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„Life is movement“ – Reger Austausch beim 5. Parlamentarischen Abend in Berlin

Die Fitness- und Gesundheitsbranche hat sich als Wachstumsmarkt der Deutschen Wirtschaft längst etabliert. Am Dienstag, 19. April 2016, veranstaltete der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV) gemeinsam mit Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)/BSA-Akademie einen Parlamentarischen Abend in Berlin, bei dem sie Vertreter aus Politik, Krankenkassen und Wirtschaft über die Leistungsfähigkeit der Branche informierten.

Parlamentarischer Abend in der saarländischen Landesvertretung

Teilnehmer der Diskussionsrunde

Aktuelle Zahlen der Branche
Die deutsche Fitness-Wirtschaft ist ein maßgeblicher Treiber, wenn es darum geht, die Folgen des demografischen Wandels abzufedern und die Gesellschaft bis ins hohe Alter leistungsfähig zu halten. Das zeigen auch die im März 2016 veröffentlichten Zahlen in den "Eckdaten der deutschen Fitness-Wirtschaft", nach denen nunmehr knapp 9,5 Millionen Deutsche in einem Fitnessstudio angemeldet sind und aktiv etwas für ihre Gesundheit tun. Dies sind bereits 11,6 % der deutschen Bevölkerung. Damit bewegt Fitnesstraining mehr Menschen als Fußball oder Leichtathletik. In diesem Zusammenhang übernehmen Fitness- und Gesundheits-Anlagen seit Jahren eine wegweisende Funktion. Über 200.000 qualifizierte Mitarbeiter sorgen dabei für eine umfassende Betreuung ihrer Mitglieder und Kunden.

Parlamentarischer Abend in der Saarländischen Landesvertretung
Der DSSV hat gemeinsam mit der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)/BSA-Akademie am 19. April 2016 zum Parlamentarischen Abend unter dem Motto „Life is movement“ nach Berlin in die Saarländische Landesvertretung eingeladen. Informiert wurden an diesem Abend geladene Entscheidungsträger aus Politik, Krankenkassen und Wirtschaft über die nachhaltige Arbeit der Fitness- und Gesundheitsbranche. Zunächst wurden die Teilnehmer durch Jürgen Lennartz, den Hausherren und Bevollmächtigten des Saarlandes beim Bund, und Birgit Schwarze, der Präsidentin des DSSV, begrüßt. Im Anschluss erläuterte Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Prorektor der DHfPG, in seinem Eröffnungsvortrag, dass die Gesundheit jedes Einzelnen aufgrund des demografischen Wandels und der steigendenden Gesundheitsausgaben eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Für Unternehmen sei die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Die Fitness- und Gesundheitsbranche könne mit ihren maßgeschneiderten Angeboten und einem flächendeckenden Netz an Fitness- und Gesundheits-Anlagen ein starker Kooperationspartner in Sachen Gesundheit sein.

Im Anschluss folgte eine von den Teilnehmern engagiert geführte und kurzweilige Diskussionsrunde an der Dr. Manfred Lautenschläger, Gründer und Vorstandsvorsitzender der MLP AG und langjähriger Fitnessstudiobesitzer, Prof. Dr. Jörg Loth, Vorstand der IKK Südwest und Professor an der DHfPG, Birgit Schwarze, Prof. Dr. Bernhard Allmann, DSSV-Gesundheitsausschuss, Professor an der DHfPG und langjähriger Mitarbeiter einer Krankenkasse, Paul Eigenmann, Obmann des Arbeitsausschusses für die DIN 33961 für Fitnessstudios, Monica Lanzendörfer, langjährige Studiobesitzerin und Dozentin an der DHfPG, teilnahmen. Themen darin waren unter anderem die Notwendigkeit eines zielgerichteten und nachhaltigen Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Unternehmen in der sich verändernden Arbeitswelt, die zudem individuell auf die Betriebe zugeschnitten werden müssten sowie die Sicht der Krankenkassen und der Fitness- und Gesundheitsbranche auf die neusten Entwicklungen durch das Präventionsgesetz. Dabei wurde herausgestellt, wie wichtig entsprechende Angebote sind und welche Potenziale und Vorteile die Fitness- und Gesundheitsbranche bereits bietet. Einer der Vorteile ist die Zertifizierung von Studios nach DIN-Norm 33961, über die Deutschland als erstes Land verfügt. Da die Branche auch in Zukunft qualitätsgesicherte Angebote in den Bereichen Gesundheitsförderung und Prävention anbietet, wurde auch über weitere vielfältige Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von gesundheitspolitischen Strategien und Maßnahmen gesprochen. Der Fitness- und Gesundheitsbranche war es ein Anliegen, den anwesenden Vertretern aus Politik, Krankenkassen und Wirtschaft aufzuzeigen, wie die Branche durch die Veränderung von verschiedenen Parametern noch weiteren Nutzen für eine gesunde Gesellschaft liefern kann. Dazu gehört u. a. die stärkere Einbeziehung der Fitness- und Gesundheitsbranche bei präventions- und gesundheitspolitischen Strategien, die Ausweitung der Präventionskurse nach § 20 SGB V um qualitätsgesicherte individualisierte Trainingsangebote oder die Anerkennung des Fitnesstrainings (Mitgliedsbeitrag) als Maßnahme der  betrieblichen Gesundheitsförderung und damit eine berücksichtigungsfähige  Aufwendung  als  Betriebsausgabe.

Zum Abschluss des 5. Parlamentarischen Abends fasste Prof. Wessinghage die Inhalte der Diskussion kurz zusammen und die anwesenden Vertreter aus Politik, Krankenkassen und Wirtschaft ließen den Abend bei einem gemeinsamen Essen und persönlichen Gesprächen ausklingen.