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Master-Absolvent eröffnet mit U21-Nationalspieler die „Black Hall“

Eigentlich war Jannik Kirchenkamp (26) selbst ein talentierter Nachwuchsfußballer. Doch eine schwere Sportverletzung im Alter von 18 Jahren machte sowohl einen Strich durch seine Fußballer-Laufbahn als auch durch sein Vorhaben, zur Polizei zu gehen. Aufgrund seiner Vorliebe für den Fitnesssport entschied er sich im Anschluss für ein Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG). Heute leitet er das Performance Center „Black Hall“, welches er zusammen mit dem U21-Fußballnationalspieler Robin Koch gegründet hat.

 

Jannik Kirchenkamp und Robin Koch

Jannik Kirchenkamp und Robin Koch

Black Hall Performance Center

Black Hall Performance Center

v.l.n.r.: Robin Koch, Markus Schubert (FC Schalke 04), Jannik Kirchenkamp und Luca Waldschmidt (SC Freiburg)

v.l.n.r.: Robin Koch, Markus Schubert (FC Schalke 04), Jannik Kirchenkamp und Luca Waldschmidt (SC Freiburg)

Sinan Kurt (ehem. FC Bayern München)

Sinan Kurt (ehem. FC Bayern München) hält sich in der Black Hall fit

Der Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Innenmeniskus beendeten zunächst die Pläne von Jannik Kirchenkamp, entweder im Fußball oder bei der Polizei eine Karriere anzusteuern. „Dadurch, dass ich mit dem Fußballspielen aufhören musste und mich fast täglich im Fitnessstudio aufgehalten habe, um an meiner Genesung zu arbeiten, war schnell klar, dass ich in dem Bereich studieren möchte. Dass ich dual studieren möchte, war von vornherein klar“, denkt er zurück. Schon im Alter von 16 Jahren ging er regelmäßig ins „Gym“ mit dem Ehrgeiz, seine körperliche Fitness zu optimieren und an seiner Ästhetik zu arbeiten. Damit schaffte er es sogar bis zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Natural Bodybuilding. „Außerdem habe ich nach meiner Kreuzbandverletzung gemerkt, dass die Nachbehandlung nicht ausreichend und teils nicht professionell genug war. Daher habe ich beschlossen, mich in dem Bereich weiterzubilden, um andere Menschen auf ihrem Genesungsweg zu begleiten und zurück in ein beschwerdefreies und schmerzfreies Leben zurückzuführen.“ Bei der Suche nach einer passenden Hochschule bekam er von seinen Eltern den entscheidenden Tipp. „Im Fitnessstudio, in dem meine Eltern trainiert haben, arbeitete ein Studierender der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. Daraufhin habe ich mich nach der Hochschule und dem Studiensystem erkundigt und war sofort überzeugt.“ Das Studium an der DHfPG besteht aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an einem der bundesweiten Studienzentren sowie einer betrieblichen Ausbildung.

 

Während des Studiums in Luxemburg gearbeitet

Seinen Ausbildungsbetrieb fand der gebürtige Krefelder dank der kostenfreien Online-Jobbörse der DHfPG bei einem Premium-Fitnessanbieter im luxemburgischen Kirchberg. „Mein Ausbildungsbetrieb setzte mich in den ersten Jahren überwiegend als Personal Trainer und Ernährungsberater ein, worüber ich sehr froh war. Die Studieninhalte konnte ich damals schon im Bereich Trainingslehre und Ernährungslehre eins-zu-eins umsetzen, da es exakt die Themen waren, die ich in meinem Ausbildungsbetrieb selbst gelehrt habe.“ Der Umzug in das Großherzogtum stellte sich zu einem späteren Zeitpunkt als Glücksgriff heraus. Im nicht weit entfernten Trier lernte er damals einen jungen Nachwuchskicker kennen, mit dem er Jahre später gemeinsam ein Performance Center eröffnen sollte. „Es war ein U19-Spiel von Eintracht Trier bei dem ich Robin Koch das erste Mal getroffen habe. Damals war er talentiert, aber erst später mit seinen Wechseln zum 1. FC Kaiserslautern und schließlich zum SC Freiburg reifte er zu einem gestandenen Bundesligaspieler.“ Von da an riss der Kontakt nicht mehr ab. Regelmäßig war er der Personal Trainer des heutigen U21-Nationalspielers.

