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Leidenschaft zum Beruf gemacht

Jannis Konietzky arbeitete bereits mit 16 Jahren das erste Mal in einem Fitnessstudio. Auch in der Schule legte er sein Abitur mit Sportprofil ab und absolvierte seine erste Trainerlizenz. Heute hat der 23-Jährige den Bachelor of Arts Fitnessökonomie erfolgreich abgeschlossen, absolviert nebenberuflich noch den Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement und leitet den Bereich Marketing und Vertrieb in einem Startup im BGM-Bereich.

 

Erfolgsgeschichte Jannis Konietzky

"Dass ich studieren will, war mir klar. Aber ich wusste gar nicht, was ich machen sollte, weil man so viele Möglichkeiten hat."

Jannis Konietzky absolvierte bereits während der Schulzeit seine erste Trainerlizenz und arbeitete nebenbei im Fitnessstudio. "Mit Menschen zu arbeiten, hat mir Spaß gemacht und ich hatte das Gefühl, Sport im Allgemeinen liegt mir." Trotzdem entschied er sich zuerst, etwas ganz anderes zu studieren: Anglistik und Amerikanistik. "Das hat mir aber keinen Spaß gemacht. Sportwissenschaften wollte ich aber auch nicht studieren, da ich nicht wusste was ich damit später arbeiten sollte." 

Über einen Freund zum passenden Studiengang und Ausbildungsbetrieb

"Ein Freund hat an der DHfPG studiert. Ich habe mich mit ihm unterhalten und fand es interessant." Also informierte sich Jannis über die Hochschule und das Studienangebot. "Das Studiensystem hat mir direkt zugesagt. Ich fand es gut, dass es kein reines Fernstudium ist, sondern auch Präsenzphasen vor Ort stattfinden. Außerdem konnte ich direkt starten und musste nicht bis zum nächsten Semesterbeginn warten." Als Studiengang suchte er sich den Bachelor of Arts Fitnessökonomie raus. "In dem Bereich habe ich mich am wohlsten gefühlt, da hatte ich auch schon ein bisschen Erfahrung. Außerdem war das mein Hobby und meine Leidenschaft."

Der Studiengang stand fest, es fehlte also nur noch ein passender Ausbildungsbetrieb für das duale Studium. "Ich habe mich informiert, wo ich ein duales Studium absolvieren kann. Ein Freund erzählte mir dann von einem Betrieb, der dual Studierende ausbildet. Da habe ich mich direkt beworben." Zuerst arbeitete er auf der Trainingsfläche und betreute Kunden. "Nach dem Motto 'Übung macht den Meister' habe ich im Anfang ca. 20 Beratungsgespräche im Monat geführt, dann 140." Später durfte er die Clubleitung übernehmen und damit auch mehr Verantwortung. "Ich war dann auch für kaufmännische Bereiche zuständig, wie z. B. Marketing, Controlling und Vertrieb." Für den Job zog er vom "Land in die Stadt". "Am Anfang bin ich gependelt, da es nur 20 km nach Hamburg sind. Aber ich wollte nach Hamburg ziehen und dadurch, dass ich während des Studiums ein bisschen Geld verdient habe, konnte ich das auch machen." Nach einem Jahr wechselte er in ein größeres Studio des gleichen Unternehmens. "Der Standort in der Hamburger Innenstadt war nochmal eine neue Herausforderung für mich. Da gab es noch keine richtigen Strukturen und noch mehr Arbeit im Vertrieb und Controlling. Ich konnte die Theorie aus dem Studium direkt umsetzen und auch an meine Kolleginnen und Kollegen weitergeben, z. B. Kennzahlen im Controlling. Oder auch das Wissen nach einer Präsenzphase aus dem Bereich der Trainingslehre – das konnte ich für die Trainingspläne von Kunden nutzen. Das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht, deshalb hab ich mich dazu entschieden, weiterzustudieren."

