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Vegan und Vegetarisch ist nicht gleich gesünder

Ob vegetarisches Schnitzel, vegane Leberwurst oder fleischfreie Frikadelle - neben herkömmlicher Wurst und Salami finden sich in den Kühlregalen der Supermärkte längst Unmengen an Alternativen für Veganer und Vegetarier. Doch die sind, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, längst nicht immer die gesunde Alternative.

Fleisch, Milch und Eier beinhalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe

Seit 2008 wächst dieser Bereich nach Angaben des Handels jährlich um 30 Prozent. Nicht jeder Veganer oder Vegetarier verzichtet auf Fleisch, weil er den Geschmack nicht mag. Viele lassen tierische Produkte aus ethischen Gründen weg und vermissen gelegentlich den Geschmack eines Schnitzels oder einer Bolognese-Soße. Da kommen die veganen Produkte gerade recht.

Doch Vorsicht ist geboten. "Nicht alle Produkte, die für eine vegetarische oder vegane Ernährung angeboten werden, sind wirklich empfehlenswert oder gesünder", warnt die Verbraucherzentrale.

Diese Lebensmittel sind oftmals sehr stark verarbeitet. Da es darum geht, ein anderes Lebensmittel zu imitieren, werden Zusatz- und Aromastoffe eingesetzt, heißt es von der Verbraucherzentrale Bayern. Wie bei allen industriell hergestellten Lebensmitteln empfehle sich daher, einen genaueren Blick auf die Zutatenliste zu werfen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät in ihrem aktuellen Positionspapier zur veganen Ernährung von veganen Fertig- und Ersatzprodukten bis hin zu Wurst- und Käseimitaten ab. Diese seien zum Teil hoch verarbeitete, mit vielen Zusatzstoffen und zugesetztem Zucker, Fett und Salz versehene Produkte. Ihr ernährungsphysiologischer Wert sei zum Teil ungünstig, heißt es seitens der DGE.

Viele dieser Lebensmittel sind sehr fettreich oder salzhaltig und entsprechen nicht den Grundsätzen einer ausgewogenen Ernährung, sagen Ernährungsexperten. Da müsse man sich fragen, ob ein veganes Schnitzel wirklich gesünder ist als das Original. Doch genau dieses Image des gesunden Lebensmittels will die Industrie vermitteln. Die Produkte kommen in grünen Verpackungen daher. Die Werbung propagiert eine besonders gesunde Lebensweise. Die Ernährungsberater empfehlen den Verbrauchern daher, stets kritisch zu bleiben und die Zutatenlisten genau zu studieren.

Gefahr eines Nährstoffdefizits
Grundsätzlich steht einer vegetarischen oder veganen Lebensweise nichts im Weg, im Gegenteil. Menschen, die sich bewusst ernähren, öfter zu Obst und Gemüse greifen, beugen Krankheiten wie Krebs eher vor. Dabei einfach nur das Fleisch oder tierische Produkte wegzulassen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung allerdings nicht. Sonst bestehe die Gefahr eines Nährstoffdefizits. Die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen, die hauptsächlich in Fleisch, Fisch, Milch und Ei stecken, ist bei veganer Ernährung geringer als bei Ernährungsformen mit tierischen Produkten. Hochwertiges Protein, langkettige n-3-Fettsäuren, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Calcium, Eisen, Jod, Zink und Selen sind die kritischen Nährstoffe bei veganem Lebenswandel. Ein Mangel an diesen Nährstoffen kann mit erheblichen negativen Folgen für die Gesundheit einhergehen, so die DGE.

Die Gesellschaft rät daher, diese Nährstoffe gezielt über bestimmte Lebensmittel und über Nährstoffpräparate zu sich zu nehmen und die eigenen Werte auch regelmäßig beim Hausarzt checken zu lassen, damit es zu keinen Mangelerscheinungen kommt.

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Der BSA-Lehrgang Qualifikationen im Bereich Ernährung sammeln
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