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Mit dem Master-Studium das Handwerkszeug für die Selbstständigkeit

Seit diesem Jahr betreibt der 27-jährige Hannes Schröder sein eigenes Unternehmen „outness“. Den Grundstein für den Schritt in die Selbstständigkeit konnte er mit dem Bachelor- und Master-Abschluss an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement legen. Durch seinen mutigen Entschluss, ist er zuversichtlich in der Zukunftsbrache durchstarten zu können…

Hannes Schröder und Andreas Windisch wollen mit "outness" durchstarten

Sport betreiben und zwar an jeder Örtlichkeit

Hauptaugenmerk von "outness" liegt auf den Bedürfnissen des Kunden

Schon früh in seiner schulischen Laufbahn wurde Hannes Schröder klar, dass er später einmal im Bereich Sport arbeiten möchte. „Schon in der neunten Klasse wurde mir bewusst, dass ich mein Hobby zum Beruf machen möchte. Ich habe oft Fußball gespielt und im Hobby-Keller meines Freundes Fitnesstraining betrieben“, erzählt er. Nach seinem Schulabschluss wägte er verschiedene Möglichkeiten ab, um in der Sport- und Fitnessbranche Fuß zu fassen. „Ich habe mich erstmal nach einer Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann umgeschaut, da es mir von Beginn an wichtig war, Berufserfahrung zu sammeln“, erinnert er sich. Doch nach einem Bewerbungsgespräch bei seinem späteren Ausbildungsbetrieb Fitness unlimited XS in Weißenfels folgte dann der Entschluss für den dualen Bachelor-Studiengang Fitnessökonomie an der DHfPG. „Beim Bewerbungsgespräch, bei dem ich mich eigentlich für eine Stelle als Sport-/Fitnesskaufmann vorstellen wollte, fragte mich die Studioleiterin, ob mich nicht ein Studium in dem Bereich reizen würde. Dadurch, dass sie selbst an der DHfPG studiert hatte konnte sie mir die Vorteile des dualen Studiensystems aufzeigen. Durch die Möglichkeit während des Studiums, die für mich wichtige Berufserfahrung sammeln zu können, stand schnell fest, dass dies der nächste Schritt auf der Karriereleiter werden würde“ fasst er zusammen.

Vom Service-Mitarbeiter zum stellvertretenden Studioleiter
Während seiner betrieblichen Ausbildung, die das Studium der DHfPG neben Fernstudium und Präsenzphasen beinhaltet, konnte Hannes Schröder Schritt für Schritt mehr Verantwortung im Betrieb übernehmen. „Zu Beginn wurde ich natürlich nicht direkt auf Kunden losgelassen. Ich habe durch die ersten Studienbriefe die Basics im Umgang mit Kunden erlernt und konnte diese im Betrieb anwenden“, merkt der 27-Jährige an. Mit ansteigender Studiendauer baute man auch immer mehr auf die Fähigkeiten des passionierten Sportlers. „Durch den inhaltlichen Aufbau der Studienbriefe wurde man immer mehr dazu befähigt, verantwortungsvollere Aufgaben zu übernehmen“, berichtet der Fitnessökonom und Master-Absolvent. Schon während seines Studiums übernahm er die stellvertretende Studioleitung und organisierte Fitnesswettkämpfe sowie Blutspenden im Studio. „Neben der Organisation von Veranstaltungen konnte ich auch mit den Inhalten aus den Trainingswissenschaftsmodulen langfristige Trainings-/ und Rehabilitationspläne beispielsweise für Sportler mit Kreuzbandrissen erstellen“.

Durch die Präsenzphasen Wissen vertieft
Doch nicht nur das Erlernte aus den Studienbriefen konnte er im Betrieb anwenden, sondern auch betriebliche Erfahrungen fanden in seinen Präsenzphasen Anklang. „In den Klausuren hatte man durch die praktische Anwendung der Studieninhalte im Betrieb stets einen bildlichen Zusammenhang, was natürlich sehr von Vorteil war“, erklärt er. Auch die geringen Anreisezeiten, die Hannes Schröder für die Präsenzphasen in Leipzig auf sich nahm, waren für den Fitnessökonom angenehm. „Es ist von Vorteil, dass es bundesweite Studienzentren gibt. Von Weißenfels nach Leipzig sind es nur knapp 30km“, erzählt er.

Nach dem Bachelor-Studium zum sportlichen Leiter
Nach Beendigung seines Bachelor-Studiums Fitnessökonomie erfolgte der Wechsel zum Maxx Gym in Neubrandenburg. „Die damalige Studioleitung war auf der Suche nach einer helfenden Hand für die sportlichen Aktivitäten im Studio. So kam ich schon direkt nach meinem Abschluss in die Position des sportlichen Leiters“, beschreibt er seinen weiteren Werdegang. Neben der Betreuung der Mitglieder im Bereich Trainings- und Ernährungsplanerstellung, war er auch für Inhouse-Schulungen verantwortlich, bei denen er die Mitarbeiter des Maxx Gym rund um die Themen Trainingsgestaltung, Betreuung der Kunden und Mitgliederakquisition informierte.

