DHfPG News

Mit Fasten zur Lebensstiländerung?

Fasching ist vorbei - Die Fastenzeit steht vor der Tür! Für viele Menschen sind die Wochen nach Fasching bis zum Osterfest jährlich der Anlass zu fasten.

Jetzt startet die Fastenzeit.

 Während „fasten“ in der ursprünglichen Bedeutung für ,,Enthaltsamkeit/an den Geboten der Enthaltsamkeit festhalten“  steht, verstehen darunter heute viele den Verzicht auf bestimmte Genussmittel oder Konsumgüter (z.B. Süßigkeiten, Alkohol, Tabak), wobei zum Teil sehr individuelle ,,Fastenpläne“ erstellt werden. So gibt es Personen, die auf Gummibärchen und Schokolade verzichten, Chips jedoch weiterhin verzehren. Durch diese Art des Fastens ist eine langfristige Lebensstiländerung nicht unbedingt zu erwarten.

In einer Metaanalyse wurden die Auswirkungen des religiösen, kurzfristigen Fasten auf die Körperzusammensetzung untersucht. Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass das Fasten zwar zu einer kurzfristigen Gewichtsreduktion führt, eine nachhaltige Gewichtsreduktion jedoch nur über eine strukturierte und konsequente Lebensstiländerung möglich ist (Sadeghirada, Motaghipisheha, Kolahdooza et al., 2014). Fasten muss zudem nicht immer ein Verzicht auf Lebensmittel sein, sondern kann auch die Enthaltsamkeit von z.B. Fernseher, Auto oder Mobiltelefon bedeuten. So verzichten Menschen in der Fastenzeit häufig auf ihr Auto oder öffentliche Verkehrsmittel und fahren stattdessen mit dem Rad oder gehen zu Fuß.

Die ursprünglichen Formen des ,,Wasser- und Teefasten“, welche vorwiegend aus religiösen Hintergründen durchgeführt wurden, werden in der heutigen Zeit immer häufiger durch das ,,Heilfasten“ ersetzt. Personen, die sich zum Heilfasten entscheiden, möchten ihren Körper ,,entschlacken“ bzw. ,,entgiften“. Die heutigen Fastenformen beruhen bspw. auf Kuren mit Gemüsesäften und Brühe (,,Buchinger-Fasten“) oder Gemüsesäfte und Kräutertee (,,Breuss-Kur“).

Als Einstieg in eine Ernährungsumstellung können diese Fastenkuren sinnvoll sein, es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass bei starker Einschränkung der Energiezufuhr bzw. Vorliegen eines Kalorien/Energiedefizits neben dem meist gewünschten Körperfettabbau auch Eiweißstrukturen, u.a. Muskelmasse verloren geht. Der Abbau der Muskulatur beginnt bereits ab dem 2.-3. Tag einer „Null-Fastenkur“ (bzw. bei vollständigem Nahrungsverzicht), was den Nachteil hat, dass folglich der Anteil des stoffwechselaktiven/“energieverbrennenden“ Körpergewebes abnimmt und ein „Jojo-Effekt“ mit einem erhöhten Körpergewicht nach Beendigung der Fastenkur bzw. bei Rückkehr zu „normalen“ Essverhalten provoziert werden kann. Es werden aber auch ,,überschüssige“ Proteine im Blut abgebaut und somit die Fließeigenschaft des Blutes gesenkt. Aufgrund der starken Veränderung der Stoffwechsellage, sollten solch ,,drastische“ Fastenkuren nur von gesunden Personen und nur unter ärztlicher Betreuung durchgeführt werden.

Mit der Deutschen Hochschule zum „Bachelor of Arts“ Ernährungsberatung
Für alle, die das Thema Ernährung nicht nur interessiert, sondern die sich Expertenkenntnisse in dem Bereich aneignen möchte, um später in der immer wichtiger werdenden Ernährungsbranche beruflich durchzustarten, gibt es an der DHfPG den dazu passenden akademischen Abschluss. Der Studiengang „Bachelor of Arts“ Ernährungsberatung qualifiziert zum Ernährungsspezialisten, der gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten wissenschaftlich fundiert vermittelt und dieses durch Bewegungsprogramme und psychologische Strategien dauerhaft stabilisiert.