 

Noch während des Master-Studiums zum Studioleiter

Als dualer Bachelor-Studierender arbeitete Jannik Kirchenkamp Vollzeit im Studio. Dennoch konnte er Arbeit und Studium sehr gut miteinander vereinbaren. „Ich sage mal so, ich empfehle es jedem weiter. Für mich persönlich war es nach dem Abitur die beste Entscheidung, da ich weder Lust hatte „trocken" zu studieren, noch arbeiten zu gehen ohne mich dabei richtig fortzubilden. Mit dem dualen Studiensystem hat man meiner Meinung nach die perfekte Mischung zwischen Theorie und Praxis sowie ausreichend Zeit sich zwischen den Präsenzphasen auf das neue Modul vorzubereiten. Einerseits habe ich mich immer nach der Präsenzphase gefreut zu meinem Arbeitsplatz zurückzukehren, anderseits habe ich mich auch während meiner Praxiszeiten immer wieder auf die Präsenzphasen gefreut.“ Darum fasste er auch den Entschluss, sich nach dem Bachelor-Studium mit einem Master-Studium an der DHfPG weiter zu spezialisieren. Sein gewählter Master-Studiengang „Prävention und Gesundheitsmanagement“ bot ihm die Möglichkeit, zwei aus insgesamt 14 Studienschwerpunkten zu wählen. Er entschied sich dabei für „Rehabilitatives Training“ und „Sportpsychologische Trainingstechniken“. „Wenn ich gewusst hätte, dass ich später selbstständig werde, dann wäre die Entscheidung wohl eher noch auf einen Studienschwerpunkt aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich gefallen“, denkt er zurück. So arbeitete er zunächst im Verkauf und im Anschluss für knapp zwei Jahre als Studioleiter in einer Fitnessanlage, die zur Unternehmensgruppe seines Ausbildungsbetriebes gehört. Nachdem er das Master-Studium erfolgreich absolviert hatte, bildete er sich noch mit den staatlich anerkannten Lehrgängen zum „Athletiktrainer“ sowie dem „Athletiktrainer Leistungssport“ an der BSA-Akademie weiter. Dann passierte das, was der passionierte Fitnesssportler eigentlich nicht plante, von dem er aber schließlich vollends überzeugt war.

 

Erfolgreiche Existenzgründung mit dem Fußballprofi

Robin Koch, inzwischen als Erstliga-Profi beim SC Freiburg aktiv, suchte nach einer Möglichkeit, sich ein zweites Standbein neben dem Fußball aufzubauen. Er setzte sich mit seinem langjährigen Personal Trainer zusammen und beide tüftelten eine gemeinsame Idee aus. Sie wollten ein Performance Center eröffnen, welches Profisportlern sowie Freizeitsportlern die Möglichkeit bietet, sowohl ein Athletiktrainings- als auch das Reha-Trainingsangebot zu nutzen. Von Anfang an waren die beiden Gründer bei ihren Vorstellungen auf einer Wellenlänge, darum dauerte es von Beginn der Planung bis zur Eröffnung auch nur einige Monate. Den organisatorischen Teil, wie die Erstellung des Business Plans, übernahm Jannik Kirchenkamp. „Studienmodule wie „Unternehmertum“ im Rahmen meines Master-Studiums haben mir dabei sehr geholfen.“ Die Entscheidungen besprachen die beiden Gründer alle stets untereinander, so auch die Wahl der Immobilie. „Ich wollte wieder zurück nach Krefeld, darum haben wir auch in meiner Heimatstadt die Black Hall eröffnet.“ Bei der Eröffnung des Performance Centers „Black Hall“ war Robin Koch natürlich auch anwesend, brachte seinen Teamkollegen aus Freiburg, den australischen Nationalspieler Brandon Borrello mit. Das Fernsehen, darunter Sky Sport oder Sport1, waren ebenfalls schon zu Gast und berichteten über den Master-Absolventen. „Wir wollen nun weitere Kooperationen mit Vereinen in der Region schließen und natürlich weitere Leistungssportler auf unser Angebot aufmerksam machen.“ 

 

Bereits mit großem Kundenstamm gestartet

Zu seinen Kunden gehören derzeit schon Spieler des KFC Uerdingen, Borussia Mönchengladbach, der aus St. Tönis stammende Eishockey-Nationalstürmer Marcel Noebels (Eisbären Berlin) oder der ehemalige Bayern München-Profi Sinan Kurt. „Wir haben grundsätzlich drei Modelle in unserer Black Hall: Erstens die Mitgliedschaft, dabei können unsere Mitglieder natürlich auch zusätzliche Trainerstunden mit mir vereinbaren. Trainingstermine sind aber auch unabhängig von der Mitgliedschaft buchbar und richten sich vor allem an Leistungssportler oder engagierte Hobbysportler. Als dritte Möglichkeit biete ich Gruppenkurse für bis zu zwölf Personen an. Alle Stunden gebe ich persönlich.“ Jannik Kirchenkamp hat es mit nur 26 Jahren geschafft, zusammen mit seinem prominenten Bundesligakicker Robin Koch als Gesellschafter, ein Performance Center in seiner Heimatstadt zu eröffnen, dass schon kurz nach der Gründung über einen beeindruckenden Kundenstamm verfügt. Dabei fungiert er als alleiniger Geschäftsführer. „Die Inhalte aus dem Master-Studium konnte ich nutzen, um meinen Weg in die Selbstständigkeit erfolgreich umzusetzen. Die zusätzlichen Lehrgänge zum Athletiktrainer, die ich an der BSA-Akademie absolviert habe, haben mir wiederrum sehr geholfen, mein Trainingskonzept für unser Performance Center zu schreiben!“