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Vor dem Studienabschluss schon Studioleiterin

Verena Braunöhler aus Willich am Niederrhein hat sich mit 34 Jahren dazu entschieden, den alten Beruf aufzugeben, um ihr Hobby zum Beruf zu machen. Die begeisterte Fitnesssportlerin entschied sich dafür, den dualen Bachelor-Studiengang „Fitnesstraining“ zu beginnen...

Studioleiterin Verena Braunöhler

Neu eröffnet: easyfit! in Willich

Das Hobby zum Beruf gemacht

Schon vor ihrem Studienabschluss übernahm sie die Leitung eines kürzlich eröffneten Studios.

Nach 14 Jahren neue Herausforderung gesucht
Die 37-jährige Verena Braunöhler betreibt seit ihrem 15. Lebensjahr regelmäßig Fitnesssport. Auch im Job arbeitete sie sich durch ihre disziplinierte Art kontinuierlich nach oben. „Ich war 14 Jahre lang in der Werbebranche tätig, habe mich am Ende bis zur Projektleitung hochgearbeitet“, erinnert sie sich. Doch der Aufstieg hatte auch seine Schattenseiten. So arbeitete sie auch die Wochenenden durch und hatte kaum noch Freizeit. „Am Ende war ich wohl kurz vor einem Burn-Out. Ich habe immer mehr an Lebensqualität verloren und musste unbedingt etwas ändern!“

Über Lehrgänge zum dualen Studium gefunden
Dem Fitnesssport ist sie trotz all dem beruflichen Aufwand treu geblieben. Bevor sie ihre Stelle nach 14 Jahren für den gleichen Arbeitgeber aufgab, absolvierte sie schon mehrere Lehrgänge im Fitnessbereich. An der BSA-Akademie, die über 60 staatlich geprüfte und zugelassene Lehrgänge aus dem Bereich Prävention, Fitness und Gesundheit anbietet, schloss sie nebenberuflich unter anderem die Fitnesstrainer-B-Lizenz, den Trainer für Cardiofitness sowie die Ernährungstrainer-B-Lizenz ab. Insgesamt bildete sich die Fitnessbegeisterte mit fünf Lehrgängen nebenberuflich weiter. „Als ich mich dann entschied einen beruflichen Neustart zu wagen, kam auch nur ein Beruf in der Fitnessbranche infrage. Schon immer hat mich beispielsweise die Arbeit der Kurstrainer beeindruckt, die ihre Teilnehmer mitreißen und motivieren konnten. Eine Dozentin der BSA-Akademie machte mich dann auf das Studienangebot der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement aufmerksam.“ Danach musste sie sich entscheiden. Schließt sie weitere Lehrgänge an der BSA-Akademie bis hin zum Berufsabschluss „Fitnessfachwirt IHK“ an oder entscheidet sie sich für ein duales Studium, in Verbindung mit einer betrieblichen Ausbildung in einem Studio, beim Schwesterunternehmen, der Deutschen Hochschule (DHfPG).

Berufliche Umorientierung in kürzester Zeit gelungen

„Ich bin sicher, dass beide Abschlüsse für meine neue berufliche Orientierung hilfreich gewesen wären. Beide Bildungseinrichtungen genießen in der Branche auch einen sehr guten Ruf, ich habe mich im Endeffekt für das duale Studium entschieden. Die Kombination aus Praxis und Theorie hat mich vollends überzeugt. Schließlich fand ich im Studio Halle 22 Fitness und Gesundheit in Willich meinen Ausbildungsplatz.“ So begann sie zum Wintersemester 2012 den dualen „Bachelor of Arts“ Fitnesstraining zu studieren. Das Studium setzt sich neben einem Fernstudium und der betrieblichen Ausbildung auch aus kompakten Präsenzphasen zusammen. „Das Bachelor-Studium war schon eine Herausforderung, wenn man so lange aus der Schule raus ist. Aber ich bin gut organisiert und schätze an dem Studiensystem nicht nur, dass ich die Theorie in der Praxis sofort umsetzen konnte, sondern auch, dass ich selbst bestimmen konnte, wann und wo ich lerne. Außerdem hatte ich den Anspruch an mich selbst, meine Module durchweg mit guten Noten abzuschließen. Durch die bereitgestellten Studienbriefe konnte ich mich ideal auf die Prüfungen vorbereiten.“

Überzeugender Präsenzunterricht

Die Präsenzphasen, die alle vier bis sechs Wochen an drei bis fünf Tagen stattfanden, absolvierte sie im Studienzentrum in Köln. „Ich hatte keine langen Anfahrtswege und habe mich in der kleinen Klasse sehr wohl gefühlt. Wir haben uns zu einer geschlossenen Gemeinschaft entwickelt. Noch heute tauschen wir uns per WhatsApp regelmäßig aus, wie es bei uns läuft und beraten uns gegenseitig“, beschreibt die 37-Jährige. Den Unterricht fand sie unter anderen darum so interessant, da sie das Gelernte sofort im Ausbildungsbetrieb anwenden konnte. „Für mich wäre ein Vollzeitstudium an der Universität nicht infrage gekommen, da ich dafür einfach nicht der Typ bin. Ich habe mich immer auf die Präsenzphasen gefreut, da die Dozenten es schafften uns zu fesseln und mitzureißen. Man bemerkte, dass sie aus der Praxis kommen, dementsprechend praxisorientiert verlief auch der Unterricht.“

Studioleitung noch während des Studiums

Die 37-Jährige nahm die Herausforderung eines dualen Studiums gerne an und fühlte sich in ihrem neuen Berufsfeld nach kürzester Zeit schon wohl. „Eigentlich wollte ich mich nach dem Studium komplett selbstständig machen und im Bereich Personal Training arbeiten.“ Auch kam ihr der Gedanke ein Jahr als Fitnesstrainerin auf dem Clubschiff AIDA die Welt zu bereisen. Doch gerade als sie ihre Zukunftspläne für nach dem Studienabschluss machte, kam ihre Geschäftsführerin mit dem entscheidenden Angebot auf sie zu. „Als sie mich fragte, ob ich das von ihr neu eröffnete Studio easyFIT! zukünftig leiten möchte, hat sich meine Zukunft schnell geklärt. Ich überlegte nicht lange und leite das neue Studio nun bereits seit November 2015“, fasst die Studierende zusammen. „Seitdem weiß ich, dass ich beruflich angekommen bin. Die Tatsache, dass ich durch das Studium eine fundierte Ausbildung im Betrieb absolviert habe, hat mir sicher dabei geholfen, diese Stelle zu bekommen. Zusätzlich übernehme ich gerne Verantwortung und habe ein tolles Team an Kollegen, mit denen die Arbeit richtig Spaß macht.“ Verena Braunöhler ist an ihrem beruflichen Ziel angekommen, sie hat sogar in kürzester Zeit mehr erreicht, als sie sich zunächst erhoffte. Den Bachelor-Abschluss hat sie in einigen Wochen ebenfalls in der Tasche. „Wenn wir die Uhr dreieinhalb Jahre zurückstellen würden, würde ich alles genauso wieder machen. Die Studioleitung eines neu eröffneten Studios ist zwar eine echte Herausforderung, schließlich wollen wir unsere Zielzahlen erreichen, aber mit Herausforderungen kenne ich mich ja nun aus!“