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Körperliche Inaktivität am Arbeitsplatz

Aufgrund der sich verändernden Bedingungen in der Arbeitswelt wird der Anteil körperlicher Aktivität im Arbeitsleben immer weniger. Fast jeder zweite der knapp 40 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland ist mittlerweile ein Arbeitsplatz mit einer sitzenden und damit bewegungsarmen Tätigkeit.

Zu wenig Bewegung am Arbeitsplatz

Dabei ist unser Muskel-Skelett-System auf Bewegung und damit Belastungswechsel angewiesen. Bislang vorliegende wissenschaftliche Studien zeigen widerspruchsfrei auf, dass das Risiko für die Inzidenz eines Diabetes Typ 2, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch für Muskel-Skelett-Erkrankungen durch körperliche Inaktivität, insbesondere durch langandauernde Sitzzeiten, steigt. In diesem Zusammenhang führt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin derzeit eine Pilotstudie zur objektiven Beschreibung von körperlichen Inaktivitätsmustern im betrieblichen Setting durch. Die Studie ist Teil eines Projektbündels zum Thema körperliche Inaktivität am Arbeitsplatz und hat eine Laufzeit bis Ende September diesen Jahres. Im Rahmen der Studie werden in Deutschland erstmals Messmethoden eingesetzt, die Aktivitätsmuster valide über einen längeren Zeitraum aufzeigen können und darüber hinaus Körperhaltungen und -bewegungen (wie sitzen, stehen, gehen, laufen, Treppen steigen oder Fahrrad fahren) identifizieren. Die an einer Stichprobe mit sitzenden Tätigkeiten durchgeführte Querschnittsstudie soll dabei die Bewertung von Interventionseffekten von Maßnahmen zur Steigerung der körperlichen Aktivität und der Reduzierung von Sitzzeiten am Arbeitsplatz verbessern.

Ungeachtet dieser Studie benötigen Unternehmen zunehmend fachliche Kompetenzen in Form von gut ausgebildeten Fachleuten und Experten, um sowohl arbeitsbezogene als auch personenbezogene Determinanten für körperliche Inaktivität identifizieren und daraus passgenaue Interventionsmöglichkeiten ableiten zu können. Infolgedessen gewinnt die Qualifizierung von Beratern und Dienstleistern auf diesem Gebiet, aber auch der im Unternehmen für BGM verantwortlichen Personen immer mehr an Bedeutung.

Gesundheitsmanagement als dualer Bachelor-Studiengang
Die Bildungslösungen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG und der BSA-Akademie sind exakt auf diese Themen zugeschnitten. Der duale Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement qualifiziert die Absolventen unter anderem dafür, die betriebliche Gesundheitsförderung im Unternehmen mit eigenem betrieblichem Gesundheitsmanagement zu planen, zu koordinieren und zu führen.

Weitere Informationen:
Gesundheitsmanagement - Bachelor of Arts
Projektbündel: Körperliche Inaktivität am Arbeitsplatz