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Gleichbleibende Leistung – Fluch oder Segen?

Ob das Erreichen des Wunschgewichts durch eine Diät oder das Erreichen von sportlichen Zielen: In gewissen Phasen kommt man nicht mehr voran, stagniert auf einem gleichbleibenden Status. Das wirkt frustrierend.

 

Coaching
Andrea Pieter

Andrea Pieter

Diesen Stillstand nennt man den sogenannten Plateau-Effekt. Sich einfach mehr anzustrengen, wäre in diesem Fall jedoch das falsche Rezept. Aber warum?

Wir können die Stagnation nicht akzeptieren – ein Stocken und wir zweifeln an uns und an der Welt. Die meisten Plateauphasen erleben die Menschen als Krisen, die sie bedrücken. Sie bemühen sich sehr und erreichen trotzdem das Ziel nicht. Das ist immer ärgerlich. Jedes Jahr will eine Vielzahl von Mitgliedern in Studios ein paar Kilos abnehmen. Nach kurzer Zeit sind zwei Kilo runter und danach passiert einfach nichts mehr. Und hier ist es wichtig, nicht direkt aufzugeben, sondern die Plateauphasen als normal für alle menschlichen Erfahrungen zu betrachten. Bei vielen Aktivitäten wechseln sich Fortschritte und Stillstand ab. Einige ruhige Phasen sind für uns bestimmt willkommen, weil wir die Ruhe genießen können.
Es wäre aber jetzt sehr unklug, die Diät aufzugeben – schließlich haben wir so viel Energie investiert. Das problematische an der Sache ist, dass manche Plateauphasen uns daran hindern voranzugehen und uns zu verbessern.

Egal ob es um Musik, Sport oder Fremdsprachen lernen geht – wir können gut Grundtechniken und Automatismen umsetzen, aber wir sind noch keine Meister. Man sollte diese Komfortzone, laut Andrea Pieter, Rektorin an der DHfPG, aber auch wieder verlassen und sich sehr genau überlegen, wie die bisherige Entwicklung, beispielsweise in der Form einer Lernkurve, aussieht. „Was haben wir erreicht und wie weit ist es noch? Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten liefert uns unsere Selbstwirksamkeitserwartung, der Glaube an die eigenen Fähigkeiten und die Bereitschaft uns zu verbessern, helfen uns den Stillstand zu verlassen“, erklärt Andrea Pieter. Die Aufgabe eines Coaches oder des Trainers sei es dabei, neue Methoden vorzugeben und die kreativen Pausen klug zu dosieren.

 

Mit Studieninhalten der DHfPG Kompetenzen im mentalen Bereich aneignen

Die Wichtigkeit mentaler Stärke, um Ziele zu erreichen ist unumstritten. Auch an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement werden in verschiedenen Modulen immer wieder psychologische und mentale Aspekte behandelt. So zum Beispiel beim dualen Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement. Hier wird die Psychologie des Gesundheitsverhaltens untersucht. Beim Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement werden im Studienschwerpunkt „Coaching“ ebenfalls solche Aspekte vermittelt.