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Pflanzliche Öle keineswegs immer besser fürs Herz als tierische Fette!

Wer seiner Gesundheit und insbesondere seinem Herzen etwas Gutes tun möchte, hat sicherlich schon einmal den Ratschlag gehört, weitestgehend auf tierische, gesättigte Fette zu verzichten und stattdessen wertvolle mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus Pflanzenölen zu bevorzugen. Doch ist das wirklich empfehlenswert?

Dem Ratschlag Pflanzenöle den tierischen gesättigten Fetten vozuziehen liegt die sogenannte „Diet-Heart-Hypothese“ zu Grunde. Diese besagt nämlich, dass sich der cholesterinsenkende Effekt, der durch den Austausch von gesättigten Fettsäuren gegen mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäuren erzielt wird, positiv auf die Herzgesundheit auswirkt.

Dass diese Hypothese jedoch eine Fehlannahme ist, zeigt eine kürzlich erschienene Neuauswertung der fast 50 Jahre alten Daten des „Minnesota-Coronary-Experiments“ von Ramsden und Kollegen (2016). Die Wissenschaftler stellten fest, dass eine Ernährung, die arm an gesättigten Fetten und reich an mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren (z.B. enthalten in Sonnenblumen- oder Maiskeimöl sowie  Margarine) ist, zwar wie erwartet mit einem Absinken des Blutcholesterinspiegels einherging, sich dies aber in keiner Weise in einer Verminderung der Koronar- bzw. Herzinfarkt-Sterblichkeit oder der Gesamtsterblichkeit widerspiegelte. Ganz im Gegenteil – die Teilnehmer, bei denen sich der Cholesterinspiegel am deutlichsten absenkte, wiesen entgegen aller Erwartungen zugleich das höchste Sterblichkeitsrisiko auf. Somit ist der gesundheitliche Mehrwert einer Omega-6-Fettsäurebetonten Ernährung mehr als fraglich.

Omega-6-Fettsäuren werden in unserem Körper in entzündungsfördernde Gewebshormone umgewandelt, die verschiedenste ungünstigste Prozesse wie Insulinresistenz, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck begünstigen können. Demnach ist es wichtig, dass neben den Omega-6-Fettsäuren auch ausreichend entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren mit der Nahrung aufgenommen werden, um möglichst ein ausgewogenes Verhältnis zwischen entzündungsfördernden und –hemmenden Effekten zu erreichen. Idealerweise sollte das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren in etwa bei 1:1 und nicht höher als 5:1 liegen. Pflanzliche Öle wie Lein-, Hanf- und Perillaöl enthalten die Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure. Viel wertvoller für uns Menschen sind jedoch die langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure und Docosahexaensäure, die wir über tierische Lebensmittel wie fetten Seefisch zu uns nehmen. Denn nur für die tierischen Omega-3-Fettsäuren konnte ein signifikant vermindertes Herz-Kreislaufrisiko festgestellt werden; für die über pflanzliche Öle aufgenommene alpha-Linolensäure dagegen nicht (Matthan et al., 2014).

Mit der BSA-Akademie im Bereich Ernährung qualifizieren
Mit BSA-Lehrgängen erwerben die Teilnehmer das Handwerkszeug, um für sich selbst oder ihre Kunden Ernährungsziele erreichbar zu machen, z. B. eine langfristig erfolgreiche Gewichtsreduktion oder die Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit. Dabei können Interessierte jederzeit neben ihrem Beruf einsteigen und sich Schritt für Schritt qualifizieren. Möglich macht dies das spezielle System aus Fernlernen mit kompakten Präsenzphasen an einem der über 20 bundesweiten Lehrgangszentren. Durch das modulare Lehrgangssystem ist eine schrittweise Weiterbildung von der Basisqualifikation, wie der Ernährungstrainer-B-Lizenz, bis hin zum Profiabschluss, Lehrer für Ernährung, möglich.

Mit der Deutschen Hochschule zum „Bachelor of Arts“ Ernährungsberatung
Wen das Thema Ernährung nicht nur interessiert, sondern sich auch Expertenkenntnisse in dem Bereich aneignen möchte, um später in der immer wichtiger werdenden Ernährungsbranche beruflich durchzustarten, kann an der DHfPG den dazu passenden akademischen Abschluss erreichen. Der Studiengang „Bachelor of Arts“ Ernährungsberatung qualifiziert zum Ernährungsspezialisten, der gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten wissenschaftlich fundiert vermittelt und dieses durch Bewegungsprogramme und psychologische Strategien dauerhaft stabilisiert.

Weitere Informationen
„Bachelor of Arts“ Ernährungsberatung
Fachbereich Ernährung