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Mit dem Studienabschluss zurück zu den Wurzeln

Seine Berufslaufbahn führte Marian Müller bereits zweimal zur EMS-Studiokette Bodystreet. Inzwischen leitet der 26-jährige studierte Fitnessökonom erfolgreich seine eigene Filiale in Wiesbaden.

Marian Müller leitet inzwischen seine eigene Bodystreet-Filiale

Durch verschiedene Studienmodule wichtige Kompetenzen für den Beruf erlangt

Wegen beruflicher Perspektive: Duales Studium statt Ausbildung
Nach seinem Abitur leistete Marian Müller seinen Grundwehrdienst bei der Marine. Kurzzeitig überlegte er sich ein Studium bei der Bundeswehr/Marine zu absolvieren und sich langfristig zu verpflichten. „Ich hatte durchaus Interesse an einer Offizierslaufbahn und an einem Studium bei der Bundeswehr. Aber ich war damals erst 20 Jahre alt und musste mich dafür länger als mein halbes bisheriges Leben verpflichten. Darum habe ich mich im Endeffekt für das zivile Leben entschieden“, fasst Marian Müller zusammen. „Nach dem Grundwehrdienst habe ich nach einem Studium beziehungsweise einer Ausbildung im Sportbereich gesucht. Dafür habe ich mich schon immer interessiert, treibe seit meiner Kindheit selbst Sport, spiele heute noch Fußball. Bei meiner Stellensuche bin ich dann das erste Mal auf das Fitnessunternehmen Bodystreet gestoßen“, denkt der 26-Jährige zurück. In der Bochumer Filiale war zunächst eine Stelle zur Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ausgeschrieben. „Beim Vorstellungsgespräch hat sich herausgestellt, dass Bodystreet auch dual Studierende einstellt und ich mit meinem Abitur dafür geeignet wäre. Als ich abwägen musste zwischen einer Ausbildung und einem dualen Studium an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, war die Entscheidung für das Studium schnell gefallen.“ Durch den staatlich anerkannten Abschluss zum „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie versprach er sich vor allem eine bessere berufliche Perspektive. Außerdem beinhaltete das duale Fernstudium eben eine betriebliche Ausbildung, während der er schon relevante Berufserfahrung sammeln konnte, was ihm ebenfalls wichtig war.

Ungeplanter Betriebswechsel verlief problemlos
Anstatt einer kaufmännischen Ausbildung startete Marian Müller also sein duales Fernstudium an der Deutschen Hochschule in Verbindung mit der betrieblichen Ausbildung bei Bodystreet, einem der führenden EMS-Anbieter. Dabei handelt es sich um ein effektives Fitnesstraining mithilfe elektrischer Reize. „Diese Trainingsmethode ist einfach am Zahn der Zeit. Viele Menschen haben nicht die Freizeit, mehrmals wöchentlich das Fitnessstudio aufzusuchen. Studien haben bereits nachgewiesen wie effektiv 20 Minuten EMS-Training pro Woche sind.“, erklärt der Fitnessökonom. Im Bodystreet-Studio in Bochum fühlte er sich wohl. Die Präsenzphasen an der Deutschen Hochschule, die alle 4-6 Wochen für wenige Tage stattfanden, besuchte er am Studienzentrum in Köln. Dennoch musste er sich überraschend kurzfristig umorientieren. „Der Inhaber meines Ausbildungsbetriebes entschied sich das Studio nicht mehr weiterzuführen und kurzzeitig war nicht klar, wie es weitergeht und ob mich ein neuer Inhaber übernehmen könnte“, beschreibt Marian Müller. Dennoch musste er sein Bachelor-Studium nicht ruhen lassen. Sofort fand er ein Gesundheitsstudio in Mönchengladbach, welches ihm die Möglichkeit gab, den betrieblichen Teil des Studiums weiterzuführen. Im Endeffekt profitierte davon sowohl Marian Müller, der alle im Studium behandelten Inhalte sofort in der Praxis umsetzen konnte, als auch das Gesundheitsstudio, welches von seiner wachsenden Fachkompetenz profitierte und dem angehenden Fitnessökonom Stück für Stück mehr verantwortungsvolle Tätigkeitsfelder übertragen konnte.

