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Präventionsgesetz - das dominierende Thema auf dem BGM-Kongress Health on Top

Beim 13. Health on Top-Kongress, am 15. März auf dem Petersberg bei Königswinter, dreht sich alles um das Thema Präventionsgesetz. Zum Programm gehört unter anderem eine Podiumsdiskussion, die Sinn, Nutzen und Auswirkungen des Präventionsgesetzes zum Thema hatte und von Oliver Walle, dem Dozenten der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, moderiert wurde.

Health on Top 2016 mit dem Thema Präventionsgesetz

Das neue Präventionsgesetz ging im Sommer letzten Jahres an den Start, Anfang des Jahres 2016 erfolgte nun die Aufstockung der Finanzmittel. Statt bisher 3 Euro pro Versicherter sind nun seitens der gesetzlichen Krankenkassen 7 Euro für die Prävention und Gesundheitsförderung bereitzustellen, davon mindestens 2 Euro für die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF). Neben dieser Erhöhung steht die Sensibilisierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) für das Thema sowie deren Unterstützung bei der praktischen Umsetzung stark im Fokus. Weiterhin sind Punkte, wie die Forderung nach stärkerer Zusammenarbeit der Akteure des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung, die intensivere Einbindung des Betriebsarztes, die erweiterten Möglichkeiten der Impfung, die Durchführung von Gesundheitsuntersuchungen sowie die Möglichkeit für Präventionsempfehlungen durch den Betriebsarzt, Highlights des neuen Gesetzes. Grund genug, diese neuen Möglichkeiten auf Kongressen und Tagungen vorzustellen und zu diskutieren.

So auch auf dem Health on Top – Kongress des BGM-Dienstleisters Skolamed am 15.03. auf dem Petersberg in Königswinter, auf dem neben fachspezifischen Vorträgen auch eine Podiumsdiskussion zum Sinn, Nutzen und den Auswirkungen des Präventionsgesetzes stattfand. Moderiert durch Oliver Walle, Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsförderung, wurde mit Vertretern aus Bundesministerien, Krankenkassen, Dienstleistern und Unternehmen der Status Quo des noch jungen Präventionsgesetzes kritisch unter die Lupe genommen. Während die einen in dem neuen Gesetz ein Symbol in Richtung stärkere Bedeutung der Prävention sahen, beurteilten die ande-ren die erhöhten Beträge durch das Gesetz nur als Tropfen auf den heißen Stein. Die derzeitige Umsetzung zeigt noch zu viele ungelöste Punkte auf, so zum Beispiel die Frage nach der transparenten und nachvollziehbaren Genehmigung von BGF-Projekten sowie die Ausgestaltung der Präventionsempfehlung durch den Betriebsarzt. Zudem werden nach wie vor die vordergründigen Marketingaktivitäten der Kassen im Rahmen der Unterstützung in der betrieblichen Gesundheitsförderung kritisiert.

Es bleibt also noch viel zu tun und zu klären - so das Fazit der Teilnehmer der Podiumsdiskussion. In diesem Zusammenhang fand in der Diskussionsrunde auch der Vorschlag einer stärkeren Einbindung von Fachverbänden und Organisationen, wie zum Beispiel des Bundesverbandes BGM (BBGM), große Zustimmung, um so die Praxiserfahrung dieser Akteure in die Weiterentwicklung des Gesetzes einfließen lassen zu können. In einem Punkt waren sich letztlich alle einig: Das Gesetz ist ein guter Anfang eines wichtigen Themas, welcher nun in die richtige Richtung gelenkt und ausgebaut werden muss, sodass daraus eine Erfolgsgeschichte entstehen kann.

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