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Mit dem richtigen Studium zur Karriere in der Gesundheitsbranche

Friederike Kuhfuß hat ihre Leidenschaft für die Gesundheitsbranche zu ihrem Beruf gemacht. Kürzlich schloss die ehemalige Handballerin den dualen Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement ab. Mit der betriebsinternen Weiterbildung zur „Kaufmännischen Leiterin in Ausbildung“ hat sie nun von ihrem Ausbildungsbetrieb die Chance erhalten, auf der Karriereleiter weiter emporzuklettern.

Friederike Kuhfuß konnte mit ihrem Studium den Grundstein legen

Auf Umwegen zum dualen Studium
Friederike Kuhfuß (27) war nach dem Abitur im Jahr 2009 zunächst überzeugt davon, ein Studium in der Sportbranche zu beginnen. Ein Plan, der für die Vollblutsportlerin naheliegend war: Aus der Jugend von Bayer Leverkusen stammend hatte die junge Handballerin Stationen, wie den HSV Gräfrath, den TV Schriesheim oder den TV Hauenstein durchlaufen und es mit dem HSV Solingen-Gräfrath letztlich zum Westdeutschen Meister geschafft. „Vor Studienbeginn wollte ich allerdings ein Jahr in Australien und Neuseeland verbringen, um zu arbeiten und auf Reisen die Länder zu erkunden“, denkt sie zurück. Die Reisezeit prägte die Sportlerin so sehr, dass sich ihre Planungen weg vom Sportstudium hin zu einem Studium im Gesundheitsbereich verlagerten. „Ich habe in der Gesundheitsbranche beruflich mehr Entwicklungspotenzial gesehen und daraufhin ein Vollzeit-Studium der Biowissenschaften begonnen. Dass dieser Studiengang jedoch nicht das Richtige für mich war, habe ich recht schnell herausgefunden und das Studium wieder abgebrochen“, fasst sie zusammen. Im zweiten Anlauf sollte die 27-Jährige mehr Erfolg haben. „Ich suchte dann gezielt nach Studiengängen in der Gesundheitsbranche und bin schließlich auf die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement aufmerksam geworden. Nachdem ich bereits die Erfahrung mit einem Vollzeit-Studium gemacht hatte, war ich überzeugt, dass mir das duale Studium mehr entgegen kommen würde. Es ist weitaus praxisbezogener und vermittelt nicht nur theoretisches Wissen“, beschreibt Friederike Kuhfuß ihre damalige Entscheidung. Das Pendant zu einem dualen Bachelor-Studium an der Deutschen Hochschule (DHfPG), so auch im Fachbereich Gesundheitsmanagement, ist stets ein Ausbildungsbetrieb. Auf der Jobbörse der DHfPG www.aufstiegsjobs.de stieß sie auf eine Ausschreibung des Zentrums für ambulante Rehabilitation, ZAR Ludwigshafen am Klinikum. Es sollte der Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit werden.

Ganzheitliche Reha- und Präventionseinrichtung
Das ZAR am Klinikum Ludwigshafen liegt, wie der Name schon vermuten lässt, in direkter Nachbarschaft zum Klinikum der Stadt Ludwigshafen. Es kooperiert eng mit den vorbehandelnden Ärzten des Klinikums und den niedergelassene Ärzten vor Ort. Das Zentrum ist eines von bundesweit 19 Zentren für ambulante Rehabilitation der Nanz-medico Unternehmensgruppe. Die Kernkompetenzen der ZAR liegen vor allem in der ganztägig ambulanten Rehabilitation, je nach Standort in den Indikationen Orthopädie, Kardiologie, Neurologie, Onkologie oder Psychosomatik. Speziell in Friederike Kuhfußs ehemaligem Ausbildungsbetrieb in Ludwigshafen am Klinikum werden kardiologische und neurologische Patienten rehabilitiert. „Die Patienten besuchen unsere Einrichtung an fünf Tagen die Woche und erhalten täglich 5-6 Stunden Therapie. Diese erstreckt sich von Physio-, Sport-, und Ergotherapie bis hin zu psychologischer Beratung oder auch Sozial- und Ernährungsberatung. Die Rehabilitation ist dabei ärztlich geleitet“, fasst Friederike Kuhfuß das ganzheitliche Konzept der ambulanten Rehabilitation zusammen. Schwerpunkte der Einrichtungen sind über die ganztägig ambulante Reha hinaus aber auch Nachsorgeprogramme im Anschluss an die Rehabilitation, die Erweiterte ambulante Physiotherapie sowie Präventionsprogramme und nicht zuletzt Behandlungen auf Rezept für Physio- und Ergotherapie, je nach Standort auch Logopädie.

