Weltkrebstag: Mehr Neuerkrankungen aber auch bessere Heilungschancen

In Deutschland sterben Jahr für Jahr mehr als 200.000 Menschen an bösartigen Tumoren, nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen fordern mehr Menschenleben. Doch trotz steigender Erkrankungszahlen gibt es auch gute Nachrichten, was die Heilungschancen angeht. Starben 1980 noch mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten, kann laut des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) heute mehr als die Hälfte auf dauerhafte Heilung hoffen. Zudem haben sich dank verbesserter Therapieverfahren die Überlebensdauer und die Lebensqualität deutlich erhöht, berichtete SPIEGEL Online heute anlässlich des weltweiten Weltkrebstages.

Zur Prävention oder nach der abgeschlossenen Krebsbehandlung zu einem aktiven Lebensstil finden

Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt seit Jahren weltweit zu. Im Jahr 2018 wurden Schätzungen zufolge weltweit mehr als 18 Millionen neue Krebsdiagnosen gestellt, wie aus der Datenbank der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) hervorgeht. Die Zahl der Menschen, die 2018 bereits seit fünf Jahren mit einer Krebsdiagnose lebten, schätzen sie auf beinahe 44 Millionen.

Krebsrisiko lässt sich senken, Heilungschancen steigen
Doch es gibt auch gute Nachrichten. Jeder hat die Möglichkeit, sein persönliches Krebsrisiko zu reduzieren, indem er gesünder lebt. Auf diese Weise ließen sich 30 bis 50 Prozent aller Krebserkrankungen vermeiden, hat die WHO errechnet. Für Deutschland kam eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) kürzlich auf einen Wert von fast 40 Prozent vermeidbarer Krebserkrankungen.

Nach der Behandlung in einen aktiven Lebensstil zurückfinden
Die Bedeutung von körperlicher Aktivität für die Lebensqualität von Krebspatienten stellen auch die Angebote der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und ihres Schwesterunternehmens, der BSA-Akademie, in den Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg wurden verschiedene Angebote entwickelt. Das Kursprogramm „Aktiv leben nach Krebs“ ermöglicht ehemaligen Krebsbetroffenen den Einstieg in ein aktives Leben nach der Erkrankung. Im Saarland wird das Programm von der IKK Südwest unterstützt.

Zum „Fitnesstrainer in der Krebsnachsorge“ werden
Der Lehrgang „Fitnesstrainer/in in der Krebsnachsorge“ des DHfPG-Schwesterunternehmens BSA-Akademie qualifiziert Trainer in Fitness- und Gesundheitseinrichtungen für eine zielgruppengerechte Betreuung ehemaliger Krebsbetroffener. Eine bundesweit einmalige akademische Qualifizierungsmöglichkeit im Bereich von körperlicher Aktivität und Krebs wurde von DHfPG und NCT mit dem interdisziplinären Masterstudienschwerpunkt „Lebensstilintervention und Krebs“ geschaffen. Absolventen dieses Studienschwerpunktes, der im Rahmen des Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement angeboten wird, können zusätzlich die Berufsbezeichnung „Sport- und Bewegungstherapeut DVGS Onkologie“ erwerben.

Alle Informationen zum Lehrgang der BSA-Akademie:

https://www.bsa-akademie.de/lehrgaenge/fitness-functional-athletik-training/ausbildung-fitnesstrainer-krebsnachsorge.html

Alle Informationen zur Initiative "Aktiv leben nach Krebs":

www.dhfpg.de/alnk

Alle Informationen zum Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement:

www.dhfpg.de/mpgm