Mit nebenberuflichen Lehrgängen weitergebildet
Um sich auch nach dem Studium im Bereich Fitness, Sport und Gesundheit notwendige Kompetenzen anzueignen, machte Hannes Schröder Gebrauch von den nebenberuflichen Lehrgängen der BSA-Akademie, dem Schwesterunternehmen der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. So erlangte der Weißenfelser die Fitnesstrainer-B-Lizenz, die Gruppentrainer-B-Lizenz als auch die Anerkennung als Manager für Fitness- und Freizeitunternehmen. „Durch das Bestehen spezieller Studienmodule musste ich lediglich noch eine zusätzliche Prüfung ablegen, um beispielsweise die Fitnesstrainer-B-Lizenz zu erlangen. Diese Vorgehensweise würde ich jedem Studierenden empfehlen. Denn Urkunden von staatlich zugelassenen Lehrgängen machen sich bei jedem Arbeitgeber gut“, rät er. Durch die Absolvierung der Lehrgänge nach Abschluss des Bachelor-Studiums konnte er auch testen, inwiefern die Inhalte aus dem Studium noch präsent waren.

Das Master-Studium als Handwerkskasten für die Selbstständigkeit
„Ich wollte meine Kompetenzen im Bereich Fitness und Gesundheit unbedingt vertiefen und aufgrund der positiven Erfahrungen mit der DHfPG, entschied ich mich für den „Master of Arts“ Prävention und Gesundheitsmanagement“, schildert der 27-Jährige. Durch die Möglichkeit, die Studieninhalte mit der individuellen Schwerpunktsetzung selbst zu gestalten, konnte sich Hannes Schröder auf die Bereiche spezialisieren, in denen er nach dem Master-Studium tätig werden wollte. „Ich habe mich für die Schwerpunkte Stressmanagement und Betriebliches Gesundheitsmanagement als Schwerpunkte entschieden, da ich meine berufliche Laufbahn genau in diesen Bereichen sah.“

Durch die Master-Thesis zum betrieblichen Gesundheitsmanager
Für die abschließende Master-Thesis konnte sich der damalig angehende Master-Absolvent mit der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft mbH - NEUWOGES zusammenschließen. „Mithilfe eines Fragebogens wollten wir testen, ob die Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen der NEUWOGES unter unterschiedlichen psychischen Belastungen leiden und ob man diese mithilfe verschiedener Entspannungsmethoden mildern kann“, erklärt er das Vorgehen. Nach einem zehnwöchigen Entspannungstraining für die Teilnehmer konnte man feststellen, dass langfristig betriebliche Gesundheitsmaßnahmen durchaus förderlich für die Arbeitnehmer wären. „Durch diese Erkenntnis kam der Personalleiter der NEUWOGES auf die Idee, mich als Personalreferent mit dem Schwerpunkt BGM anzustellen. Für mich war dies natürlich die optimale Möglichkeit, nach meinem Studium im Betrieblichen Gesundheitsmanagement Fuß zu fassen“, erinnert er sich. Als Personalreferent erstellte er Konzepte für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen, organisierte Gesundheitswochen und Blutspenden. Speziell bei den betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen konnte der 27-Jährige immer wieder auf Studieninhalte zurückgreifen. „Gerade gesundheitliche Befragungen konnte ich mithilfe verschiedener Methoden aus dem Studium konzipieren, analysieren sowie evaluieren“, beschreibt er.

„outness“ – Der Schritt in die Selbstständigkeit
In Zusammenarbeit mit seinem besten Freund folgte dann in diesem Jahr der Schritt in die Selbstständigkeit. „Durch meine Tätigkeit bei der NEUWOGES fiel mir auf, dass es in unserer Umgebung fast keinen Anbieter für krankenkassengeförderte Gesundheitskurse gibt. Ich habe mich dann mit meinem besten Freund Andreas Windisch beraten und entschlossen „outness“ zu gründen“, erklärt er die Entscheidung. Das Besondere an ihrer Idee ist die Orientierung an den Bedürfnissen des Kunden, der bei allen Tätigkeiten im Mittelpunkt steht. „Die Kunden müssen sich nicht nach irgendwelchen Öffnungszeiten richten. Wir kommen zu ihnen und bieten vor Ort betriebliche Gesundheitsmaßnahmen an“, erzählt er. Auch die Örtlichkeit spielt für das umfangreiche Leistungsangebot der beiden Unternehmer keine Rolle. „Wir wollen Sport als Erlebnis verkaufen. Und dazu gehört es auch, sportliche Aktivitäten beispielsweise auf dem Firmenparkplatz, auf dem Bolzplatz oder im Park zu absolvieren. Gerade für Arbeitnehmer, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, ist es eine gelungene Abwechslung“. Durch die flexible Ausrichtung des Gesundheitsangebots stößt outness auch auf eine immer weiter steigende Nachfrage. „Wir orientieren uns nicht nur an Firmenkunden, sondern stoßen auch auf immer mehr Privatkunden, die unser Angebot mit Gesundheit-Checks, Personal-Training, Outdoor-Programmen und zertifizierten Präventionskursen wahrnehmen“, berichtet der Jungunternehmer. 

Team soll sich in Zukunft vergrößern
Auf Grund des Nachfragewachstums soll sich auch zukünftig die Mitarbeiterzahl vergrößern. „Wir wollen unser Fachpersonal weiter ausbauen und durch meine Erfahrungen mit der DHfPG sind wir auch gewillt, duale Bachelor-Studierende der DHfPG einzustellen“. Doch neben eigenen Studenten möchte outness auch festes Personal einstellen, das sich mit dem Unternehmensbild identifizieren kann. „Neben Studierenden sind auch Absolventen der DHfPG für uns von großem Interesse“, beschreibt er die Zukunftsplanung. Mittelfristiges Unternehmensziel ist es, die Dienstleistungen in ganz Mecklenburg-Vorpommern zu etablieren.

Weitere Informationen:
"Bachelor of Arts" Fitnessökonomie
"Master of Arts" Prävention und Gesundheitsmanagemet
"outness"