Nach dem Bachelor direkt mit dem Master-Studium gestartet

Seit diesem Jahr studiert der 23-Jährige M. A. Prävention und Gesundheitsmanagement. "Ich bin mit der Zeit von Fitness eher in Richtung Prävention 'gewandert'. Ich fand die Inhalte des Studiums sehr interessant und das ist ein Bereich der wächst." Seine Studienschwerpunkte sind Marketing und Vertrieb sowie Psychische Gesundheit. "Der Schwerpunkt interessiert mich persönlich auch sehr. Außerdem sind die Dozentinnen und Dozenten super, weil sie ihre Erfahrungen weitergeben und aus der Praxis berichten. Während meines Bachelor-Studiums habe ich schon viel Berufserfahrung gesammelt, das war auch ausschlaggebend für meinen Weg nach dem Studium." Die Präsenzphasen besuchte er immer in Hamburg, im Master hat er sich für die digitale Variante entschieden. "Die digitalen Präsenzphasen sind etwas zeitsparender und gerade zu Corona-Zeiten war es super, dass alles digital verfügbar war, sonst hätte sich das Studium im schlimmsten Fall verschoben."

Über die Prävention kam auch der Kontakt zu seiner neuen Stelle zustande. "Ich habe als Freiberufler bewegte Pausen, Gesundheitstage und Büroworkouts für Unternehmen angeboten. Dort habe ich meinen jetzigen Chef getroffen. Er fand meinen Praxishintergrund gut und bei mir war der Wunsch da, neue Bereiche kennenzulernen." Mittlerweile arbeitet Jannis Konietzky als Key-Account-Manager bei ergofox, einem Startup im BGM-Bereich. "Wir bieten Haltungsanalysen für Unternehmen an." Ein Großteil seiner Arbeit besteht daraus, Kundenkontakte zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen und mit Krankenkassen zusammenzuarbeiten. Zudem schaut er, wie das Unternehmen weiter wachsen kann, die Abläufe verbessert werden können und bringt selbst neue Ideen ein. "Aktuell sind wir z. B. an einem Forschungsprojekt zum Datenschutz beteiligt. Im nächsten Jahr wollen wir in Zusammenarbeit mit Krankenkassen ein Pilotprojekt für mehr Gesundheit in der Pflege starten. Das Unternehmen ergofox ist auch im Rahmen eines EU-Forschungsprojektes entstanden."

In seinem Job habe er viel Verantwortung bekommen. "Durch das duale Studium konnte ich Erfahrungen sammeln und dadurch im neuen Job direkt durchstarten."

Sein Tipp für Studierende?

"Die Studienbriefe zu lesen, ist immer wichtig :-) Ich würde sagen, selbst aktiv zu werden und das Gelernte in der Praxis umsetzen – so funktioniert es am besten. Und es ist wichtig, auch dem Arbeitgeber zu zeigen, dass man sich traut und die Theorie auch anwenden möchte. Mein letzter Tipp: die Dozentinnen und Dozenten einfach alles fragen."

 

Über ergofox:

„Ergofox vereint klassische Ergonomie mit künstlicher Intelligenz und wurde entwickelt, um allen Büromitarbeitenden zu einer gesunden Sitzhaltung und mehr Bewegung am Arbeitsplatz zu verhelfen – ganz ohne Fotos oder Videoaufnahmen.“ Johannes Heering (CEO)

Ergofox bietet eine 3D Haltungsanalyse am Bildschirmarbeitsplatz an. Die verschiedenen Sitzhaltungen werden durch einen Infrarottiefensensor über ca. 2 Tage gemessen, den ergofox an Unternehmen vermietet. Das Angebot beinhaltet nach der Messung einen individuelle Haltungsreport und ein individuelles Online-Coaching. Der Haltungsreport bestehend aus den gemessenen Haltungen und hält einem den Spiegel vor. Das ist wichtig, denn oft verändert sich unbemerkt die Sitzhaltung, wenn wir uns konzentrieren oder bereits lange Sitzen. Der Sensor bietet damit eine Art der Haltungsanalyse, die mit Menschen in dem Maße nicht umsetzbar wäre. Das individuelle Online-Coaching unterstützt dann, die Haltung zu verbessern und fördert Bewegung im Alltag, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.