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Wirkmechanismen multimodaler Stressbewältigungsprogramme

Der Übeltäter Stress, wer kennt ihn nicht? Aufgrund der vielen vorhandenen Stressbewältigungsprogramme muss Stress allerdings kein Angst verursachendes Phänomen mehr sein. Besondere Betonung liegt dabei auf den multimodalen Stressbewältigungsprogrammen.

Stressbewältigungsprogramme

Stress kann auch am Arbeitsplatz entstehen

Unter einem multimodalen Stressbewältigungsprogramm versteht man einen Ansatz, der Stress auf mehreren Ebenen entgegenwirkt. Anwendungspunkte für Stressbewältigungsprogramme stellen beispielsweise die Stressoren, der Organismus und die Stressreaktion dar.
Stress zeigt sich nämlich nicht nur auf einer Ebene, sondern im Normalfall auf mehreren gleichzeitig, sodass die Anwendung eines einzigen gezielten Stressbewältigungsprogrammes nicht ausreichen würde, um dem Stress erfolgreich entgegenwirken zu können.

Multimodale Stressbewältigungsprogramme versuchen in erster Linie die individuellen Kompetenzen, die für den Umgang mit Stress ausschlaggebend sind, zu erkennen, zu fördern und weiterzuentwickeln. Stress führt dazu, dass das ausgeglichene Verhältnis von Spannung und Entspannung gestört wird und zum Teil zu überdauernden Spannungszuständen führt. Ein multimodales Stressbewältigungstraining soll Personen bei der Entwicklung von Selbstregulation im Sinne eines Stressmanagements helfen, um selbstständig einem gestörten Gleichgewicht entgegenwirken zu können. Ebenso sollen Fähigkeiten entwickelt werden, um Spannungszustände möglichst früh erkennen zu können, um entsprechend die benötigten Ressourcen zum Umgang mit dem bevorstehenden Spannungszustand mobilisieren sowie Strategien zur Problemlösung entwickeln und anwenden zu können. Des Weiteren soll durch multimodale Stressbewältigungsprogramme die Belastbarkeit gesteigert werden. Vor allem aber soll das Auftreten von stressauslösenden Belastungen und Stresswirkungen vermindert werden. Häufig kombinieren multimodale Stressbewältigungsprogramme Trainingsmodule wie Entspannungstraining, Problemlösetraining oder Genusstraining etc., je nach Ausrichtung ihres inhaltlichen thematischen Schwerpunktes.

Häufig wird für ein Stresstraining ein inhaltlicher Schwerpunkt ausgewählt (Ressourcen, Spannungsregulation, Bewertungsmuster, Strategien), der eine oder verschiedene Modalitäten (biologisch, psychisch, soziokulturell) ansprechen soll. Des Weiteren muss überlegt werden, welche Methoden angewendet werden sollen (Vermittlung von Wissen oder Übungen zur Selbstreflexion etc.).

Stressmanagement als Schwerpunkt während des Master-Studiums
Der Studiengang Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement qualifiziert durch individuell wählbare Schwerpunkte zur Übernahme von Führungsaufgaben in Einrichtungen und Unternehmen der Gesundheitsbranche. Ein Schwerpunkt ist dabei Stressmanagement, der sich auf drei Studienmodule verteilt und für das Durchführen professioneller Stressmanagementprogramme qualifiziert.

Weitere Informationen:
Prävention und Gesundheitsmanagement - Master of Arts