Studieninhalte ergänzten sich ideal mit ihrem Aufgabengebiet
Von Beginn ihres Studiums an durchlief Friederike Kuhfuß die verschiedenen Abteilungen ihres Ausbildungsbetriebes. „Ich habe an der Rezeption, sozusagen dem Herzstück der Einrichtung, begonnen. Dabei ist es die Aufgabe, den Patienten von Beginn an ein gutes Gefühl zu geben“, beschreibt sie ihre erste Station. In der Folge war sie für das Patientenmanagement mitverantwortlich. Von der Kostenzusage der Krankenkasse, die dort eingeht, bis hin zur Aufnahme und Therapieplanung sind die Aufgaben dort sehr umfassend. Alle vier bis sechs Wochen besuchte die dual Studierende des „Bachelor of Arts“ Gesundheitsmanagement die Präsenzphasen am Studienzentrum in Saarbrücken, eines der bundesweiten Studienzentren der Deutschen Hochschule. „Der große Vorteil des ZAR war, dass ich im Laufe der 3,5 Jahre ein breites Aufgabengebiet abdecken durfte und in allen Abteilungen eingesetzt wurde. Damit konnte ich bei meiner täglichen Arbeit die kompletten Studieninhalte praktisch umsetzen. Das betraf sowohl die Module Ernährung, Trainingslehre wie auch den kompletten wirtschaftswissenschaftlichen Teil des Studiums“, schwärmt sie. „Ich habe für mich selbst herausgefunden, dass dieses vielfältige Aufgabengebiet rundum zu mir passt. Vor dem Studium hätte ich nicht gedacht, dass mir die anfallenden Verwaltungsaufgaben so sehr liegen“, erläutert die Handballerin. „Aus den Präsenzphasen konnte ich viel mitnehmen. Auch die Studienbriefe, die mir von der Hochschule zugesandt wurden, waren sehr gut ausgearbeitet, sodass ich mich immer gezielt vorbereiten konnte. Das Studium ist meiner Meinung nach strukturierter als ein Vollzeit-Studium“, fügt sie hinzu. So blieb der 27-Jährigen auch während des Studiums noch Zeit, weiter aktiv Handball zu spielen. Erst vor kurzem beendete sie ihre Handballkarriere. Inzwischen liegt ihr Fokus auf ihrer beruflichen Karriere, während der sie aber nach wie vor gerne läuft und für Halbmarathon-Wettkämpfe trainiert.

Traineestelle zur kaufmännischen Leitung
Nach sieben Semestern hat Friederike Kuhfuß ihr duales Studium erfolgreich abgeschlossen und wurde von der Nanz-medico Unternehmensgruppe übernommen. Nach ihrem Studienabschluss wechselte sie in die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz nach Trier, um dort ihre Traineestelle zur kaufmännischen Leitung zu beginnen. „Für Bewerber von extern ist diese Traineestelle auf zwei Jahre festgeschrieben. Mit meiner Berufserfahrung im Betrieb und den nötigen Fachkenntnissen aus dem Studium kann ich diese Ausbildung zur kaufmännischen Leitung um ein Jahr verkürzen“. Inzwischen erstellt sie selbst Ausbildungskonzepte für dual Studierende der DHfPG, welche die Unternehmensgruppe aufgrund der vielen Schnittstellen zwischen Studieninhalten und Ausbildungstätigkeiten gerne und regelmäßig einstellt. Im Anschluss an die Ausbildung zur Führungskraft ist die 27-Jährige befähigt, ein Zentrum selbstständig kaufmännisch zu leiten. Dann hat sie es in weniger als fünf Jahren von der Auszubildenden bis zur Führungskraft geschafft.