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Schon während der eigenen Karriere ein zweites Standbein aufbauen

Der 21-Jährige Marcel Posselt musste schon oft am eigenen Körper erfahren, wie schnell die Fußballkarriere beendet sein kann. Mit dem dualen Bachelor-Studiengang „Sportökonomie“ an der DHfPG und der darin beinhalteten betrieblichen Ausbildung, die der Bayer beim Bundesligisten FC Ingolstadt absolviert, will er sich ein sicheres Standbein aufbauen.

Marcel Posselt hier noch im Einsatz für den FC Ingolstadt

Auch weiterhin beruflich beim FCI aktiv

Könnte sich auch weiterhin eine Tätigkeit bei den "Schanzern" vorstellen

Von klein auf den „Schanzern“ verbunden
Schon ab dem elften Lebensjahr schnürte Marcel Posselt die Fußballschuhe für die „Schanzer“, so der Spitzname des Fußball-Bundesligisten FC Ingolstadt. „Ingolstadt ist meine Heimatstadt und so bot es sich an auch dort meiner großen Leidenschaft, dem Fußball nachzugehen“, erzählt er. Von der U12 bis zur U23 durchlief er alle Jugendmannschaften der Ingolstädter, bei denen er sogar zu 35 Regionalligaeinsätzen kam. Doch der FC Ingolstadt sollte nicht nur seine fußballerische Heimat werden, sondern bot sich auch nach seiner Schulzeit als Arbeitgeber an. „Nach meinem Abitur habe ich mich gefragt in welche Richtung es gehen soll. Mich reizte durch meine Leidenschaft der Sportbereich sehr und so entschloss ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Geschäftsstelle des FC Ingolstadt“, erinnert sich der 21-Jährige. Da er sich auch schon in der U19 eine schwerwiegende Knieverletzung zugezogen hatte und nach einer weiteren Verletzung im ersten Jahr bei der U23 erneut operiert werden musste, wurde ihm klar, dass seine sportliche Karriere auch schnell beendet sein könnte. „Ich habe dann nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr im Internet recherchiert, welche verschieden Sportstudiengänge es gibt, um mich auch beruflich abzusichern und wurde bei dem dualen Bachelor-Studiengang Sportökonomie der DHfPG fündig“, resümiert er. Den passenden Ausbildungsbetrieb fand er schließlich auch beim FC Ingolstadt, der schnell vom Studiensystem der DHfPG überzeugt war. „Die Studieninhalte lassen sich perfekt mit dem Vereinswesen verbinden, wodurch ich keine lange Überzeugungsarbeit leisten musste“, fasst er zusammen. Durch die Kombination aus betrieblicher Ausbildung und einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen konnte der Ingolstädter auch weiterhin an den Trainingseinheiten der U23 des FCI teilnehmen. 

Schon als Student ein breitgefächertes Aufgabenfeld
Die alltäglichen Aufgaben von Marcel Posselt betreffen den Nachwuchsleistungsbereich des FC Ingolstadt. „Ich bin beispielsweise für die Organisation des Adidas Trucks zuständig, der die Jugendspieler mit Fußballschuhen beliefert“, erzählt der 21-Jährige. Nebenbei beschäftigt er sich auch noch mit den ganz kleinen „Schanzern“, denen er im Bereich Athletiktraining erste wichtige Übungen vermittelt. „Hier kommen mir natürlich die Trainingswissenschaftsmodule aus meinem Studium zu Gute“, beschreibt er. Sein Ausbildungsbetrieb lässt ihm trotz fester Aufgaben auch Freiheiten, was seine Arbeitsgestaltung betrifft. „Ich hab auch die Möglichkeit in der Geschäftsstelle mit anzupacken, wenn es zu den Studieninhalten passt. So konnte ich auch im Marketing-Bereich, beispielsweise beim Erstellen von Texten und Berichten, aktiv werden“, ist der angehende Sportökonom zufrieden.

In den Präsenzphasen die Inhalte vertiefen
Während den Präsenzphasen, die er in München absolviert, vertieft der Ingolstädter das Erlernte aus den Studienbriefen und den Erfahrungen aus der betrieblichen Umsetzung. „Die selbstständige Vorbereitung auf die Präsenzphasen finde ich sehr vorteilhaft, da man hier auch lernt Eigeninitiative zu entwickeln. Zumal man die Inhalte aus dem Fernlernmaterial direkt anwenden kann“, fasst der passionierte Fußballer zusammen.

Trotz Vereinswechsel weiterhin beim FCI aktiv
„Nach zwei Jahren bei der U23 des FC Ingolstadt kam ich zu der Ansicht, dass meine berufliche Laufbahn erst einmal im Vordergrund stehen sollte und so entschied ich mich für den Wechsel zum TSV Rain in die Bayernliga. Ich bin dem Verein natürlich sehr dankbar für die tolle sportliche Ausbildung der vergangenen Jahre.“, beschreibt er. Doch die sportliche Trennung bedeutete nicht einen beruflichen Scheideweg und so kann der 21-Jährige weiterhin seine betriebliche Ausbildung beim FC Ingolstadt absolvieren. „Es ist toll, dass ich weiterhin meinen Aufgaben beim FCI nachgehen kann. Es macht mir sehr viel Spaß und ich weiß, dass ich hier noch viel lernen kann“, ist der Ingolstädter zuversichtlich.

Mit dem Studium abgesichert
Bei seinem Pflichtspieldebüt für den neuen Verein schlug sein Verletzungspech wieder zu. „Es waren vier Minuten gespielt, als ich wieder verletzt raus musste. Die Diagnose lautete: Kreuzbandriss und Knorpelschaden“, erzählt er. Aber gerade jetzt ist er froh, dass er sich mit dem dualen Studium ein sicheres zweites Standbein aufbauen kann. „Solche Verletzungen werfen einen Sportler immer zurück. Aber es ist unheimlich wichtig, auch neben dem Sport abgesichert zu sein“. Der 21-Jährige ist auf dem Weg der Besserung und hofft in ferner Zukunft auch dem TSV Rain sportlich weiterzuhelfen. „Erstmal steht die Gesundheit, der Beruf und mein Studium im Vordergrund. Danach werde ich natürlich versuchen mich zurück zu kämpfen“, bleibt er optimistisch.

Auch zukünftige Tätigkeit beim FCI möglich
Seinen weiteren beruflichen Werdegang könnte sich der angehende Bachelor-Absolvent auch beim FC Ingolstadt vorstellen, allerdings liegt sein Hauptaugenmerk erstmal auf einer erfolgreichen Gestaltung des jetzigen Studiums. „Ich könnte mir auch ein Master-Studium im Bereich der Sportökonomie vorstellen. Allerdings ist das noch Zukunftsmusik, mit der ich mich erst gegen Ende meines Bachelor-Studiums beschäftigen werde“, blickt der 21-Jährige voraus.