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DHfPG-Studierende als Abteilungsleiterin der JUNIOR HEROES

Lena Bergkemper spielt seit 18 Jahren Fußball und bestritt über 30 Spiele in der B-Juniorinnen-Bundesliga. Nach dem Abitur absolvierte die 22-Jährige ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) bei der Sportschule Kaiserau, um auch mal hinter die Kulissen zu blicken. Mittlerweile studiert Lena Sportökonomie und ist selbst Trainerin!

 

DHfPG-Studierende Lena Bergkemper
DHfPG-Studierende Lena Bergkemper

"Nach dem Abitur habe ich zuerst ein FSJ im Bereich Talentförderung Fußball in der Sportschule Kaiserau absolviert. Ich wusste zwar, dass ich studieren will, aber ich wollte zuerst schauen, ob ich auch langfristig in der Sportbranche arbeiten möchte. In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich ein duales Studium in dem Bereich beginnen möchte."

Von der Schülerpraktikantin zur Studentin

Die Dortmunderin absolvierte ihr Schulpraktikum im Sportmedizinischen Trainingszentrum Kämmerling und konnte so bereits erste Einblicke erhalten. "Dort habe ich auch zum ersten Mal von der DHfPG erfahren. Als der Zeitpunkt kam und ich einen Ausbildungsbetrieb für mein duales Studium suchen musste, habe ich natürlich zuerst dort gefragt."

2019 startete Lena Bergkemper schließlich ihr duales Studium zur Sportökonomin. "Da ich weiterhin nebenbei als U12-Trainerin für den Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e. V. (FLVW) arbeite, habe ich mich für den Studiengang Sportökonomie entschieden. Ich finde den Studiengang sehr vielseitig, da neben Trainingslehre auch Themen wie Sport- und Vereinsrecht oder Sportmarketing abgebildet werden. Damit ist man breit aufgestellt und sieht, ob man sich mehr für Marketing oder Trainingslehre interessiert."

Durch das Studiensystem konnte die 22-Jährige bereits vieles aus der Theorie im Betrieb umsetzen. "Das hat mir am Anfang auch ein Stück weit Sicherheit gegeben. Ich hatte vorher weniger mit älteren Menschen zu tun, eher mit der Altersgruppe der 8-15-Jährigen." Zu Beginn wurde sie auf der Trainingsfläche eingesetzt und lernte die Mitglieder kennen. "Wir sind ein kleines Unternehmen, da kennt sich natürlich jeder. Mit der Zeit habe ich Trainingstermine übernommen, die Rehasport-Lizenz gemacht und Rehasport-Kurse gegebe. Wir betreuen aber auch Kaderathleten – ob Basketballer, Radfahrer oder Kanuten. Das ist nochmal ein komplett neuer Bereich. Das macht die Arbeit sehr vielseitig."

Zwei bis drei Tage pro Woche fokussiert sie sich nur auf ihr Studium. "Die Präsenzphasen bieten einen Ausgleich zum Arbeitsalltag – egal, ob vor Ort oder digital. Es ist zwar nicht immer einfach, Arbeit und Studium unter einen Hut zu bekommen, aber ich ziehe nur Positives aus allem. Ich mache es ja für mich und lerne immer Neues dazu."

Abteilungsleitung der JUNIOR HEROES

Seit einem Jahr ist Lena Bergkemper die Abteilungsleiterin derJUNIOR HEROES in Schwerte. Mit diesem Konzept lernen Kinder bereits ab drei Jahren die Vorteile von werteorientiertem Selbstbehauptungsunterricht kennen. "Wir bieten 15 Kurse pro Woche an, aktuell trainieren insgesamt 170 Kinder bei uns. Darin werden neben Technik und Taktik zur Selbstverteidigung vor allem wichtige Werte fürs Leben vermittelt wie Disziplin, Höflichkeit, Respekt und Konzentration. Dazu führen wir am Anfang jeder Stunde immer ein 'Mattengespräch' mit den Kindern. Alle 15 Wochen gibt es dann eine 'Gürtelwoche'. Wenn die Kinder eine neue Gürtelstufe erreichen, erhalten sie eine Urkunde und den neuen Gürtel. Das ist immer ein schönes Ereignis für die Kinder und deren Familien. Die Planung dieses Events gehört auch zu meinem Aufgabenbereich." Zudem hat die Studierende die volle Verantwortung für das Marketing und die Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Ein typischer Arbeitstag der angehenden Sportökonomin:

"Morgens schaue ich mir immer die Zahlen an und schreibe die wichtigsten Zahlen auf: Mitglieder, Kursauslastung etc. Ich plane Werbeanzeigen ein und schaue wie sie performen, führe Gespräche mit Mitgliedern oder Interessenten. Zusätzlich habe ich zwei feste Rehakurse pro Woche. Und wenn noch Zeit übrig ist, gehe ich gerne über die Trainingsfläche."