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Studie: Unternehmen werden mehr in Betriebliche Gesundheitsförderung investieren

An der Studie „#whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“, die gemeinsam vom Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), der Techniker Krankenkasse und der Haufe Gruppe erhoben wurde, beteiligten sich insgesamt 825 Organisationen, darunter Wirtschaftsunternehmen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes in ganz Deutschland. Sie zeigte unter anderem auf, dass nur ein Viertel der Organisationen über ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) verfügen.

„#whatsnext - Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“

Die Nachfrage nach Betrieblichen Gesundheitsmaßnahmen nimmt zu

Insgesamt beteiligten sich im sechswöchigen Befragungszeitraum (01.02.2017 bis 15.03.2017) 825 Organisationen an der Online-Befragung. Die whatsnext-Studie ist damit eine der größten Studien, die es in Deutschland je zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) gegeben hat.

Ein Viertel verfügt über ganzheitliches BGM
Die Ergebnisse der Erhebung sind vielschichtig. Zum einen wurde offengelegt, dass lediglich in 26.3 % der Organisationen bereits ein ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) existiert. In jeder elften Organisation (8.6 %) gibt es überhaupt keine Gesundheitsförderungsangebote, knapp drei von zehn Organisationen (28.3 %) bieten vereinzelte BGF-Maßnahmen an – vor allem in den Bereichen Ergonomie und Entspannung. Etwas über ein Drittel (36.8 %) der Befragten gibt an, dass in ihrer Organisation bereits BGF-Maßnahmen umgesetzt werden. Während sich kleine und mittlere Organisationen hinsichtlich ihres Angebots eher auf die Erbringung sozialer Zusatzleistungen und die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen (z. B. Arbeitssicherheit) konzentrieren, bieten Großorganisationen mit mehr als 250 Beschäftigten deutlich mehr BGF-Maßnahmen an.

Über 40 Prozent glauben an Budgeterhöhung für BGF
Es gibt in Deutschland immer noch einige Organisationen (14.4 %), in denen kein jährliches Budget für die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) bereitgestellt wird. 27.4 % verfügen über ein Budget von bis zu 10.000€. Mehr als 100.000€ haben 9.8 % der befragten Organisationen zur Verfügung. Interessant ist, dass viele der befragten Verantwortlichen (40.4 %) davon ausgehen, dass sich die finanziellen Ressourcen für die BGF in den nächsten 5 Jahren erhöhen werden.

Über ein Drittel hat kein Personal für die BGF
Bei mehr als einem Drittel der Organisationen (35.0 %) wird die BGF ohne eigens hierfür verantwortliches Personal umgesetzt. Mehr als eine 100 %-Stelle steht nur jeder sechsten Organisation zur Verfügung (15.7 %). Auch in Bezug auf die Entwicklung der personellen Ressourcen ist die Prognose optimistisch: Jede dritte Organisation (29.9 %) rechnet mit einer Aufstockung, jede zweite (53.7 %) mit gleichbleibenden Ressourcen.

Neue Tätigkeitsangebote erfordern neue BGF-Angebote
Aus Sicht der befragten Organisationen werden die Beschäftigten aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung zukünftig mit immer mehr und komplexeren Aufgaben umgehen müssen. Auch Ablenkungen und Unterbrechungen am Arbeitsplatz werden in diesem Zusammenhang zunehmen. Für die BGF bedeutet dies, dass vor allem Angebote für Personen mit emotional/psychisch belastender Tätigkeit entwickelt werden sollten.

Digitale BGF und Datenschutz
Die digitale BGF wird aus Sicht der Organisationen deutlich an Bedeutung gewinnen. Dazu zählt vor allem der Einsatz von Gesundheits-Apps, Wearables und Gesundheits-Portalen im Zuge der BGF. Aber auch der Trend zur Nutzung spielerischer Ansätze (Gamification) wird anhalten und sich sogar verstärken. Vor diesem Hintergrund wird der Schutz personen- und gesundheitsbezogener Daten ein noch wichtigeres Thema werden, wie die Befragungsergebnisse verdeutlichen.

Mit der DHfPG zum Gesundheitsexperten qualifizieren
Der Studiengang Bachelor of Arts Gesundheitsmanagement qualifiziert zum Präventionsspezialisten, der gesundheitsförderliche Interventionsmaßnahmen in den zentralen Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Entspannung/Stressmanagement plant, koordiniert, umsetzt und evaluiert. Damit können Studierende und Absolventen die Betriebliche Gesundheitsförderung in Unternehmen mit eigenem Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM) durchführen.

Weitere Informationen:
Gesundheitsmanagement - Bachelor of Arts