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Zentrum für ambulante Rehabilitation setzt auf dual Studierende

Die ZAR Nanz medico vereint in ihrer Trägerschaft insgesamt 19 ambulante medizinische Rehabilitationszentren im Bundesgebiet und ist damit deutschlandweit die größte Organisation dieser Art. Bereits seit 2004 setzen die Zentren für ambulante Rehabilitation (ZAR) dabei erfolgreich auf dual Studierende der Deutschen Hochschule.

Die ZAR Nanz medico setzt seit 2004 auf dual Studierende der DHfPG

Der Regionaldirektor und kaufmännische Leiter Torsten Kolf

Studierende tragen schon während ihres Studiums große Verantwortung

ZAR Trier erstes Zentrum mit dual Studierenden
Ambulante Rehabilitation bedeutet, dass Patienten nach einer Operation oder Erkrankung in der Nähe ihres Wohnortes zur Wiederherstellung ihrer Gesundheit behandelt werden. So müssen sie nach einem Krankenhausaufenthalt nicht erneut für mehrere Wochen in eine stationäre Rehabilitationsklinik, unter Umständen fernab von Zuhause. Mit innovativen Konzepten decken die Zentren für ambulante Rehabilitation (ZAR), die zur Unternehmensgruppe unter dem Dach der Helmut Nanz Stiftung gehören, ein breit gefächertes Spektrum ab, das je nach Standort von der Orthopädie über die Psychosomatik, die Onkologie bis hin zur Kardiologie und Neurologie reicht. Sie bieten neben der ganztägig ambulanten Rehabilitation, erweiterte ambulante Physiotherapie, Nachsorgeprogramme oder Heilmittelversorgung auf Rezept für Physiotherapie/Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie. Die Unternehmensgruppe Nanz medico wächst stetig und so sind die Zentren für ambulante Rehabilitation regelmäßig auf der Suche nach jungen und engagierten Mitarbeitern. Bereits seit dem Jahr 2004 setzen die Verantwortlichen bei der Mitarbeiterqualifikation auf dual Studierende der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement DHfPG. Angefangen hat die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem ZAR in Trier, Sitz der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz. „Die erste Studierende war 2004 die ehemalige Handballerin der „Trierer Miezen“, Alexandra Gräfer. Der Vorstand des Vereins wollte ihr eine berufliche Perspektive im Bereich der medizinischen Trainingstherapie für die Zeit nach der Sportkarriere bieten“, erinnert sich Torsten Kolf, der Regionaldirektor der ZAR in Rheinland-Pfalz. Alexandra Gräfer war damals Torhüterin des Bundesligisten DJK/MJC Trier und auch deutsche Nationalspielerin mit insgesamt 63 Länderspielen. Mit dem dualen Studium an der DHfPG war sie die erste von mittlerweile 15 dual Studierenden, die allein das ZAR in Trier seitdem ausgebildet hat und noch ausbildet.

Einmal die Woche ein „Lerntag“ für Studierende
Immer mehr Zentren der Unternehmensgruppe im Bundesgebiet beschäftigten daraufhin dual Studierende. „Anfangs haben wir Stellenanzeigen in den lokalen Zeitungen geschaltet und auf unserer Homepage. Später hat dies nicht mehr gereicht und wir haben die Jobbörse aufstiegsjobs.de der Deutschen Hochschule genutzt“, fasst Vera Gehendges, die Ausbildungsleiterin des ZAR Trier, zusammen. Dabei sei für die Bewerber von Vorteil, wenn sie zuvor bereits erste Erfahrungen im sozialen Bereich gesammelt haben, beispielsweise in Form eines Praktikums. Gerade in den vergangenen Jahren ist der Bedarf an dual Studierenden in Trier gestiegen, denn das Studiensystem passt sowohl zu den Erwartungen der Studierenden, als auch zu den Anforderungen des Betriebes: „Die Abwesenheitszeiten sind kurz und planbar, was einen klaren Vorteil gegenüber dem Blockunterricht anderer dualen Hochschulen darstellt. Unsere Studierenden arbeiten oft sehr projektbezogen und verantworten sogar das Projektmanagement, zum Beispiel bei Planung von Veranstaltungen oder dem Testen von Trainingstools für die medizinische Trainingstherapie. Sie stimmen natürlich die Inhalte immer mit Frau Gehendges oder mir ab, werden aber zu einem sehr selbstständigen Handeln herangeführt“, erklärt der Regionaldirektor und kaufmännische Leiter. Die Studierenden bekommen so schon während des Studiums Verantwortung übertragen. Einmal pro Woche gibt es für unsere Studierenden einen festen Lerntag, an dem sie sich in einem eigens eingerichteten Studentenbüro auf ihre Präsenzphasen oder Klausuren vorbereiten können. Sie haben also einen kompletten Arbeitstag pro Woche, um sich entsprechend vorzubereiten“, erläutert Torsten Kolf. „Alternativ dazu bieten wir die Möglichkeit, diese Tage zu sammeln und stattdessen blockweise zu nutzen, beispielsweise zur Vorbereitung auf bevorstehende Klausuren oder Hausarbeiten. Dies kommt bei unseren Studierenden sehr gut an und wird gerne genutzt“, ergänzt er.

