laut eigener Aussage den perfekten Ausbildungsplatz gefunden – in der Zentrale des bekannten und erfolgreichen Fahrradherstellers Canyon.

Arbeitgeber und Studium wie auf den Leib geschnitten
Wenn ein begeisterter Radsportler bei einem Hersteller hochwertiger Fahrräder arbeiten darf, dann klingt das nach einer idealen Lösung. Bei Julian Biefang ist genau dieser Fall eingetreten. Der 25-Jährige ist beim renommierten Fahrradhersteller Canyon mit Sitz in Koblenz, nahe seiner Heimat, angestellt. Dort absolviert der heimatverbundene Rheinländer seine betriebliche Ausbildung im Rahmen seines dualen Bachelor-Studiums der Sportökonomie. „Ich habe bereits eine Berufsausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel beim Fahrradhersteller Poison Bikes abgeschlossen. Ich wollte mich nach der Ausbildung weiter qualifizieren, allerdings ohne dabei diese schnelllebige Branche für ein allgemeines Hochschulstudium verlassen zu müssen“, erklärt Biefang. Schon während der Ausbildung knüpfte er Kontakte und sammelte erste Berufserfahrung in seiner Lieblingsbranche. Vom dualen Bachelor-Studium der Sportökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) erfuhr der 25-Jährige von einer Freundin in seinem Fitnessstudio. „Sie erzählte mir, dass sie an der Deutschen Hochschule Fitnessökonomie studiert. Ich war vor allem vom dualen Studiensystem begeistert und habe mich daraufhin weiter über die Hochschule und ihr Studienangebot informiert“, erinnert sich der Radsportler. Das Studiensystem besteht aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an bundesweiten Studienzentren. „Beim Studiengang der Sportökonomie fand ich die Kombination aus der sportwissenschaftlichen mit der betriebswirtschaftlichen Seite extrem interessant.“ Schließlich fand er zum für ihn ideal passenden Studiengang auch noch den perfekten Ausbildungsbetrieb: den Fahrradhersteller Canyon.

Produktmanager schon während des Studiums

„Das war in jeder Hinsicht die ideale Lösung für mich. Auch da mir Canyon schon früh viel Verantwortung übertragen hat. Ich bin als Junior-Produktmanager im Bereich Mountain Bike tätig. Dort habe ich mit den Crosscountry- und Marathon-Bikes sogar meinen eigenen Verantwortungsbereich“, beschreibt er. Durch den breiten Tätigkeitsbereich kann er auch besonders viele Studieninhalte schon während des Studiums in der Praxis umsetzen. „Gerade der Bereich BWL fiel mir vielleicht etwas leichter als anderen Kommilitonen, da ich schon die kaufmännische Ausbildung abgeschlossen habe. Darum lief der Transfer dieses Wissens in meine praktische Arbeit auch relativ einfach ab.“ In seiner täglichen Arbeit verhandelt er mit Lieferanten, kalkuliert Kosten und arbeitet zudem eng mit den Produktdesignern und Ingenieuren zusammen. „Den sportlichen Teil der Studieninhalte nutze ich nicht nur für meine Arbeit, sondern auch für meinen eigenen Leistungssport“, führt Biefang aus. Neben Studium und Beruf trainiert er circa 15-20 Stunden in der Woche auf dem Rad, fährt aktiv Rennen und will sich sogar für die kommende Marathon-WM qualifizieren. „So kann ich Leidenschaft, Beruf und Freizeit immer miteinander verknüpfen. Man könnte auch sagen, ich hätte dadurch wenig Freizeit, dabei ist die Zeit auf dem Rad für mich Freizeit“, stellt er klar. Sogar während der Arbeitszeit kann er sozusagen als Produkttester agieren und Testfahrten auf dem Bike machen. So kann er Spaß mit Arbeit ideal verbinden.

Mit dem Master-Studium zum Experten der Sportbranche
Die Kombination aus Arbeit und Studium hat für den Radsportbegeisterten laut eigener Aussage einwandfrei funktioniert. Die Kombination aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen und seiner betrieblichen Ausbildung hat ihm dennoch genug Zeit gelassen, sich auch weiter auf seinen Leistungssport konzentrieren zu können. „Man sollte sich selbst gut organisieren können. Dafür kann ich mir einteilen, wann und wo ich lerne. Dabei hilft es mir, dass die Hochschule mir alle nötigen Studienunterlagen zur Verfügung stellt. Die Präsenzphasen sind zudem so kompakt, dass ich meine Projekte trotzdem weiter betreuen konnte. Das ist für meinen Arbeitgeber natürlich ideal.“ Die Präsenzphasen, die alle vier bis sechs Wochen für drei bis fünf Tage stattfinden, besuchte er in Stuttgart. „Ich habe mich immer sehr auf die Präsenzphasen gefreut, da durch die kleine Klasse eine sehr gute Gemeinschaft entstanden ist. Die Dozenten haben die Lehrinhalte dann während des Unterrichts sehr praxisnah vermittelt“, fasst er zusammen. Aus diesem Grund sprach für Julian Biefang auch nichts dagegen, sofort den neu eingeführten „Master of Arts“ Sportökonomie an der Deutschen Hochschule anzuschließen. „Das halte ich für am sinnvollsten. Ich werde im Sommer nach dem Bachelor-Abschluss direkt mit dem Master weitermachen. Jetzt bin ich drin, jetzt habe ich mich an diesen Rhythmus aus Arbeiten und Studieren gewöhnt. Außerdem befürwortet mein Arbeitgeber diesen Entschluss und übernimmt sogar meine Studiengebühren.“ Die Verantwortlichen der Canyon Bicycles GmbH, die über 700 Mitarbeiter umfasst, haben erkannt, dass sich der Junior-Produktmanager trotz des Studiums als vollwertige und kompetente Arbeitskraft bewiesen hat. „Ich erhalte auch schon jetzt ein meiner Jobbezeichnung entsprechendes Gehalt und will mit einer Weiterqualifikation zum Master zum Branchenexperten werden. Natürlich habe ich dazu noch das Glück, dass die Deutsche Hochschule genau zum Sommersemester 2016 den „Master of Arts“ Sportökonomie einführt. So ist ein nahtloses Weiterstudieren für mich möglich.“