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Verkaufstrend Superfoods: Wie wirksam sind diese Lebensmittel wirklich?

Biosupermärkte haben in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Nische aufgemacht, in der eine kaufkräftige Kundschaft nach neuen Steigerungsformen gesunder Ernährungsweise suchte und fündig wurde. Sogenannte „Superfoods“ erobern den Markt.

Doch was wirklich hinter den Chia-Samen, den Acai- oder den Goji-Beeren steckt, damit befasste sich jüngst ein Artikel der Süddeutschen Zeitung.

Superfoods sind niemals banale Lebensmittel aus der Region. Es sind in aller Regel Beeren, Körner oder Samen und kommen fast immer aus fernen Ländern. Sie sorgen dort angeblich für biblisches Alter in der Bevölkerung und enthalten bestimmte Nährstoffe in einem Maße, wie sie sonst in kaum einem anderen Lebensmittel vorkommen.

Es seien mehr Mineralstoffe, Vitamine und Antioxidantien als in anderen Früchten und Körnern darin enthalten. Chia-Samen aus Mexiko sollen die Verdauung fördern, Goji-Beeren aus China stärken das Immunsystem, heißt es. Und seit die amerikanische Talkmasterin Oprah Winfrey in ihrer Show die Acai-Beere als Schlankmacherin über den grünen Klee lobte, mischen Models sie gerne unters morgendliche Müsli. Eine Website in den USA für Superfood hat sogar Tabletten aus getrockneten Ameisen oder Reh-Plazenta im Angebot.

Untergegangene südamerikanische Kulturvölker müssen als Ahnherren herhalten und zugleich als Beleg für ein jahrtausendealtes Ernährungsbewusstsein, das dem modernen Menschen abhandengekommen ist. Vom "wahren Gold der Inka" ist dann die Rede, oder vom "Urgetreide der Maya", und angeblich wurde Chia-Samen von den Azteken "vor Kämpfen als Überlebensmahlzeit eingenommen". So steht es jedenfalls im Buch "Clean your life - in sechs Wochen zur Bestform".
Auch Starkoch Jamie Oliver bringt die entsprechenden Beeren und Körner in seinem neuen Buch nur sehr zurückhaltend ins Spiel. Denn unter Fachleuten gilt der Hype um die Superfoods als unbegründet und übertrieben.

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Hier geht es zum Artikel der Süddeutschen Zeitung