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Ein Studium aus Leidenschaft zum Kraftsport

Tim Sinzig, alias „JayQu“, ist ein passionierter Kraftsportler, der seine Leidenschaft für den Bodysport vor acht Jahren für sich entdeckte. Heute ist der 23-Jährige ein erfolgreicher Nachwuchs-Bodybuilder. Als „JayQu“ ist er mit Fitness- und Ernährungsvideos im Social Network aktiv und studiert seit drei Jahren den dualen „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie. Jüngst wurde er sogar vom FOCUS-Magazin zu seiner Entwicklung vom schmalen Teenie zum ambitionierten Kraftsportler interviewt.

Unter dem Künstlernamen "JayQu" im sozialen Netz unterwegs

Er nahm inzwischen auch an ersten Bodybuilding-Wettbewerben teil

"JayQu" möchte sich ein zweites Standbein als Personal-Trainer aufbauen

Vom Fußball zum Fitnesssport
Bis er 15 war spielte Tim Sinzig, wie Millionen andere Kinder und Jugendliche in seinem Alter, regelmäßig Fußball. Doch im Teenageralter wandelten sich die Interessen und der Fußball stand für ihn nicht mehr im Fokus. Damals war er eher schmächtig, saß gerne vor dem PC und zockte. „Meine Mutter meinte, ich solle mich auf jeden Fall weiter in irgendeiner Form sportlich betätigen. Also schleppte sie mich ins Fitness-Studio, in dem auch sie trainierte und ich machte meine ersten Übungen an den Trainingsgeräten“, denkt Tim Sinzig zurück. Das erste Jahr verlief dabei in der Tat etwas schleppend. Ein- bis zweimal pro Woche quälte sich der Schüler ins Studio, saß aber nach wie vor lieber am Rechner. Doch dann legte etwas bei ihm den Schalter um. „Ich blieb dabei und sah erste Ergebnisse. Wenn man mit der Zeit bemerkt, dass sich etwas tut, dann motiviert einen das ungemein. Ich stand vor dem Spiegel und bemerkte die körperliche Veränderung. Damit wuchs natürlich auch der Ehrgeiz und die Disziplin weiterzumachen“, blickt er zurück. Die Trainingseinheiten häuften sich, aus dem heranwachsenden Teenie, der gerade einmal knapp 60 Kilo auf die Waage brachte, wurde langsam ein austrainierter junger Mann. „Es hat etwas ungemein motivierendes, wenn man seinen Körper nach eigenem Vorbild und Vorstellungen vor Augen formen kann.“ Das Trainingspensum stieg auf sechsmal die Woche. Dabei machte er aber auch vorschriftsmäßig sein Abitur, um sich im Anschluss Gedanken über seinen weiteren Werdegang zu machen. Er entschloss sich seine Leidenschaft zum Beruf zu machen und ab sofort auch beruflich in die Fitnessbranche einzusteigen.

„Sein“ Studio als Ausbildungsbetrieb
Er informierte sich über Berufs- und Studienmöglichkeiten und landete schnell bei der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Dabei entschied er sich für den dualen Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie. „Ich habe das Glück, den betrieblichen Teil meines Studiums in dem Fitnessstudio absolvieren zu dürfen, in dem ich auch schon seit Jahren trainiere“, beschreibt er. Sein Studium besteht aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an einem der zwölf Studienzentren der DHfPG. Dabei besucht der aus Bad Honnef gebürtige angehende Fitnessökonom die Präsenzphasen im nahegelegenen Köln. „Die Präsenzphasen an der Hochschule könnten fast noch öfter sein. Der Stoff fällt mir sehr leicht und ich kann daraus viel mitnehmen für meine Arbeit. Mir gefällt, dass die Dozenten aus der Praxis kommen“, erläutert der Fitnesssportler. Das Lernen zwischen Arbeit und Präsenzphasen macht ihm Spaß, da es zu einem großen Teil die Themengebiete abdeckt, die ihn von Natur aus interessieren. „Natürlich interessiert mich gerade der Bereich Trainingslehre auch sehr, um mein eigenes Training zu optimieren. In meinem Ausbildungsbetrieb gibt mir das Gelernte außerdem die gewisse Sicherheit im Umgang mit den Mitgliedern“, führt er aus. Doch nicht nur im Bereich Trainingslehre nutzt er seine erworbenen Kenntnisse. Zwar steht er gerne auf der Trainingsfläche und führt die Mitglieder zu ihrem gewünschten Erfolg, übernimmt aber auch andere Aufgaben im Studio. „Ich wurde eigentlich schon überall eingesetzt. Dadurch, dass wir nur über drei feste Mitarbeiter verfügen, habe ich sowohl schon Aufgaben in der Buchhaltung übernommen, als auch im Vertriebs- und Marketingbereich. Das ging vom Verkauf an der Theke bis hin zu Marketingaktionen auf Veranstaltungen in der Region“, fasst er zusammen. Zu seinem Ausbildungsleiter pflegt er ein gutes Verhältnis und genießt bei ihm auch volles Vertrauen. „Für Klausuren oder Hausarbeiten habe ich auch mal die nötige Zeit zum Lernen bekommen. Gerade jetzt, wo ich an meiner Bachelor-Thesis schreibe, kann ich den einen oder anderen arbeitsfreien Tag gut gebrauchen.“