Studieninhalte und Tätigkeitsfeld ergänzen sich optimal
Gerade die beiden dualen Bachelor-Studiengänge Gesundheitsmanagement und Ernährungsberatung sind sehr beliebt. Sie ergänzen sich optimal mit dem Tätigkeitsfeld der dual Studierenden im Betrieb. „Die Studieninhalte können ausnahmslos in der Praxis angewandt werden. In unserer Verwaltung sind die betriebswirtschaftlichen Inhalte sehr wichtig. Demgegenüber lassen sich in unseren Zentren aber auch die Inhalte aus den Modulen der Trainingslehre praktisch anwenden – dies stets in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Ärzten, Sport- und Physiotherapeuten“, fasst er zusammen. „Da wir ein ganzheitliches Rehabilitationskonzept verfolgen, spielt auch die Ernährung eine wesentliche Rolle. Unter Supervision unserer Diätassistentin halten die dual Studierenden beispielsweise Seminare zur gesunden Ernährung.  Die Erstellung individueller Ernährungspläne und die Durchführung der praktischen Lehrküche runden das Beratungsprogramm im Bereich der Ernährung ab“ so Torsten Kolf.  In Trier schlossen zudem bereits zwei Studierende den „Master of Arts“ Prävention und Gesundheitsmanagement an und erweiterten damit ihre Kompetenzen.

Frühzeitige Karriereplanung für mehr Planungssicherheit
Die Chancen nach dem Studium in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden, stehen allgemein gut. „Wir können die Studienabsolventen in vielen Bereichen einsetzen. Dazu gehören beispielsweise das Patienten-Management und die Patientenplanung im verwaltungstechnischen Bereich. Andere Absolventen haben ihre Stärken im persönlichen Umgang mit den Patienten und können in Sporttherapie und Ernährungsberatung eingesetzt werden. Oft kristallisiert sich während des Studiums schon heraus, wer wo seine Stärken hat“, weiß Torsten Kolf aus Erfahrung. Bisher konnten alle Absolventen übernommen werden. „Wir führen halbjährlich ein Feedback-Gespräch, in dem wir mit den Studierenden über die Leistungen im Betrieb und im Studium sprechen. Dabei werden natürlich die Stärken aber auch die Schwächen angesprochen, an denen noch gearbeitet werden sollte“, beschreibt der Regionaldirektor. Um die berufliche Zukunft nach dem Studienabschluss zu besprechen, setzen sich die Verantwortlichen des ZAR schon zu einem frühen Zeitpunkt mit den angehenden Akademikern zusammen. „Die Karriereplanung beginnt meist schon ein Jahr vor Studienabschluss. Zu diesem Zeitpunkt werden die Schwerpunkte gelegt und abgestimmt, welche Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmensgruppe bestehen.  Dabei orientieren wir uns an den freien Stellen, die wir bundesweit zu vergeben haben und stimmen diese mit der persönlichen Situation der Studierenden ab.“ Auf diese Weise können die Absolventen frühzeitig planen und auch einen etwaigen Wohnortswechsel entsprechend vorbereiten. „Wir haben jüngst einer Studentin nach dem Abschluss eine Übernahme in unserem Zentrum in München ermöglicht.  Ich persönlich denke, dass ein Ortswechsel auch für die Persönlichkeitsentwicklung sehr förderlich sein kann“, beschreibt der Regionaldirektor. „Mit Friederike Kuhfuß haben wir eine Studierende, die nach ihrem Bachelor-Abschluss in Gesundheitsmanagement von Ludwigshafen nach Trier gewechselt ist und bei uns ein einjähriges Trainee-Programm zur kaufmännischen Leitung absolviert.“ An der Kooperation mit der Deutschen Hochschule will die Nanz medico auch nach 12 Jahren weiter festhalten, ist sich Torsten Kolf sicher. „Wir haben durchweg positive Erfahrungen mit Studierenden der DHfPG gemacht und setzen auch weiterhin auf diesen Weg zur Gewinnung unseres Nachwuchs-Fachpersonals.“