Gut organisiert durch das duale Studium
Das Studiensystem lag dem sportbegeisterten Ruhrpottler. „Ich habe natürlich während der Zeit bei der Marine schon ein wenig gelernt, wie man sich gut organisiert und selbst diszipliniert. Zu Beginn des Studiums hatte ich schon ein wenig Respekt vor dem wirtschaftswissenschaftlichen Teil des Studiums. Allerdings wurde mir diese Angst schnell genommen. Es gab im Endeffekt nichts an Studienmodulen, was nicht zu bewältigen war.“ Die Studienunterlagen wurden ihm frühzeitig vor dem Semester zur Verfügung gestellt, sodass er sich gut auf jede Präsenzphase vorbereiten konnte. „Mal habe ich die Zeit vor der Arbeit genutzt und mal danach, um mir das Studienmaterial anzuschauen. Es kam immer darauf an welche Arbeitszeiten ich hatte. Ich habe immer mal wieder einen kleinen Teil der Studienordner durchgearbeitet, aber dafür regelmäßig. Trotz der Arbeit im Betrieb und des Studiums hatte ich immer noch genug Zeit, ähnlich wie andere Freunde die ein Vollzeitstudium absolvierten“, vergleicht er. „Ich hatte meine Freizeit, um mit Freunden etwas zu unternehmen oder Fußball zu spielen. Freunde, die Vollzeit an der Uni studierten, mussten ebenfalls einem Nebenjob nachgehen, um ihr Studentenleben zu finanzieren“, führt er aus. „Am Studienverlauf der Deutschen Hochschule hat mir sehr gut gefallen, dass es im Gegensatz zur Uni keine vollgestopften Klausurphasen gibt, sondern zum Abschluss der einzelnen Module jeweils eine Klausur beziehungsweise Hausarbeit geschrieben wird.“ Der Fitnessökonom ist sich sicher, dass jeder der regelmäßig etwas lernt, das Studium sehr gut bewältigen kann. Lediglich die Bachelor-Thesis stellte ihn vor eine gewisse organisatorische Herausforderung. Aber am Ende hatte er dafür einen staatlich anerkannten akademischen Abschluss, den „Bachelor of Arts“ Fitnessökonomie, erreicht.

Der Weg zurück zu Bodystreet
Nach seinem Abschluss stellte sich der damals 24-Jährige die Frage nach seiner beruflichen Zukunft. „Da mein Vater schon selbstständig ist und ich mich durch mein Studium in der Lage fühlte mein eigener Chef zu werden, entschied ich mich für den Weg in die Selbstständigkeit.“ Für die Liebe zog er nach Wiesbaden. Dort entschied er sich, ein Bodystreet-Studio zu eröffnen, womit sich der Kreis wieder schloss. Diese Chance ließ sich Marian Müller nicht entgehen und ist mittlerweile seit über 1 ½ Jahren Geschäftsführer dieses EMS-Studios. „Durch das Studium habe ich das Handwerkszeug oder besser gesagt das Fachwissen erlangt, um das Studio zu leiten. Dennoch lerne ich auch heute noch täglich eine Menge dazu. Gerade auch die soziale Kompetenz ist bei uns ganz entscheidend. Denn beim EMS-Training ist immer der Trainer als Anleiter dabei, anders als in den meisten konventionellen Fitness-Studios. Durch eine qualifizierte persönliche Betreuung können wir in unseren Studios acht von zehn Trainierenden langfristig binden und mit ihnen zusammen Trainingserfolge feiern.“ Um weiterhin auf qualifiziertes Personal zurückgreifen zu können, stellte der 26-Jähirge bereits zwei Mitarbeiterinnen ein. „Unser Team besteht aus einer dualen Studierenden der Sportökonomie sowie einer studierten Fitnessökonomin der Deutschen Hochschule. Wir sind ein sehr homogenes, funktionierendes Team und deshalb habe ich vor, in kurzer Zeit noch einen weiteren dual Studierenden der DHfPG einzustellen.“