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Entspannung für Kinder als Ausgleich zur Reizüberflutung

Die Schnelllebigkeit, der Stress und die Hektik unserer Gesellschaft haben schon Einfluss auf unsere Kinder. Sie sind unruhig, zappeln, wollen abends nicht schlafen oder zeigen Ängste und psychosomatische Beschwerden.

Systematische Entspannungsmethoden finden auch bei Kindern Verwendung

Die Reizüberflutung, die auf die Kinder einströmt in Form der digitalen Medien, die Anforderungen in der Schule und in Vereinen oder auch im familiären Umfeld führen zu Stresssymptomen und einem Gefühl der Anspannung. Wenn die Kinder nicht wissen wie sie mit diesen „Gefühlen“ und Anforderungen umgehen können, kann sich daraus eine chronische Überforderung entwickeln, die sich in unterschiedlicher Form äußern kann. Oftmals kommt es zu psychosomatischen Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen, zu Unruhe oder Aggressionen, aber auch zu ungeeigneten Bewältigungsstrategien, wie beispielsweise übermäßigem Essen.

Die Systematischen Entspannungsmethoden, die bei Erwachsenen Anwendung finden, wie das Autogene Training nach Schultz oder die Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, haben auch einen festen Platz in der Therapie von Kindern und Jugendlichen. Das Autogene Training ist ein Verfahren der Selbstsuggestion, bei dem über die Psyche Einfluss auf den Körper genommen wird. Bei der Progressiven Muskelentspannung wird durch die An- und Entspannung verschiedener Muskelgruppen ein allgemeiner Entspannungszustand erreicht.

In der therapeutischen Arbeit mit Kindern zeigte sich bereits früh, dass die systematischen Entspannungsverfahren für die verschiedenen Altersgruppen abgewandelt werden bzw. dass andere Formen der Entspannung zum Einsatz kommen müssen. Für die Jüngsten (4-5 Jahre) eignen sich Sing- und Bewegungsspiele, Atemübungen und Entspannungsrituale. Für ältere Kinder werden das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung in abgewandelter, altersangemessener Form vermittelt. Die Grundformen des Autogenen Trainings werden beispielsweise in die Kapitän-Nemo-Geschichten von Ulrike Petermann eingebettet, die die Kinder mit auf verschiedene Unterwasserausflüge nehmen. Die Progressive Muskelentspannung wird in einer Kurzform und teilweise in Kombination mit Phantasiereisen durchgeführt.

Das Erlernen von Entspannungsverfahren soll den Kindern helfen, besser mit alltäglichen schulischen Belastungen umzugehen, ihre Konzentration zu verbessern und in Prüfungssituationen einen klaren Kopf zu behalten. Bei verschiedenen Erkrankungen können Entspannungsverfahren zu einer Besserung der Symptomatik beitragen, wie bei Schlafstörungen, Ängsten, Schmerzen etc. Neben dem therapeutischen Einsatz hat die Entspannung auch einen festen Platz in der Prävention, wobei hier der Chronifizierung von Verhaltensweisen vorgebeugt werden soll und die Kreativität und Phantasie der Kinder durch imaginative Verfahren gefördert werden können.

Welches Entspannungsverfahren für ein Kind geeignet ist, muss anhand der Indikation, des Alters und der Persönlichkeit des Kindes entschieden werden.

Psychologie des Gesundheitsverhaltens und Stressmanagement als Studieninhalte
An der Deutschen Hochschule werden psychologische Themengebiete in Form von Modulen oder Studienschwerpunkten behandelt. Der duale Studiengang zum „Bachelor of Arts“ Gesundheitsmanagement, dessen Schwerpunkt in der Gesundheitswissenschaft liegt, beinhaltet das Modul „Psychologie des Gesundheitsverhaltens“. Im aufbauendem Studiengang zum „Master of Arts“ Prävention und Gesundheitsmanagement wird „Stressmanagement“ als Studienschwerpunkt angeboten.

Weitere Informationen:
"Bachelor of Arts" Gesundheitsmanagement
"Master of Arts" Prävention und Gesundheitsmanagement