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Verschiedene Ursachen für krankheitsbedingte Ausfallzeiten bei Männern und Frauen

Bei Krankheiten wie Depressionen, Krebs oder Herzinfarkten gibt es gravierende Unterschiede, was die Ausfallzeiten bei Männern und Frauen betrifft. Insgesamt war 2015 der höchste Krankenstand seit 16 Jahren. Dies geht aus dem veröffentlichten DAK-Gesundheitsreport 2016 hervor, den die DAK-Gesundheit anhand einer repräsentativen Befragung von rund 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten erstellt hat.

Vor allem unter Rückenbeschwerden leiden viele Arbeitnehmer

Die aktuelle Studie der DAK-Gesundheit zeigt, dass Frauen öfters den Arzt aufsuchen als Männer. 2015 gingen berufstätige Männer im Durchschnitt 4,2 Mal im Jahr zum Arzt, während die weiblichen Kollegen durchschnittlich sieben Mal wegen gesundheitlicher Defizite zum Arzt mussten. Der Krankenstand bei den Frauen lag 14 Prozent höher als bei den Männern.

Die berufliche Tätigkeit hat großen Einfluss
Frauen gaben bei der Befragung auch an, dass 53% von ihnen in Berufen tätig sind, in denen sie bei offensichtlichen Krankheitssymptomen, wie Schnupfen oder Erkältungen, nicht an ihrem Arbeitsplatz aktiv sein können. Bei den Männern sind es 45%. Darüber hinaus müssen Frauen noch immer stärker Rücksicht auf Familie nehmen als Männer, da mehr als jede vierte Frau angab, dass sie sich wegen gesundheitlicher Schwierigkeiten der Kinder krankschreiben ließ.

Männer anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bei der genaueren Untersuchung für die Gründe der Ausfallzeiten ergab sich, dass Männer sehr viel öfter wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ihrer Arbeit nicht nachgehen können. Zwischen 45 und 64 Jahren erkrankt fast jeder zehnte Mann an einer Herzerkrankung. Ebenfalls häufiger bei Männer vorzufinden sind Ausfallzeiten, die durch Verletzungen hervorgerufen werden. Meist werden diese durch das Nachgehen einer Sportart oder durch körperliche Beeinflussung direkt am Arbeitsplatz hervorgerufen. Frauen hingegen fehlten 2015 vor allem wegen psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen.

Größter Unterschied bei Anzahl der Krebserkrankungen
Den größten Unterschied beim Krankenstand zwischen Mann und Frau zeigt sich laut der DAK-Gesundheitsstudie bei den Krebserkrankungen. Insgesamt ist das Risiko an Krebs zu erkranken bei beiden Geschlechtern gleich, allerdings trifft es Männer vor allem im höheren Alter. Frauen fehlen laut Studie 74% mehr Fehltage als Männer wegen körperlichen Beschwerden hervorgerufen durch eine Krebserkrankung. Bei Frauen tritt am häufigsten Brustkrebs auf, welcher sich meist im Erwerbsleben ausbreitet.

2015 höchster Krankenstand seit 16 Jahren
Vergangenes Jahr war an jedem Tag durchschnittlich 41 von 1.000 Erwerbstätigen krankgeschrieben. Auch die Zahl derer, die sich mindestens einmal im Jahr krankschreiben lassen, stieg von 48,2% aus dem Jahr 2014 auf 50,4%. Häufigste Ausfallursache waren Muskel-Skelett-Erkrankungen, wie beispielsweiße Rückenschmerzen. Ebenfalls einen Anstieg hatten psychische Leiden zu verzeichnen.

Mit der BSA-Akademie vorsorgen
Um als Unternehmen dem gewachsenen Krankenstand entgegenzuwirken sind qualitativ hochwertige betriebliche Gesundheitsmaßnahmen von großer Bedeutung. Mit der BSA-Akademie, die über 60 staatlich geprüfte und zugelassen Lehrgänge anbietet, davon auch zahlreiche im Fachbereich Betriebliches Gesundheitsmanagement, können Mitarbeiter dazu qualifiziert werden, diese Maßnahmen systematisch und nachhaltig in ihrem Betrieb umzusetzen. So können Interessenten sich von der Basisqualifikation „Fachkraft für betriebliches Gesundheitsmanagement“ bis hin zur Profiqualifikation „Manager für betriebliches Gesundheitsmanagement“ qualifizieren.

Mit der Deutschen Hochschule zum Präventionsexperten
Das Schwesterunternehmen der BSA-Akademie, die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, bietet neben fünf dualen Bachelor-Studiengänge, auch drei weiterbildende Master-Studiengänge an. Sowohl mit dem dualen „Bachelor of Arts“ Gesundheitsmanagement als auch mit den aufbauenden Studiengängen zum „Master of Arts“ Prävention und Gesundheitsmanagement sowie dem „Master of Business Administration“ Sport-/Gesundheitsmanagement können sich die Studierenden zu Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement entwickeln.

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