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Traumjob Fußballtrainer während des dualen Studiums

Christopher Stern (24) hat es geschafft, seine Liebe zum Fußball zum Beruf zu machen. Zurzeit absolviert er sein duales Bachelor-Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG. Die dazugehörige betriebliche Ausbildung absolviert er beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96, wo er als Co-Trainer der U21 arbeitet, die in der Regionalliga Nord aktiv ist.

Christopher Stern - Student bei Hannover 96

Während des Studiums zur Trainerstelle bei Hannover 96 (Bild: Hannover 96)

Christopher Stern - Co-Trainer U21 Hannover

Spannende Aufgaben bei seinem Jugendverein (Bild: Hannover 96)

Christopher Stern und Arne Carl - Studierende bei Hannover 96

Christopher Stern mit Arne Carl, ebenfalls Student der DHfPG (Bild: Hannover 96)

Hannover 96 bereits sein Jugendverein
Schon seit seiner Kindheit hat Sport, insbesondere Fußball, für Christopher Stern einen hohen Stellenwert. 2007 traf als Jugendlicher das erste Mal auf Hannover 96, schloss sich dort der U15-Mannschaft an und durchlief im Anschluss bis 2012 alle U-Mannschaften beim Traditionsverein aus Niedersachsen. Er spielte in der B-Junioren und A-Junioren Bundesliga sowie mit der U23 in der Regionalliga Nord, bis eine schwere Verletzung ihn im Jahr 2012 dazu zwang, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Vorerst verließ er Hannover 96, doch sein Werdegang sollte ihn später wieder an die alte Wirkungsstätte zurückführen. Christopher Stern entschied sich daraufhin für ein Vollzeitstudium, welches er in Göttingen begann. „Mir wurde aber schnell klar, dass ich kein Vollzeit-Student bin. Mir fehlte der Praxisbezug, also habe ich mich umorientiert und nach einem dualen Studium im Bereich Fitness, Sport und Gesundheit gesucht“, denkt der 24-Jährige zurück. So wurde er auf die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) aufmerksam, die duale Bachelor-Studiengänge genau zu diesen Themenbereichen anbietet. Die Studiengänge verbinden ein Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an einem der bundesweiten Studienzentren sowie eine betriebliche Ausbildung.

Studium bei großem Fitness- und Wellness-Club begonnen
Christopher Stern entschied sich für den dualen Studiengang zum „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie. Seinen Ausbildungsplatz fand er beim größten regionalen Fitness- und Wellnessclub. Auf insgesamt 27.000 m², inklusive Privatstrand und Übernachtungsmöglichkeiten, bietet das Aspria Hannover am Maschsee seinen Mitgliedern ein umfangreiches Fitness-, Wellness- und Spa-Programm an. „Das Aspria war ein sehr attraktiver Ausbildungsbetrieb, bei dem ich das erste Semester meines Studiums verbracht habe. Parallel konnte ich durch meine Vergangenheit bei Hannover 96 vereinzelt Trainingseinheiten begleiten und mal in den Job des Fußballtrainers reinschnuppern.  So kamen zunächst lose und schließlich immer konkreter werdende Gespräche zustande, in denen sich auch 96 davon angetan zeigte, eine Stelle mit einem dualen Studierenden der DHfPG zu besetzen. Als diese Möglichkeit dann bestand, meine weitere Ausbildung bei Hannover 96 zu absolvieren, habe ich keine Sekunde gezögert“, entschied er sich. So wechselte er seinen Ausbildungsbetrieb in Richtung seines Jugendvereins, dem Erstligisten Hannover 96. Der Betriebswechsel während des Studiums an der DHfPG war kein Problem. So konnte er die betriebliche Ausbildung bei seinem absoluten Wunscharbeitgeber fortführen.

Von Beginn an Co-Trainer der A-Junioren
Bei den Hannoveranern, deren Profimannschaft nach dem Abstieg aus der 1. Liga kürzlich den sofortigen Wiederaufstieg feiern durfte, wurde der ehemalige Jugendspieler unter Daniel Stendel Co-Trainer der U19. Bei den A-Junioren, wo er schon selbst aktiv war, konnte er erste Trainererfahrungen in der Bundesliga Nord/Nordost sammeln. Zudem konnte er auch Inhalte seines Studiums, das den Schwerpunkt Betriebswirtschaft in Kombination mit Fachwissen aus dem Bereich Trainingswissenschaft hat, in der täglichen Trainingsarbeit einfließen lassen. „Gerade trainingswissenschaftliche Inhalte kann ich in Arbeitsbereichen wie Trainings- und Belastungssteuerung oder Rehabilitation umsetzen. Wie wichtig diese Bereiche sind, habe ich durch meine Verletzung am eigenen Leib erfahren. Dadurch kann ich den Jungs nicht nur fußballerisch weiterhelfen, sondern auch für die Wichtigkeit eines gesunden und leistungsstarken Körpers sensibilisieren. Schließlich möchte jeder unserer Jungs seinen eigenen Traum des Profifußballers verwirklichen.“ Profitieren kann Christopher Stern nicht nur von seinem Trainerkollegen aus der U21,  Mike Barten, sondern ebenso von den Cheftrainern der U19 oder U21, Christoph Dabrowski und Steven Cherundolo. „Aus der Arbeit mit ehemaligen Bundesligaspielern kann ich einfach unglaublich viel mitnehmen und super Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus macht es einfach total viel Spaß.“ Insgesamt sei das Paket aus betrieblicher Arbeit und dem Fernstudium mit seinen kompakten Präsenzphasen ideal für Christopher Stern. 

