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Keine Hürden auf dem Weg zum Studienabschluss

Eva Strogies muss nur sportlich Hürden überwinden, denn ihr duales Studium zum „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement ist ideal mit ihrem Leistungssport vereinbar. Die dual Studierende ist eine der besten 100m Hürden-Läuferinnen in Deutschland und will zu Olympia in Rio.

Eva Strogies muss dank des Studiensystems der DHfPG auf keine Trainingseinheit verzichten

Eventuell auch bald Trägerin einer olympischen Medaille

Eva Strogies ist mit dem Studium optimal für die Karriere danach gewappnet

Duales Studium beim eigenen Verein
Ihre Leistungskurve zeigt in den vergangenen Jahren stetig nach oben und die Entwicklung der 25-jährigen 100m Hürden-Sprinterin Eva Strogies scheint noch lange nicht am Ende. Und das gelingt ihr, obwohl oder gerade weil sie dual Studierende des „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG ist. Denn sie hat das Glück ihre betriebliche Ausbildung im Rahmen des Studiums bei ihrem Heimatverein TV Wattenscheid 01 absolvieren zu können. Da es sich bei dem Studiensystem um ein Fernstudium handelt, bei dem die Studierende nur alle 4-6 Wochen für wenige Tage zu den Präsenzphasen an einen der Stützpunkte muss, ist dieses Studium für sie als Sportlerin ideal. Da ich in Aachen wohnhaft bin, sind die Anfahrtswege nicht besonders weit. Das Studiensystem kommt mir allgemein entgegen, da ich nicht auf mein tägliches Training verzichten muss, wie ich es bei einem Vollzeitstudium hätte tun müssen“, erklärt die gebürtige Bingenerin. Bis zu 25 Stunden in der Woche investiert sie in ihr eigenes Training. Dazu ist sie im Rahmen ihrer betrieblichen Ausbildung unter anderem als Trainerin tätig. Auf der Laufbahn fühlt sie sich auch wohler als im Büro.

Durch das Stipendium „Aktiver Leistungssport“ gefördert
Trotz der immer größeren Erfolge in der jüngsten Vergangenheit ist der Verdienst als Leistungssportlerin im Bereich Leichtathletik nicht der größte. „Man kann sagen, dass ich 95 Prozent von dem Preisgeld welches ich verdiene, gleich wieder in meinen Sport hineinstecke, zum Beispiel für Trainingsmaterial oder Sporternährung“, gibt die Hürdensprinterin zu Verstehen. Umso mehr hat sie sich über die erfolgreiche Bewerbung um das Deutschlandstipendium „Aktiver Leistungssport“ gefreut. Damit wurden auch ihre jüngsten sportlichen Erfolge honoriert. „Ich habe mich das Jahr zuvor schon einmal dafür beworben, da hat es leider nicht geklappt. Umso glücklicher bin ich, dass es im zweiten Anlauf geklappt hat. Es gibt mir einen gewissen Halt und die nötige Sicherheit, dass ich den Rücken frei habe, um meine sportlichen Ziele zu erreichen“, führt sie aus. Bei einem dualen Bachelor-Studium an der DHfPG übernimmt in der Regel der Ausbildungsbetrieb die Studiengebühren und zahlt sogar ein Azubigehalt, sodass Sportler und Studierende auch ohne Stipendium die Möglichkeit haben, ihr Studium ohne finanzielle Sorgen zu absolvieren. Eva Strogies bekommt durch das Stipendium eine zusätzliche Unterstützung und ist zudem auf einem guten Weg, was die Planung für die berufliche Karriere nach der Sportlerkarriere angeht. Da sie schon ein paar Male mit langwierigen Verletzungen zu tun hatte, weiß sie, wie schnell der Traum vom großen Erfolg ausgeträumt sein kann.

Auf Umwegen zum Studium in der Fitness- und Gesundheitsbranche gekommen
Vor dem Studium an der Deutschen Hochschule wollte die Sprinterin eigentlich bei der Polizei Baden-Württemberg eine Karriere machen, wo sie vor ihrer Zeit in Aachen wohnhaft war, auch mit dem Hintergrund ein Teil der Sportfördergruppe zu werden. Doch eine Verletzung hindert sie daran ihren Polizeidienst zu beginnen, obwohl sie schon eine Zusage hatte. Da sie ein ganzes Jahr hätte warten müssen, um den Dienst bei der Polizei anzutreten, entschied sie sich neu zu orientieren. Als Leistungssportlerin war ein Studium im Bereich Prävention, Fitness, Sport und Gesundheit wie an der DHfPG für sie am interessantesten. „Zu dieser Zeit bin ich auch zu meinem Freund nach Aachen gezogen. Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich froh bin, dass alles so gelaufen ist, wie es eben gelaufen ist“, resümiert die 25-Jährige. Da die DHfPG bundesweit über zehn Studienzentren verfügt, war auch der Umzug in ein anderes Bundesland kein Problem und sie konnte das duale Bachelor-Studium der Fitnessökonomie aufnehmen. Auch wenn sie durch ihre Leistungssportkarriere schon über viel Fachwissen verfügt, hat ihr das Studium doch neue Erkenntnisse gebracht. „In meiner Trainerarbeit für den TV Wattenscheid 01 profitiere ich von den vermittelten Lehrinhalten aus den Modulen der Trainingslehre. Auch die medizinischen Grundlagen waren für mich persönlich sehr interessant.“ Gerade weil Eva Strogies schon mit Verletzungen zu kämpfen hatte, war ihr Interesse an diesem Modul besonders hoch. Doch inzwischen hat sich die 25-Jährige längst rehabilitiert und blickt entschlossen auf ihr Ziel – Rio 2016!

2016 steht nur Olympia im Fokus
2015 erlitt Eva Strogies noch einen Bandscheibenvorfall, der ihren Weg nach oben aber nur kurz aufhalten konnte. Denn insgesamt geht die Leistungskurve von ihr steil bergauf. „Ich habe noch nie so gut und so hart trainiert, konnte seit der Hallensaison ohne Ausfälle und Einbußen durchtrainieren. Auch wenn ich weiß, dass die Konkurrenz groß ist und mindestens sechs starke Läuferinnen die Chance haben, eines der drei Tickets nach Rio zu lösen, glaube ich an mich.“ Bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg im vergangenen Jahr wurde sie Dritte, bei der Universiade im südkoreanischen Gwangju konnte sie einen sehr guten fünften Platz erreichen. Die entscheidenden Wettkämpfe für die Olympiaqualifikation stehen für die 25-Jährige unmittelbar bevor. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni (sie erreichte den fünften Platz bei der DM 2016 in Kassel) und der darauf folgenden Europameisterschaft in Amsterdam werden die Weichen gestellt. Doch Eva Strogies macht sich keinen zu großen Druck. „Ich will noch mindestens vier oder fünf Jahre auf hohem Niveau laufen, daher liegt der Höhepunkt meiner Karriere eventuell auf eher Olympia 2020“, blickt sie voraus. Dennoch wäre eine Qualifikation in diesem Jahr eine Genugtuung für die Hürdensprinterin. Nach vielen Verletzungen hat sie sich immer wieder zurückgekämpft. Nun ist sie schnell und erfolgreich wie nie zuvor und den Erfolg hat sie auch auf ihr Studium übertragen können. Wenn alles gut läuft, wird sie noch in diesem Jahr ihre Bachelor-Thesis einreichen und das Jahr als Olympiateilnehmerin und „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie abschließen.