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Experten diskutieren über Gesundheitsschutz im Betrieb

Am 28. April fand im viasit Tagungscenter in Neunkirchen das 6. Symposium Betriebliches Gesundheitsmanagement statt. Als Expertin wirkte unter anderem Andrea Pieter, Prorektorin der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement und Fachbereichsleiterin Psychologie und Pädagogik, an der Veranstaltung mit dem Thema „Psychische Gesundheit – ein wertvolles Gut im Unternehmen", mit.

Prof. Dr. Andrea Pieter am Infostand der BSA-Akademie

Prof. Dr. Andrea Pieter bei der Leitung ihres Workshops

„Stress kann zu psychischen Fehlbelastungen führen und diese wiederum zu psychischen Erkrankungen, die immer häufiger auftreten“, erläuterte Reinhold Jost, Saarlands Minister für Umwelt und Verbraucherschutz vor den Teilnehmern des Symposiums zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement „Psychische Gesundheit – ein wertvolles Gut im Unternehmen“ in Neunkirchen. Nach Muskel-Skelett-Erkrankungen und Atemwegserkrankungen waren im Jahr 2015 die psychischen Erkrankungen der dritthäufigste Grund für Krankschreibungen.

Stress kann viele Ursachen haben. Er wird nicht immer nur durch Zeitmangel oder hohe Arbeitsdichte ausgelöst. Auch monotone Tätigkeiten, ständige Erreichbarkeit oder die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes können Stress verursachen.

In diesem Zusammenhang wies der für Arbeitsschutz zuständige Minister auch auf das Programm der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) „Psyche“ sowie das seit Januar geltende Präventionsgesetz hin, das Betrieben zusätzliche Möglichkeiten bietet, gemeinsam mit Krankenkassen und anderen Kooperationspartnern mehr für die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu tun.
Themenschwerpunkt des Symposiums, das in regelmäßigen Abständen mit den Kooperationspartnern Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e. V., Johannesbad AG & Co. KG, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, saar.is sowie dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt wird, war die psychische Gesundheit der Arbeitnehmer als wertvolles Gut im Unternehmen. Prof. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute, Johannesbad AG & Co. KG,  verdeutlichte in seinem Vortrag, dass die Unternehmen durchaus im eigenen Interesse handeln, wenn sie sich um Wohlbefinden und Arbeitszufriedenheit ihrer Beschäftigten aktiv kümmern.

Der 28. April ist auch Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz – ein guter Grund für Arbeitsschützer und Arbeitgeber, aber auch für die Beschäftigten selbst, darüber nachzudenken: Wie ist es um den Gesundheitsschutz im Betrieb bestellt? Was könnte verbessert werden?
Auf der Veranstaltung in Neunkirchen konnten in den Fachvorträgen und den Workshops hierzu kreative Vorschläge vermittelt werden, vor allem die Botschaft, dass es sich für alle Beteiligten lohnt, sie in der betrieblichen Praxis umzusetzen.

Andrea Pieter, Prorektorin Forschung an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, referierte beispielsweise über das Thema „Arbeiten 4.0 – Prävention psychosozialer Belastungen in der digitalen Arbeitswelt“ und leitete zudem den Workshop „Entspannungstraining am Arbeitsplatz“.