Verantwortungsvolles Aufgabengebiet im Verein
Zu Beginn der Saison 2016/17 drehte sich das Trainerkarussell bei Hannover 96. Daniel Stendel wurde bereits im Laufe der vorherigen Saison vom U19- zum Cheftrainer des Bundesligateams befördert und die Trainerstellen im Nachwuchs mussten neu besetzt werden, sodass Christopher Stern ab sofort als Co-Trainer der U21 arbeitete, die in der Regionalliga Nord aktiv ist. An seinen täglichen Aufgaben änderte dies nicht viel. „Mein Arbeitstag beginnt im Büro, wo ich täglich meine E-Mails bearbeite oder Telefonate führe. Danach dreht sich alles um die Trainingsplanung der anstehenden Einheiten, die in enger Zusammenarbeit mit dem Cheftrainer Mike Barten geplant werde. Dazu gehören natürlich auch Fitness- und Ausdauertraining, die Bestandteile der Trainingsarbeit sind.“ Zusätzlich ist er in die Organisation wie das Vereinbaren von Testspielen oder Trainingslagern eingebunden. Eine weitere verantwortungsvolle Aufgabe, die Christopher Stern zugetragen wurde, ist die Analyse des letzten Spiels sowie des kommenden Gegners. „Dazu gehört eine individuelle Analyse genauso wie die Videoanalyse mit dem gesamten Team“, erklärt er. „Auf dem hohen Niveau lassen sich kleine Fehler häufig erst im Nachhinein im Rahmen der Videoanalyse erkennen. Ich bin überzeugt, dass die Jungs davon profitieren. Somit können wir die Spieler nicht nur auf, sondern auch abseits des Platzes verbessern“, führt er weiter aus. Die abgelaufene Saison beendeten die Hannoveraner auf einem Mittelfeldplatz, das beste Ergebnis seit der Saison 2012/13. „Wir haben einerseits die jugendliche Unbekümmertheit und Frechheit, andererseits fehlt uns hier und da die Robustheit und die Kaltschnäuzigkeit“, erkennt der Co-Trainer.  Neben seiner Trainertätigkeit absolviert er aber mit der gleichen Sorgfalt sein Bachelor-Studium an der DHfPG, das mittlerweile auf die Zielgeraden geht. Lediglich eine letzte Präsenzphase, die er allesamt am Studienzentrum in Hamburg absolvierte, steht noch aus.

Auswärtsfahrten zum Lernen genutzt
Die Arbeit bei Hannover 96 konnte Christopher Stern sehr gut mit seinem Studium verbinden. „Natürlich kam es vor, dass ich abends nach der Arbeit noch eine Hausarbeit anfertigen musste. Aber man lernt während des Studiums auch effektiv und zeiteffizient zu arbeiten. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen konnte ich beispielsweise des Öfteren nutzen, um für mein Studium zu lernen.“ Auch der Arbeitgeber legte dem 24-Jährigen keine Steine in den Weg. „Wenn ich vor Klausuren etwas Zeit zum Lernen brauchte, dann waren die Verantwortlichen im Verein stets offen und gesprächsbereit.“ Inzwischen steht er kurz vor seinem Studienabschluss, möchte seine Bachelorthesis über die Verletzungsprävention anhand von Belastungs- und Trainingssteuerung verfassen. Seine berufliche Zukunft sieht er weiterhin im Sport, im besten Fall sogar im Fußball. „Ich kann mir sehr gut vorstellen über das Studium hinaus beim Verein zu bleiben und weiterhin als Trainer zu arbeiten. Mir gefällt die tägliche Arbeit auf dem Platz sehr gut. Außerdem ist es immer wieder schön, Spieler wie Waldemar Anton oder Noah Sarenren-Bazee, die vor zwei Jahren noch unter mir als Co-Trainer Teil der U19 waren, auf den Plätzen der Bundesliga zu sehen.“  Doch nicht nur die Trainertätigkeit, auch die Arbeit als Funktionär im Management interessiert ihn. Durch sein Studium  an der DhfPG wäre er für beide Tätigkeiten sehr gut vorbereitet. „Ein Engagement als Funktionär im Verantwortungsbereich sagt mir genauso zu wie die des Cheftrainers einer Mannschaft“, wieso nicht im Nachwuchsleistungszentrum bei Hannover 96.  „Zunächst bin ich aber erstmal sehr froh, dass ich das richtige Studium bei meinem Wunschausbildungsbetrieb gefunden habe. Diese Konstellation hat einfach super gepasst!“