Als „JayQu“ im Social Network aktiv
Als er die ersten Erfolge durch sein regelmäßiges Training im Spiegel sah, entschied er sich ein Foto auf Facebook hochzuladen. „2009 habe ich das erste Bild hochgeladen und habe dafür sehr viel Zuspruch bekommen. Es kamen aber auch Fragen auf von Personen, die ebenfalls an Fitnesstraining interessiert sind. Nach diesem guten Start entschied ich mich weiter Bilder zu posten. Außerdem habe ich Fragen beantwortet und meine persönlichen Fitness- und Ernährungstipps gegeben“, fasst Tim Sinzig zusammen. Nach und nach baute er seine Social Media-Aktivitäten weiter aus und fing an, ganze Youtube-Videos ins Netz zu stellen. „Um die Privatsphäre dabei etwas zu schützen, habe ich mir den Künstlernamen JayQu zugelegt. Es macht einfach großen Spaß auf Twitter, Youtube oder Facebook aktiv zu sein und Trainingsvideos zu erstellen, Fragen zu Ernährung zu beantworten und Trainingstipps zu geben“, ist er begeistert. Sogar das FOCUS-Magazin wurde für seine Ausgabe, vom 24. September 2016 mit dem Hauptthema „Die Heilkraft der Muskeln“, auf den Kraftsportler aufmerksam und interviewte ihn für einen Fachartikel zu seiner Geschichte vom schmächtigen Teenie zum Bodysportler. Im vergangenen Jahr musste er mit seinen Social Media-Aktivitäten allerdings etwas kürzer treten. Immerhin neigt sich das Studium seinem Ende entgegen und er ist gerade dabei seine Bachelor-Thesis zu schreiben. Außerdem nahm er inzwischen auch an ersten Bodybuilding-Wettbewerben teil. Doch spätestens nach dem Studienabschluss sollen wieder weitere Tweets und Videos von „JayQu“ folgen.

Viele Optionen nach dem Bachelor-Abschluss
„Das Bodybuilding ist momentan natürlich noch auf amateurmäßigem Niveau, aber damit möchte ich natürlich weitermachen und mir höhere Ziele setzen. Ich bin erst 23 und da gibt es auf jeden Fall noch Entwicklungspotenzial.“ Das gleiche Potenzial bietet sich ihm auch beruflich. Nachdem er seinen Bachelor-Abschluss erreicht hat, will er dennoch zunächst bei seinem Ausbildungsbetrieb bleiben. „Es kann nicht schaden, noch weiter Erfahrung zu sammeln. Aber ich möchte mir nebenbei auch ein zweites Standbein als Personal-Trainer aufbauen. Dann werde ich auch wieder mehr im Social Network aktiv sein“, blickt Tim Sinzig alias „JayQu“ nach vorne. „Für die weitere berufliche Zukunft kann ich mir auch vorstellen, in einer Anstellung im Marketing einer großen Fitnesskette zu arbeiten oder allgemein eine verantwortungsvolle Aufgabe in einer erfolgreichen Studiokette zu übernehmen. Dabei bleibe ich natürlich meinem Training treu, denn auch das Bodybuilding wird weiter Teil meines Lebens bleiben“, ist er sicher. Die Disziplin, die er sich durch seinen Trainingsfleiß angelernt hat, konnte er auch für sein Studium nutzen, um es nach 3,5 Jahren nun bald erfolgreich abzuschließen.