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Longevity erklärt: DHfPG‑Dozent Marcel Reuter im WELT‑Podcast zu gesundem Altern

Länger leben – aber gesund bis ins hohe Alter? Diese Frage bewegt viele Menschen, auch junge Erwachsene, die bewusst in ihre Zukunft investieren wollen. Genau darum ging es im aktuellen WELT‑Podcast „AHA! Alltagswissen“, in dem Dr. Marcel Reuter, Dozent und Leiter des Fachbereichs Trainings‑ und Bewegungswissenschaften an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) in Saarbrücken, als Gast eingeladen war.

 

Dr. Marcel Reuter

Was bedeutet Longevity und Gesundheitsspanne?

Viele kennen den Begriff Langlebigkeit – aber Gesundheitsspanne ist mindestens genauso wichtig. Es geht nicht nur darum, wie lange wir leben, sondern wie lange wir gesund, aktiv und leistungsfähig bleiben.

"Studien zeigen in dem Zusammenhang, dass die Kluft zwischen dem Älterwerden und dem gesund bleiben immer weiter auseinandergeht. In Deutschland liegen wir da etwa bei 10 Jahren", sagt Marcel Reuter im Podcast.

Dabei spielt körperliche Aktivität eine zentrale Rolle – insbesondere in Bezug auf unseren Stoffwechsel und Entzündungsprozesse im Körper.

Training beeinflusst Entzündungsprozesse positiv

Marcel Reuter war Teil eines Forschungsteams, das sich in einer groß angelegten Studie mit Metaboliten beschäftigte – Stoffwechselprodukten, die bei der Energieproduktion und in Zellprozessen im menschlichen Körper entstehen.
Diese Metaboliten und sogenannte Zytokine haben großen Einfluss auf inflammatorische (entzündliche) Prozesse im Körper.

Körperliche Aktivität kann nachweislich

  • chronische Entzündungen reduzieren,
  • das Immunsystem positiv beeinflussen
  • und so zur Verlängerung der Gesundheitsspanne beitragen.

Das bedeutet:
Wer regelmäßig trainiert, wirkt nicht nur aktiv Alterungsprozessen entgegen, sondern stärkt auch seine körperliche Balance auf Zell‑ und Stoffwechsel‑Ebene.

Indikatoren für Langlebigkeit: Was sagt die Wissenschaft?

Im Podcast nannte Marcel Reuter konkrete Faktoren, die mit einer höheren Gesundheitsspanne verknüpft sind:

1. VO₂max – maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit

Je höher die VO₂max, desto besser die körperliche Fitness – ein starker Prädiktor für Gesundheit und Leistungsfähigkeit im Alter.

2. Griffkraft

Ein überraschend guter Indikator bei älteren Personen: Studien zeigen, dass starke Griffkraft mit allgemeiner Muskelkraft und Gesundheit im Alter korreliert.

Welche Trainingsform ist am sinnvollsten für Longevity?

Marcel Reuter betont im Podcast klar:

➤ Ausdauertraining

Ideal, um

  • die VO₂max zu verbessern,
  • das Herz‑Kreislauf‑System zu stärken und
  • die allgemeine Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

➤ Krafttraining

Ebenso wichtig, um

  • Muskelmasse zu erhalten,
  • Stoffwechselprozesse zu optimieren und
  • Entzündungsprozesse langfristig zu regulieren.

Bestes Ergebnis: Die Kombination aus Ausdauer‑ und Krafttraining.

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Live erleben auf dem FIBO Congress: Dr. Marcel Reuter über HIIT & Longevity

Wer noch tiefer ins Thema einsteigen möchte, kann Dr. Marcel Reuter live auf dem FIBO Congress erleben. In seinem Vortrag „HIIT – Ist hochintensiv auch hocheffektiv für Fitness, Gesundheit und Longevity?“ gibt er eine wissenschaftlich fundierte Einordnung, wie hochintensive Trainingsformen wie HIIT die Leistungsfähigkeit, den Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System beeinflussen.

Dabei erklärt er anschaulich:
✔ welche physiologischen Anpassungen HIIT auslöst,
✔ welche Grenzen es gibt
und
✔ wie man das Training praxisnah umsetzen kann.

Ein Must-See für alle, die wissen wollen, wie „hochintensiv“ wirklich „hocheffektiv“ werden kann – gerade im Kontext von Longevity und gesundem Altern.

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