DHfPG News

Emotionen – die Macht, die uns maßgeblich bestimmt

Wir ärgern uns schwarz, strahlen vor Glück oder fürchten uns zu Tode. Emotionen bestimmen und beeinflussen unser tägliches Leben und Verhalten. Nahezu rund um die Uhr stehen wir unter deren Einfluss.

Emotionen bestimmen das tägliche Leben

Als Reaktion auf den stetig eintreffenden Informationsfluss werden Emotionen von unserem Gehirn generiert und lenken so unser Denken und Handeln. Doch was genau sind eigentlich Emotionen und wie entstehen sie? Welche Funktionen haben Emotionen – wozu sind sie gut?

Neurowissenschaftler verstehen unter "Emotionen" psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Wissenschaftliche Befunde zeigen, dass bei der Entstehung und Regulation von Emotionen mehrere unterschiedliche Hirnareale aktiv sind. Dazu zählen Teile der Großhirnrinde und das sogenannte limbische System, ein stammesgeschichtlich alter Teil unseres Gehirns. Besondere Bedeutung kommt hier der Amygdala zu, welche insbesondere bei negativ getönten Emotionen und Angstreaktionen eine erhöhte Aktivität aufweist.
Die Funktionen von Emotionen sind dabei vielseitig. Aus evolutionärer Sicht spielen Emotionen eine wichtige Rolle bei Motivation, Verhalten und Aufmerksamkeit. Emotionen bringen uns dazu, zu handeln, unsere Aufmerksamkeit auf gewisse Anreize zu lenken, welche für uns angenehme oder unangenehme Folgen haben könnten und geben uns Signale, damit wir unser Verhalten anpassen, um diese Folgen zu erlangen oder ihnen auszuweichen.

Doch ist die Erforschung der Emotionen nicht einfach, denn so flüchtig und subjektiv, wie Gefühle nun einmal sind, kann man sie oft nur schwer messen und bewerten. Wichtige Erkenntnisse konnten durch Patienten mit Hirnläsionen gewonnen werden. So zeigte sich z. B., dass Patienten mit einer Schädigung der Amygdala Angst bei ihren Mitmenschen schlechter erkennen konnten als gesunde Menschen. Doch auch bei Menschen ohne derartige Hirnschäden treten teils Probleme bei der Emotionsregulation und -deutung auf. So haben z. B. Autisten große Schwierigkeiten Emotionen bestimmten Gesichtern zuzuordnen. Ähnliche Symptome werden auch bei Menschen mit Schizophrenie, Schlaganfall oder Demenz berichtet. Dies kann zum Teil schwerwiegende Auswirkungen auf das soziale Zusammenleben haben. Dies verdeutlicht, wie bedeutend die Emotionsregulation und -deutung für unser tägliches Miteinander ist, denn Emotionen sind die Macht, die uns maßgeblich bestimmt.

Studieninhalte aus der Psychologie an der Deutschen Hochschule
Auch während eines Studiums an der Deutschen Hochschule, deren Studienangebot sich auf den Zukunftsmarkt Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit konzentriert, können Studierende weitreichende Kompetenzen aus dem Fachbereich Psychologie erwerben. Dazu zählt unter anderem das Modul „Psychologie des Gesundheitsverhaltens“, welches Teil des Studienganges „Bachelor of Arts“ Gesundheitsmanagement ist. Im weiterführenden Studiengang zum „Master of Arts“ Prävention und Gesundheitsmanagement" gibt es zudem die wählbaren Studienschwerpunkte Sportpsychologie und Stressmanagement.