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Ran an die Fettpölsterchen mit Kurzfasten

Auch wenn man sie ab Herbst endgültig unter einem dicken Pulli verstecken kann, sie tauchen irgendwann wieder auf – die ungeliebten Fettpölsterchen. Statt sich in die hundertste Diät zu stürzen, sollten es Betroffene mit Intermittent Fasting versuchen.

Ran an die Fettpölsterchen

Mit Intermittent Fasting ran an die Fettpölsterchen

Bei dieser Form des periodischen Fastens wird nicht durchgehend auf Nahrung verzichtet, sondern für bestimmte Zeitfenster. Sie eignet sich für alle, die ihr Gewicht langfristig verringern möchten. Egal, ob es um gesundheitliche Probleme wie Übergewicht geht oder sportliche Ziele, wie die Sommerfigur. Intermittent Fasting soll sich sogar positiv auf das Wachstumshormon HGH auswirken, sodass bei entsprechender körperlicher Aktivität Fett verbrannt werden kann, während Muskeln aufgebaut werden. 

„Eat & Stop (24/0)“ nach Brad Pilon: Man fastet 1-2 Tage/Woche, die man selbst festlegt, und muss nicht komplette Tage mit dem Essen aussetzen. Findet die letzte Mahlzeit an Tag 1 um 15.00 Uhr statt, gibt es die erste Mahlzeit am Folgetag um 15.00 Uhr. 

Ideal für Einsteiger: die "Lean Gains Variante (16/8)". Durch das lange Fenster für die Nahrungsaufnahme (8 Stunden) kann sie gut in den Alltag integriert werden. Wer aus Zeitmangel nicht frühstückt, weitet diese Zeit einfach bis mittags aus. Bis dahin sind kalorienfreie Getränke wie schwarzer Kaffee, Wasser & Tee erlaubt. Um 12 Uhr öffnet sich das Nahrungsaufnahmefenster, ab 20 Uhr wird wieder gefastet.

Interessant für Sportler: die „Warrior Diät (20/4)“. Nach 20 Stunden Fasten folgt eine vierstündige Essensphase. Gemüsesäfte und -rohkost sind hier in der Fastenphase erlaubt. Von extremen Varianten wie „Alternate Day Fasting (36/12)“ rate ich eher ab, da lange Hungerphasen den Körper sehr stressen.

Bei allen Varianten gilt: Die ausgefallene Nahrung nicht durch hemmungsloses Schlemmen aufholen. Gegen Heißhunger helfen fett- und eiweißbasierte erste Mahlzeiten nach dem Fastenfenster, wie z. B. Omelett mit Schafskäse. 

Wer unter manifesten Erkrankungen, Essstörungen oder Kreislaufproblemen leidet, sollte vorher mit seinem Arzt sprechen!

Über den Autor:
Marcus Lauk, Gesundheitsphilosoph und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG/BSA-Akademie sowie Autor von „Steinalt & Kerngesund“.